Zombieland (2009)

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Zombieland (2009)

Beitragvon horror1966 » 22. Sep 2013 22:36

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Zombieland
(Zombieland)
mit Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Abigail Breslin, Amber Heard, Bill Murray, Derek Graf
Regie: Ruben Fleischer
Drehbuch: Rhett Reese / Paul Wernick
Kamera: Michael Bonvillain
Musik: David Sardy
FSK 16
USA / 2009

Nerd Columbus hat seine eigenen Methoden, um die Zombies auszuschalten, die seit einer Virus-Katastrophe die Welt bevölkern. Er trifft auf den unerschrockenen, supercoolen und bis an die Zähne bewaffneten Cowboy Tallahassee, der sich als noch besserer Terminator von Zombies herausstellt. Sie verbünden sich um gemeinsam der Plage Herr zu werden bzw. weitere Überlebende zu finden. Unterwegs werden die beiden von zwei Schwestern übers Ohr gehauen, die ihnen ihr Auto und ihre Ausrüstung klauen.


Im Moment scheint es ja fast eine Art Glaubensfrage zu sein, auf welche Seite man sich als Fan von Zombie-Komödien schlägt, denn gibt es doch mit "Zombieland" und "Zombieworld gleich 2 Vertreter des Genres, die beide ganz sicher ihren eigenen Reiz haben. Die Vergleiche, die allerdings teilweise gemacht werden, sind nur bedingt möglich, da sich die beiden Filme doch bis auf die ähnliche Thematik ziemlich grundlegend unterscheiden. Bei vorliegendem Titel wird man mit einer äusserst witzig-und charmanten Geschichte konfrontiert, die hauptsächlich von ihren wirklich symphatischen Charakteren getragen wird, die zwar unterschiedlicher kaum sein könnten, aber von der ersten Minute an äusserst viele Symphatiepunkte beim Zuschauer sammeln können, so das man auch im Verlauf der Story mit ihnen mitfiebert und hofft, das alle mit heiler Haut aus dem Geschehen herauskommen. Insbesondere Woody Harrelson in der Rolle des nach Aussen hin extrem coolen Tallahassee offenbart hier eine erstklassige Kostprobe seines schauspielerischen Könnens, die auch sein durchaus vorhandenes komödiantisches Talent an den Tag bringt und das nahezu perfekt in das Szenario hineinpasst. Ein weiteres Highlight ist der Kurzauftritt von Bill Murray, der sich hier selbst spielt, aber durch einen kuriosen Unfall sehr schnell wieder aus der Geschichte verschwindet.

So witzig und gut die Geschichte aber auch ist, sie stellt leider die Charaktere auch etwas zu sehr in den Vordergrund und beschäftigt sich schon etwas zu ausführlich mit deren kleinen Macken und Wesenszügen, die zugegebenermaßen durchaus lustig ausfallen, wie beispielsweise die immer wieder in Szene gesetzten Regeln, die sich der zwanghaft veranlagte Columbus aufgestellt hat, um die Zombie-Seuche zu überleben. Dadurch gerät aber leider die Zombie-Action etwas zu sehr in den Hintergrund, denn wenn man ganz ehrlich ist, hätte es davon ruhig etwas mehr sein können. Die enthaltenen Szenen, in denen es zu Konfrontationen mit den Untoten kommt sind allerdings erstklassig und treiben einem stellenweise die Tränen in die Augen, da man sich vor Lachen kaum halten kann. Auch der dabei entstehende Härtegrad kann sich für eine 16er Freigabe durchaus sehen lassen, auch wenn sich alles in einem überschaubaren Rahmen bewegt. In diesem Punkt hat definitiv "Zombieworld" erheblich mehr zu bieten, wodurch auch die höhere Altersfreigabe logisch zu erklären ist. Hier muss man sich als Betrachter nun entscheiden, was einem selbst wichtiger ist, nämlich eine etwas charmantere Story mit durchweg symphatischen Charakteren, oder die etwas härtere Variante, in der einem der Humor phasenweise etwas plump vorkommen mag.

