The Uh-Oh Show (2009)

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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The Uh-Oh Show (2009)

Beitragvon DanGore » 18. Sep 2013 10:21

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Originaltitel : Uh-oh Show, The

Herstellungsland : USA

Erscheinungsjahr : 2009

Regie : Herschell Gordon Lewis

Darsteller : Brooke McCarter,Nevada Caldwell,Krista Grotte,Joel D. Wynkoop,Kenny Rogers u.a.

Laufzeit : 83:39 Minuten

Freigabe : FSK Keine Jugendfreigabe/ab 18 (Deutschland), Not Rated (USA)

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Story :

Die Medienwelt verkommt immer mehr und so ist es nicht verwunderlich das die Zuschauer nach immer brutaleren und spektakuläreren Formaten dürsten.
In den USA ist eine der erfolgreichsten Formate die "Uh-Oh Show", eine Quizsendung der besonderen Art.
Hier können die Teilnehmer so einiges an Preisen wie z.B. eine Villa, Limosine mit Chauffeur, teure Luxusurlaubsreisen oder Geldbeträge im Millionenbereich gewinnen.
Dazu müssen sie lediglich die richtigen Antworten auf die Fragen des Moderators Jackie geben.
Wird eine davon aber falsch beantwortet kommt das ein Rad zum Einsatzt welches vom Prinzip dem Glücksrad ähnelt.
Auf diesem Rad sind Körperteile aufgelistet und bestimmt welches der Teilnehmer verlieren wird.
Hier heißt es dann " Nur nicht den Kopf (oder andere Gliemaßen)" verlieren wenn der Vollstrecker mit seiner Kreissäge zum Einsatzt kommt.

Die Show ist so erfolgreich das ein großer Fernsehsender die Rechte kauft um diese im abendlichen Hauptprogramm zu zeigen.
Doch der Erfinder der Show, Fred Finagler, ist ein skrupelloser Geschäftsmann dem es nur ums Geld geht und der die blutgeilen Gelüste des sensationsgeilen Publikums befriedigt.
Doch Finagler hat schon den nächsten, noch brutaleren Kracher auf Lager.

Nachdem ihr Freund Patrick nach seiner Teilnahme in der Uh-Oh Show spurlos verschwindet ist die Reporterin Jill besorgt und beginnt zu recherchieren.
Ihre private Mission ist es nun aufzudecken, das in der Show nicht alles gefaket ist wie vorgegeben und das die Teilnehmer wirklich verstümmelt und getötet werden.
Nachdem der Moderator Jackie und die Glücksfee Champagne von Showboss Finagler gefeuert und vor die Tür gesetzt worden, helfen die beiden fortan Jill und ihrem Anliegen Finagler das Handwerk zu legen.



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Bewertung :

Auch in Horror-Fankreisen sind die Filme von H.G. Lewis immer eine Sache für sich.
Einige können den Filmen nichts abgewinnen und deklarieren sie als trashigen Schund, während andere seine Werke lieben, ihnen den Stellenwert zurechnen der ihnen gebührt und sich an den Filmen ergötzen können.
Ich persönlich zähle mich zu den letzteren und war schon immer von den Werken des "Godfather of Gore" angetan.

Mit THE UH-OH SHOW liegt hier nun das aktuellste Werk von Lewis vor das im Jahr 2009 von ihm realisiert wurde und auch mit seinen fast 87 Lenzen weiß der Mann immer noch wie man unterhaltsame und äußerst blutige Filme dreht.

Dieses Werk von Lewis steht seinen Klassikern aus den 60gern und 70gern in nichts nach, auch wenn THE UH-OH SHOW von der Gesamtoptik etwas trashiger und kostengünstig in Szene gesetzt wirkt.
Man war sich hier nicht zu schade tief in die Splatter FX Kiste zu greifen und bietet eigentlich alles was der Gorehound sehen will - von Blutfontänen über Gedärmmatschereien bis hin zum abtrennen von Körperteilen mittels einer Kreissäge.
Mich wundert es das die FSK den Film ungeschnitten das FSK 18 Siegel gegeben hat, denn auch wenn die ganzen blutigen Schweinereien sehr "Over-the-Top" und Comichaft wirken hat man von der FSK bezüglich Filmen ja schon sehr oft Entscheidungen getroffen die für den gesunden Menschenverstand nicht nachzuvollziehen sind.

Eventuell haben sie begriffen das es sich um einen satirischen Seitenhieb auf die heutige TV Formate handelt in denen es nur darum geht Menschen leiden zu sehen und dieselben auch auf eine erniedrigende Art bloßzustellen.

