Dead Cert

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Dead Cert

Beitragvon horror1966 » 2. Okt 2013 14:27

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Dead Cert
(Dead Cert)
mit Jason Flemyng, Craig Fairbrass, Billy Murray, Janet Montgomery, Dexter Fletcher, Danny Dyer, Steven Berkoff, Dave Legeno, Andrew Tiernan, Joe Egan, Elly Fairman, Lisa McAllister, Coralie Rose, Perry Benson,
Regie: Steven Lawson
Drehbuch: Ben Shillito / Steven Lawson
Kamera: James Friend
Musik: Tim Atack
Keine Jugendfreigabe
Großbritannien / 2010

Freddie "Dead Cert" Frankham ist ein harter Kerl, der sich von nichts und niemandem einschüchtern lässt. Mit der Eröffnung des Striplokals Inferno plant er, innerhalb der Londoner-Unterwelt die Karriereleiter emporzusteigen. Er ahnt nicht, dass sein Striplokal auf dem Boden einer ehemaligen schwarzen Kirche erbaut ist, die im 17. Jahrhundert von einem gefürchteten Vampir-Fürsten gegründet wurde. Am Eröffnungsabend des Inferno kehrt das Böse zurück, um seinen Grund und Boden zurückzufordern. Doch Freddie denkt gar nicht daran, seinen Club kampflos aufzugeben.


Es ist unverkennbar, das Regisseur Steven Lawson sich für seinen Film ziemlich stark an dem Kultfilm "From Dusk Till Dawn" orientiert hat. Allerdings ist es ihm dabei nicht gelungen, die gleiche Qualität und den hohen Unterhaltungswert zu erzeugen. So dauert es beispielsweise eine geraume Zeit, bis überhaupt die Grundstimmung eines modernen Vampirfilmes aufkommt, entseht doch zu Beginn viel eher der Eindruck, das der Zuschauer in einen britischen Gangsterfilm geraten ist. Über diesen Aspekt könnte man noch großzügig hinwegsehen, doch auch in der zweiten Filmhälfte entpuppt sich das Geschehen eher uninspiriert und baut zudem auch nur mäßig Spannung auf. Irgendwie will der Funke zu keiner Zeit so wirklich überspringen, da die Ereignisse sich auch viel zu vorsehbar gestalten und nie das richtige Vampir-Feeling aufkommen will. Eigentlich ist das sehr schade, denn "Dead Cert" beinhaltet durchaus gute Ansätze, die aber leider nicht konsequent weiterverfolgt werden, so das die Geschichte letztendlich im Mittelmaß steckenbleibt.

Steven Lawson hat auch den Fehler gemacht, dem Zuschauer eine Anhäufung an Charakteren auf einen Schlag zu präsentieren, die man erst einmal richtig einordnen muss. Das gestaltet sich phasenweise sogar recht anstrengend und beieinflusst das Sehvergnügen doch ziemlich negativ. Zudem ist auch das dargebrachte Schauspiel trotz einiger bekannter Gesichter nicht gerade berauschend, teilweise erscheinen einige Akteure sogar ein wenig lustlos. Dafür bekommt man in der zweiten Filmhälfte wenigstens einige blutige Passagen geboten, man sollte allerdings kein Splatter-Spektakel wie bei "From Dusk Till Dawn" erwarten, denn davon ist vorliegender Film wirklich meilenweit entfernt. Der vorhandene Härtegrad bewegt sich in einem sehr überschaubaren Rahmen und beinhaltet zudem auch keinerlei wirkliche Höhepunkte.

Diesen Punkt kann man allerdings auf das gesamte Werk beziehen, denn echte Highlights sucht man leider vergebens. Das meiste bleibt in Ansätzen stecken, ausserdem fehlt es dem Film ganz einfach an der richtigen Atmosphäre. Nun will ich dieses Werk nicht schlechter machen als es in Wirklichkeit ist, doch sollte man von Anfang an die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen, denn sonst könnte die Enttäuschung am Ende doch ziemlich groß sein. Mit etwas mehr Inspiration hätte man hier einen echt guten Film kreieren können, so aber erscheint einem "Dead Cert" vielmehr wie eine eher laue Abkupferung des Kultfilmes von Robert Rodriguez. Es fehlt im Endeffekt der richtige Kick, um hier ganzzeitig gut unterhalten zu können, denn trotz durchaus actionreicher Passagen kann das Szenario auf keinen Fall ganzzeitig Kurzweil verbreiten.

Insgesamt gesehen beinhaltet "Dead Cert" zu viele offensichtliche Defizite, um vollends überzeugen zu können. Recht gut unterhaltende Phasen wechseln sich immer wieder mit zu sehr in die Länge gezogenen Sequenzen ab, so das letztendlich kein konstantes Filmvergnügen zustande kommt. Dennoch handelt es sich immer noch um einen Vampirfilm den man sich jederzeit anschauen kann, nur sollte man seine eigenen Erwartungen in überschaubaren Grenzen halten.


Fazit:


Es gibt ganz sicher eine Menge schlechterer Genrebeiträge, aber auch jede Menge Bessere. "Dead Cert" bewegt sich im absoluten Mittelmaß und wird auch bestimmt seine Fangemeinde finden. Mich persönlich konnte der Film allerdings nicht vollends überzeugen, so das ich leider nur eine bedingte Empfehlung aussprechen kann.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 89 Minuten
Extras: Making Of, Trailer, Trailershow
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