S-VHS

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 196

S-VHS

Beitragvon horror1966 » 30. Dez 2014 16:38

Bild




S-VHS
(V/H/S 2)
mit Lawrence Michael Levine, Kelsy Abbott, Adam Wingard, Corrie Lynn Fitzpatrick, Mindy Robinson, Jay Saunders, Wendy Donigian, Oka Antara, Epy Kusnandar, Rylan Logan, Hannah Prozenko, Mónica Sánchez Navarro
Regie: Simon Barrett / Jason Eisener / Gareth Evans / Gregg Hale / Adam Wingard
Drehbuch: Simon Barrett / Jamie Nash / Timo Tjahjanto / Jason Eisener / u.A
Kamera: Tarin Anderson / Abdul Dermawan Habir / u.A
Musik: James Guymon / Steve Moore / u.A
ungeprüft
Indonesien / Kanada / USA / 2013

Auf der Suche nach einem verschwundenen Studenten stoßen die beiden Privatdetektive Larry und Ayesha in dessen Apartment auf einen Stapel Videokassetten, deren Inhalt von grausiger Natur ist: Ein Mann, dem nach einem Unfall ein künstliches Auge eingesetzt wird, verfällt dem Wahnsinn, als er plötzlich rachsüchtige Geister sehen kann. Ein Radfahrer erlebt hautnah den Ausbruch einer Zombie-Epidemie. Ein Dokumentarfilmteam wird auf dem Anwesen einer mysteriösen Sekte mit Ereignissen konfrontiert, die das Tor zur Hölle aufstoßen. Und eine Gruppe Kinder, welche die Abwesenheit ihrer Eltern für Schabernack nutzen, hat eine nicht ganz so freundliche Begegnung der dritten Art.


Nur ein Jahr nach dem 2012 erschienenen "V/H/S - Eine mörderische Sammlung" erschien 2013 die Fortsetzung der Horror Anthologie, die fast selbstredend auch dieses Mal wieder im berühmt-berüchtigten Found Footage Look serviert wurde. Wie schon im Vorgänger gibt es dabei eine kleine Rahmenhandlung, in der ein Privatdetektiv mit seiner Assistentin auf der Suche nach einem Studenten ist. Bei der Durchsuchung von dessen Wohnung stößt man dabei auf eine Ansammlung von VHS Tapes und vier der darauf befindlichen Episoden werden dem Zuschauer hier präsentiert. Überzeugte schon der Vorgänger durch die Bank mit interessanten Geschichten, so wird man auch in vorliegendem Fall mit vier Filmchen konfrontiert, die einem streckenweise wirklich unter die Haut gehen. Es ist wirklich für jeden etwas dabei und an dieser Stelle sei gleich einmal vermerkt, das die Macher in Sachen Härte nicht gegeizt haben und phasenweise äußerst heftige Filmchen präsentieren, die einen auch manchmal an den Rand der eigenen Ekelgrenze bringen können.

Grusel, SCI/FI und knallharter Splatter geben sich hier die Klinke in die Hand, so das an dieser Stelle auch für genügend Abwechslung gesorgt wird, die sich konstant durch die gesamte Laufzeit zu erkennen gibt. Es beginnt mit einer eher gruseligen Geschichte, um danach mit zwei eher derben Beiträgen eine erhebliche Steigerung erkennen zu lassen, um dann am Ende mit einem gelungenen SCI/FI Beitrag einen insgesamt sehr intensiven Film stimmig abzurunden, der dem Betrachter teilweise eine ganze Menge abverlangt. Dieser Aspekt kommt wohl hauptsächlich in der dritten Episode ganz besonders zum tragen, in der ein Film Team zu Besuch bei einer religiösen Sekte ist. Zwar beginnt die Folge äußerst ruhig und eher bedächtig, erfährt dann jedoch innerhalb weniger Minuten eine Richtungsänderung, die so manchem eventuell sogar den Magen umdrehen kann. Im Bezug auf Splatter und Härte liegt hier ganz eindeutig das absolute Highlight von "S-VHS" vor und Gorehounds werden extrem gut auf ihre Kosten kommen.