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Unter diesem Aspekt ist es Lewis auch sehr gut gelungen dies zu bewerktelligen und man könnte sich ja eigentlich immer schon ausmalen das der Regisseur über eine tolle Art von Humor verfügt.
Dieser Humor macht THE UH-OH SHOW dadurch auch zu einem recht persönlichem Werk des "Godfather of Gore", da er in seinem hohen Alter die Entwicklung der TV Formate und Medien in den letzten Dekaden mitverfolgen konnte und so auch im Stande ist diese zu kritisieren und der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten.
Auch wird hier auf den Intellekt der Zuschauer und Teilnehmer der Show angespielt, welcher im Lauf der Zeit immer mehr verroht und verblödet ist; so verwundert es nicht das die Teilnehmer sich vollends bewusst sind was ihnen bevorsteht bei falsch gegebenen Antworten und sie sich auch noch über den Verlust von Gliedmaßen freuen.
Die moralische Keule wird hier zwar definitiv nicht geschwungen, aber eventuell bewirkt diese Mediensatire ja doch das der ein oder andere sich über der im Laufe der Jahre angeeigneten Sehgewohnheiten einmal Gedanken macht.

Ich persönlich finde auch das THE UH-OH SHOW auch sein lustigstes Werk geworden ist und der Humor hier nicht so subtil daherkommt wie in seinen Frühwerken.
Dies ist aber auch schwer zu pauschalisieren da ich mich auch schon bei seinen Filmen THE GRUESOME TWOSOME und THE GORE GORE GIRLS köstlich amüsiert hatte.
Bei THE UH-OH SHOW wurde somit auch garnicht erst großartig versucht die FX realistisch aussehen zu lassen, was sich als durchaus gute Entscheidung entpuppt das so eigentlich für jeden ersichtlich sein dürfte das der Film alles andere als Ernst gemeint ist.

Was man dem Film aber nicht absprechen kann ist das es hier Special FX zuhauf gibt und der Splatterfan hier bei Laune gehalten wird.
Bei den Darstellern sollte man die Messlatte nicht zu hoch legen da diese oft unbeholfen und aufgesetzt wirken und agieren, aber durch ihre unbefangene Art trotzdem zeigen das sie mit Spaß an der Sache dabei waren.

Am positivsten fällt hier Lewis selbst auf, der hier als Märchenonkel auftritt und den Kinder blutige Schauermärchen erzählt.
Auch Lloyd Kauffman, der Chef von Troma, hat hier einen Gastauftritt als Zuhälter und tut das was er eigentlich am besten kann : troma-eskes Overacting.


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Der Score des Films verhält sich hier eher zurückhaltend und dezent und harmonisiert im Hintergrund mit dem gezeigten Bildern.
Fans dürfte auffallen, das Lewis den Score von BLOOD FEAST bei THE UH-OH SHOW recyclet hat und das hypnotisch-morbide Titelthema auch hier seine Verwendung findet.

Das Drehbuch gibt zwar nicht soviel her, wurde hier aber bestens umgesetzt auch wenn es zum Teil etwas Monoton wirkt und im Mittelteil eine kleine Durststrecke zu verzeichnen ist.
Durch die zahlreichen FX und den absurd-grotesken Grundtenor des Films wirkt sich dies aber auch nicht zu negativ auf das Gesamtpaket aus, auch wenn hier eventuell noch ein bißchen mehr drin gewesen wäre.

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Fans von den Werken des "Godfather of Gore" können hier bedenklos zugreifen und auch THE UH-OH SHOW dürfte ihnen gefallen.
Zum Schluß bleibt zu sagen das man Onkel Herschell den verdienten Respekt entgegenbringen und Tribut zollen sollte für seine Verdienste im Horror, Splatter und Exploitation Film.

Das was der Mann mit fast 87 Jahren noch abliefert ist immer noch um Längen besser was so manch ein Jungspund auf die Menschheit losläßt und allein dafür sollte man schon den Sägeblatthut vor ihm ziehen!

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Zur Punktevergabe bleibt noch zu sagen das es von mir hier definitiv einen Extrapunkt für Ü-80 Horror Regisseure gibt!

Und deshalb heißt mein Fazit :

8 von 10 Kreisägeblatt-Hüttchen

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Re: The Uh-Oh Show (2009)

Beitragvon horror1966 » 22. Jan 2015 16:25

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The Uh-oh Show
(The Uh-oh Show)
mit Brooke McCarter, Nevada Caldwell, Joel D. Wynkoop, Krista Grotte, Lauren Schmier, Jack Amos, Kenny Rogers, Bruce Blauer, Jarrett Ricker, Lloyd Kaufman, Mike Christopher, Trish Dempsey, Babette Bombshell
Regie: Herschell Gordon Lewis
Drehbuch: Herschell Gordon Lewis
Kamera: Wes Pratt / Jill Sager
Musik: Patrick Ford
keine Jugendfreigabe
USA / 2009

Die Reporterin Jill Burton recherchiert hartnäckig, um das supererfolgreiche TV-Highlight "The Uh-Oh Show" zu durchleuchten. In dieser extremen Gameshow kannst du haufenweise Kohle scheffeln, wenn du die richtige Antworten kennst. Liegst du allerdings falsch, heißt es "UH-OH!" und das kann dich einen Arm oder ein Bein ... oder mehr kosten