Doch weg mit den Vergleichen und zurück zu vorliegendem Film, der gearde zum Ende hin mit einem wirklich sensationellen Showdown in einem Vergnügungspark aufwarten kann, der so witzig und actionreich gestaltet ist, das man nur applaudieren kann. Hier wurde noch einmal alles in die Wagschale geworfen, was den Machern des Filmes zur Verfügung stand, um den Zuschauer zufriedenzustellen. Tallahassee räumt eine Horde Zombies auf seine ganz eigene Art und Weise ganz allein aus dem Weg und der eher schüchterne und ängstliche Columbus entdeckt eine heldenhafte Seite an sich, um seine "Herzdame" zu retten. Gerade dieses tolle Finale unterstreicht noch einmal zusätzlich den von Haus aus schon guten Gesamteindruck, den man von "Zombieland" gewonnen hat und bestärkt einen in dem Gefühl, hier gerade einen sehr gelungenen Vertreter seiner Art gesehen zu haben, der ganzzeitig kurzweilige und bestens unterhaltende Filmkost geboten hat, die man sich bestimmt nicht zum letzten Mal angesehen hat.


Letztendlich hat Regisseur Ruben Fleischer mit diesem Werk einen absolut gelungenen Genre-Beitrag abgeliefert, der vor allem durch seine gelungene Mischung überzeugen kann. Besonders erwähnenswert ist die feine Art von Humor, die sich hier offenbart, von äusserst gelungenem Wortwitz über tolle Situationskomik wird alles geboten, was einen solchen Film auszeichnet und so absolut sehenswert macht. Hinzu kommen die tollen Darsteller, die die von ihnen gespielten Charaktere mit extrem viel Charme aussstatten und so dafür sorgen, das der Betrachter sie zwangsläufig in sein Herz schließt. Und dann wäre da noch der vorhandene Härtegrad, der zwar nicht unbeding übermäßig ausfällt, aber für eine 16er Freigabe angemessen ist. Dennoch wäre etwas mehr Zombie-Action sicherlich nicht gerade schädlich gewesen, denn in dieser Beziehung hat man sich doch etwas zurückgehalten, was aber keineswegs als negative Kritik aufgefasst werden soll, da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind und das ist auch gut so.


Fazit:


Im Endeffekt kommt man doch fast zwangsläufig noch einmal auf den vergleich zwischen "Zombieland" und "Zombieworld" zurück, denn bei beiden Filmen handelt es sich meiner Meinung nach um äusserst gelungene Beiträge des Genres, die sich aber doch ziemlich stark unterscheiden. Ist "Zombieworld" mit stellenweise etwas plumpen Humor ausgestattet, dafür aber um einiges härter, so schwingt man bei "Zombieland" die eher feine humoristische Klinge und setzt auf äusserst symphatische Figuren, die einen zum Mitfiebern animieren. Zwei Filme, die ganz sicher ihre Fan-Gemeinde finden werden, dessen bin ich mir sicher.Mir persönlich hat vorliegender Film noch einen Hauch besser gefallen, da das gesamtpaket ganz einfach eine Spur besser ist, doch die großen Unterschiede, die man aus einigen Meinungen herauslesen kann, sind nicht ganz nachvollziehbar. Da kommt es dann wirklich auf die persönlichen Vorlieben an und das ist auch ganz normal. "Zombieland" sollte sich jedenfalls kein Fan des Genres entgehen lassen, denn kurzweilige Unterhaltung ist garantiert.


8,5/10
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Re: Zombieland (2009)

Beitragvon trebanator » 23. Sep 2013 09:50

.... für mich ein richtig nettes Roadmovie...mit Zombieflick-Einschlag.
... He, who makes a Beast of himself , get`s rid of the pain of being a human !
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Re: Zombieland (2009)

Beitragvon dude-1984 » 10. Sep 2017 21:08

gute zomcom , dennoch zu überhyped und aus meiner sicht kein kult ! ( wenn ich die kids ine fatzbockgruppen lese vonwegen kult blabla....)

im grunde stimmte fast alles , bis auf den goregehalt! klar, muss nich immer literweise blut fließen aber bei nem film mit dem titel erwarte ich ordentlich gekröse! scouts vs. zombies war da schon deutlich besser und eigentlich auch die bessere zombie comedy!

7/10
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Re: Zombieland (2009)

Beitragvon DriesVanHegen » 23. Sep 2017 15:10

Einmal gesehen und nahezu alles vergessen.
Kann den Hype um diesen Streifen nicht verstehen. So wahnsinnig lustig, spannend, kritisch fand ich ihn nicht. Quasi habe ich ihn mir angeschaut, um mitreden zu können - aber dann gab es nichts worüber es sich zu reden lohnte.
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Re: Zombieland (2009)

Beitragvon horror1966 » 23. Sep 2017 19:13

Habe den nach der damaligen Erstsichtung auch noch nicht wieder gesehen, müsste ich eigentlich mal nachholen. Fand den damals echt gut, aber irgendwie fehlt es mir am nötigen Reiz, die DVD mal wieder hervor zu kramen.
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