Aber auch die anderen Geschichten sowie auch die generelle Rahmenhandlung tragen Sorge dafür, das man als Zuschauer konzentriert bei der Sache bleibt und zu keinem Zeitpunkt so etwas wie Langeweile oder gar Ermüdungserscheinungen verspüren kann. Das ist auch das Schöne an dieser Reihe die ja 2015 schon in die mittlerweile dritte Runde geht, beschränken sich die jeweiligen Regisseure der einzelnen Folge keineswegs nur darauf mit jeder Menge Blut und Härte aufzufallen. Jede einzelne Story hat etwas Geheimnisvolles an sich und kann durch eine jeweils erstklassige Grundstimmung jede Menge Punkte sammeln, so das sich insgesamt gesehen ein erstklassig inszeniertes Gesamtwerk zeigt, von dem so ziemlich jeder Genre-Fan begeistert sein dürfte.

Unter den mittlerweile unzähligen Found Footage Filmen sticht die "V/H/S Reihe" wirklich äußerst positiv hervor und obwohl auch ich selbst nicht gerade ein ausgewiesener Fan dieser Filmart bin, kann ich diese Werke nur wärmstens empfehlen. In Sachen Qualität kann man nur schwerlich eine Unterscheidung der beiden bisher veröffentlichten Filme machen die sich lediglich im enthaltenen Härtegrad ziemlich erheblich voneinander unterscheiden. Und wenn man dann darauf den Fokus legen sollte, hat vorliegende Fortsetzung recht eindeutig die Nase vorn, denn was einem insbesondere die dritte Episode bietet, geht schon fast auf keine Kuhhaut mehr. Da kann man dann auch schon nachvollziehen, das die deutsche Veröffentlichung nicht ohne Schnitte durch gewunken wurde. Immerhin fehlen über 5 Minuten, was nach der Sichtung der ungeschnittenen DVD auch durchaus nachvollzogen werden kann. Wie dem aber auch sei, "S-VHS" ist eine mehr als nur gelungene Fortsetzung die sich kein echter Genre-Fan entgehen lassen sollte.


Fazit:


"Mittendrin statt nur dabei" war einmal der Slogan eines Sportsenders und eben dieses Gefühl bekommt man durch den Found Footage Look auch hier. Alles hinterlässt einen dokumentarischen Eindruck, der einen als Zuschauer auch ungemein stark in die einzelnen Filme eintauchen lässt. Wer dieses Gefühl zu schätzen weiß und schon Gefallen am ersten teil hatte, der sollte hier unbedingt zugreifen.


8/10
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

Bild Big Brother is watching you
Benutzeravatar
horror1966
El Presidente
 
Beiträge: 5371
Registriert: 09.2013
Geschlecht:

Re: S-VHS

Beitragvon dude-1984 » 30. Dez 2014 18:05

fand ich noch besser als den schon guten 1.

9/10
Benutzeravatar
dude-1984
Die graue Eminenz
 
Beiträge: 3498
Registriert: 09.2013
Wohnort: Buntland
Geschlecht:

Re: S-VHS

Beitragvon DonT » 11. Mär 2016 20:18

Wie schon sein Vorgänger ist V/H/S/2 ein starker Episodenhorror aus der Ego-Perspektive. Die erste Episode fand ich in Hinblick auf Spannung, Atmosphäre und Jumpscares am besten, außerdem bot sie auch den einzig großen Lacher. Apropos, vom Funfaktor her hat die Zombie-Episode im Wald spätestens dann überzeugt, als aus der Sicht des Zombies gefilmt wurde. Nettes (handmade) Gekröse dazu. Die Sekten-Epsiode konnte mich nicht richtig überzeugen, brauchte zulang um in die Puschen zu kommen und bot dennoch kaum Spannung. Das Ende war aber cool. Die letzte Episode zeigte großartige Visuals, wirkte aber von den Scares her etwas plump. Hat mir aber dennoch gefallen. Die Rahmenstory war mehr Mittel zum Zweck. Den Twist zum Ende kann man mögen oder langweilig finden, bot aber einen runden Abschluss.

8/10
Dieser Beitrag wird Ihnen präsentiert von: Sinnlosium Akut.
Bei Schnupfen und Schusswunden: Sinnlosium Akut.
Benutzeravatar
DonT
 
Beiträge: 2420
Registriert: 09.2013
Wohnort: King of Harz
Geschlecht:


Zurück zu "Der amerikanische Horrorfilm"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 1 Gast