The Traveller - Nobody will Survive

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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The Traveller - Nobody will Survive

Beitragvon horror1966 » 2. Okt 2013 15:29

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The Traveller: Nobody will Survive
(The Traveller)
mit Val Kilmer, Dylan Neal, Paul McGillion, Camille Sullivan, Nels Lennarson, Chris Gauthier, John Cassini, Sierra Pitkin, Panou, Denyc
Regie: Michael Oblowitz
Drehbuch: Joseph C. Muscat
Kamera: Neil Cervin
Musik: Ross Vannelli
SPIO / JK
USA / 2010

Heiligabend in einer kleinen verschlafenen Stadt: Ein heftiger Sturm tobt, die Straßen sind dunkel und menschenleer. Die unheilvolle Ruhe wird von einem geheimnisvollen Mann gestört, der in das lokale Polizeirevier spaziert und aussagt, er habe 6 Menschen ermordet. Nach jedem seiner Geständnisse stirbt einer der anwesenden Polizisten wie von Geisterhand, und zwar auf die gleiche grausame Art und Weise, die der Unbekannte zuvor beschrieben hat. Irgendwie hat der Fremde seine Finger im Spiel, doch der sitzt seelenruhig in seiner Zelle. Die Polizisten sind ratlos: Es bleibt nicht viel Zeit das Ganze aufzuklären, denn der Unbekannte fährt unbeirrt mit seinen Geständnissen fort...


Ganz so mysteriös wie in der Inhaltsangabe beschrieben gestaltet sich das hier dargebotene Szenario zwar nicht, denn weiss man doch schon nach einer recht kurzen Zeitspanne, auf was das Geschehen hinausläuft, dennoch hat mir "The Traveller" sehr gut gefallen. Bietet der Film doch trotz der leicht durchschaubaren Geschichte einen äusserst gelungenen Mix aus Horror-und Thriller, der allerdings etwas darunter leidet, das der vorhandene Spannungsbogen durch die Vorhersehbarkeit der Ereignisse nie so richtig in höhere Gefilde vorstoßen kann, was dem Gesamtbild doch etwas von seiner durchaus vorhandenen Stärke nimmt. Man sollte also keine großen Überraschungsmomente oder Wendungen erwarten, denn diese werden leider nicht geboten.

Und dennoch wird man mit einem unterhaltsamen und guten Genre-Mix konfrontiert, der insbesondere in atmosphärischer Hinsicht jederzeit zu überzeugen weiss, wirken die Ereignisse doch von der ersten Minute an sehr mysteriös und geheimnisvoll. Dies ist vor allem zu Beginn der Figur des Unbekannten (Val Kilmer) zu verdanken, von dem eine äusserst unheimliche Ausstrahlung ausgeht, die sich auch den ganzen Film über aufrechterhalten kann und von der eine fast unheilvolle Faszination ausgeht, die man auch als Zuschauer spüren kann. Gerade deshalb ist es eigentlich sehr schade, das schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt klar wird, um wen es sich bei seiner Person handelt und aus welchen Gründen er auf dem Polizeirevier erschienen ist. Hätte Regisseur Michael Oblowitz hier die Gesamtzusammenhänge etwas mehr im Geheimen gelassen, würden wir jetzt über einen meiner Meinung nach extrem guten Horrorthriller sprechen, doch durch die frühzeitige Preisgabe der Zusammenhänge nimmt sich das Werk viel von seiner Spannung und lebt ab einem gewissen Zeitpunkt fast ausschließlich von der absolut gelungenen Grundstimmung, die zu jeder Zeit immer dicht und sehr bedrohlich erscheint.

Dafür zeichnet auch die Beschränkung auf einen einzigen Schauplatz verantwortlich, denn bis auf einige ganz wenige Szenen spielt sich die komplette Geschichte in dem Polizeirevier statt, in dessen düsteren Gängen die Ereignisse noch intensiver und unheimlicher wirken, hier kann es auch durchaus vorkommen, das teilweise eine leichte Gänsehaut entsteht, die den Betrachter überzieht. Der ständig tobende Sturm und die Tatsache das sich alles in der Nacht abspielt tun ihr Übriges, um auf jeden Fall in atmosphärischer Hinsicht keinen Grund zur Beanstandung zu geben. So sind auch die teilweise vorhandenen und auch manchmal etwas blutigeren Schockmomente recht gut eingesetzt worden, ohne das jedoch ein Härtegrad zum Vorschein kommen würde, der als zu hoch zu bezeichnen ist. Es handelt sich keinesfalls um ein Härte-Spektakel, jedoch sind die vorhandenen Tötungen wirklich gut in Szene gesetzt worden, ohne dabei übertrieben brutal zu erscheinen.

Letztendlich handelt es sich bei "The Traveller" um einen wirklich sehenswerten Genre-Mix, der lediglich etwas unter der Vorhersehbarkeit der Ereignisse zu leiden hat. Die äusserst mysteriöse und geheimnisvolle Grund-Story hätte einige Überraschungsmomente gut vertragen können, doch auch ohne sie handelt es sich immer noch um einen guten, aber nicht herausragenden Film, in dem man auch mit solidem Schauspiel bedient wird und Val Kilmer als schweigsamer Unbekannter einen durchaus unheilvollen Eindruck hinterlässt. Mit etwas mehr Geschick hätte man allerdings sicherlich die Zusammenhänge der Story etwas länger im Dunkeln halten können und so für viel mehr Spannung sorgen können. So aber muss man als Zuschauer seine grauen Zellen nicht sehr beanspruchen, da die Geschichte leider viel zu früh ihr zu Beginn noch mysteriöses Geheimnis preisgibt und sich dadurch einiges ihrer eigenen Stärke nimmt.


Fazit:


Bei "The Traveller" handelt es sich einmal mehr um einen Film, bei dem doch einiges an vorhandenem Potential verschenkt wurde. Hätte doch wirklich ein nachhaltig beeindruckender Horrorthriller entstehen können, an den man sich auch nachhaltig erinnert. So aber bleibt lediglich ein durchaus guter und unterhaltsamer Film, dem es etwas an Spannung fehlt. Dafür wird man allerdings mit einer hervorragenden Atmosphäre bedient und bekommt einige nette Tötungen zu sehen, die nicht zu brutal aber dennoch hart in Szene gesetzt wurden.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch / Niederländisch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 93 Minuten
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