Im Normalfall zieht man sich in einem gewissen Alter auf sein Altenteil zurück und genießt seinen Ruhestand, doch im Fall von Kult-Regisseur Herschell Gordon Lewis (2000 Maniacs, Bloodfeast) kann davon überhaupt keine Rede sein. Denn nachdem ihm besonders seine frühen Werke den Beinamen "Godfather of Gore" eingebracht haben, hat der gute Mann im zarten Alter von 83 Jahren noch einmal bei dem vorliegenden Film "The Uh-oh Show" das Zepter des Regisseurs in die Hand genommen, um seinen Fans ein herrlich trashiges Splatter-Gore Festival zu präsentieren. Schon seit jeher spalten die Filme des Amerikaners die Meinungen, denn entweder liebt man seine Werke, oder kann so gut wie gar nichts damit anfangen. Nicht anders wird es sich bei der hier erzählten Geschichte verhalten die zugegebenermaßen relativ dünn ausfällt und zudem auch noch extrem überspitzt in Szene gesetzt wurde. Im Prinzip handelt es sich um eine bitter-böse Medien-Satire, denn Lewis nimmt die amerikanische Game Show Landschaft aufs Korn und zieht dabei wirklich sämtliche Register, um die ganze Chose mit ordentlich Blut und Gekröse an den Mann zu bringen.

Um die vollkommen hanebüchene Erzählung noch skurriler erscheinen zu lassen hat man als Zugabe jede Menge wahnwitzige Dialoge eingebaut und das Ganze auch noch mit einer Darsteller-Riege angereichert, die ohne jeden Zweifel auch in einer Produktion aus der Troma-Schmiede stammen könnte. Manch einem werden sich bei dieser Beschreibung die Nackenhaare aufstellen, wohingegen die Liebhaber des skurrilen Filmes jederzeit auf ihre Kosten kommen werden. Mit jeder Menge an trashigen Elementen angereichert offenbart sich nämlich ein äußerst unterhaltsamer Fun-Splatter, dessen Härtegrad man durchaus als relativ hoch ansehen kann. Die vorhandenen Effekte wirken dann zwar relativ altbacken, doch gerade dieser Umstand hebt das Ganze sehr wohlwollend von den heutigen CGI-Gewittern ab die einem in den neuen Horrorfilmen entgegenschlagen. Lewis verdient wirklich den höchsten respekt, in einem fast schon biblischen Alter noch einen so gelungenen Beitrag abzuliefern, bei dem man als Zuschauer einfach vollkommen entspannt vor dem heimischen TV sitzen kann und dabei diese blutige Medienschelte genießen kann.

Nun wird das allerdings längst nicht jeder so sehen, doch wenn man den Namen Herschell Gordon Lewis kennt, dann sollte man eigentlich wissen auf welche Art von Film man sich hier einlässt. Die Freunde inhaltsvoller Geschichten kommen auf gar keinen Fall auf ihre Kosten, denn "The Uh-oh Show" bedient viel eher die niederen Instinkte des geneigten Gore-Liebhabers und zieht gleichzeitig die Freunde des trashigen Filmes mit ins Boot. Gleichzeitig offenbart die Erzählung jedoch auch jede Menge schwarzen Humor und bedient sich zudem auch gern höchst sarkastischer Ansätze, was insgesamt für eine wirklich gelungene Mixtur sorgt, an der man durchgehend seine helle Freude haben kann.

Im Endeffekt werden die Geschmäcker bei diesem Werk sicherlich stark gespaltet werden, doch die grelle und extrem bunte Inszenierung ist meiner persönlichen Meinung nach ein absoluter Volltreffer, der durch die vollkommene Überspitzung sämtlicher Abläufe mehr als nur einen Lacher beim Zuschauer auslöst. Dabei ist es auch gänzlich unwichtig, ob diese durch die überzeichneten Haupt-Charaktere, die als Deppen dargestellten Zuschauer und Teilnehmer der Game Show, oder durch die groteske Handlung an sich ausgelöst werden. "The Uh-oh Show" macht einfach jede Menge Spaß und bietet dabei ein Gesamtpaket, das man als sehr gelungen bezeichnen darf, auch wenn Filmfreunde mit höheren Ansprüchen diesen Umstand sicher ganz anders sehen werden. Wie dem aber auch sei, der geneigte Genre-Fan sollte definitiv einen Blick riskieren, denn Lewis hat hier noch einmal einen sehenswerten Beitrag abgeliefert, den man ohne zu zögern auch in den Bereich des Fun-Splatters einordnen kann.


Fazit:


Zwar wird "The Uh-oh Show" längst nicht jedem gefallen, was bei einem Film des Kult-Regisseurs aber auch nicht sonderlich verwundern sollte. Eine recht dünne Story wird in einer blutigen und äußerst skurrilen Verpackung angereicht, die definitiv kurzweilige Unterhaltung bietet, an der man gut 90 Minuten seine Freude hat.


8/10 blutige Trash-Granaten
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Re: The Uh-Oh Show (2009)

Beitragvon trebanator » 22. Jan 2015 18:13

... find´s ohnehin geil, das der alte Herschell in seinem Alter noch solche Filme macht.... und geil is der hier auch geworden :)
... He, who makes a Beast of himself , get`s rid of the pain of being a human !
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Re: The Uh-Oh Show (2009)

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 23. Jan 2015 00:29

Bin nicht wirklich ein Fan vom ollen Lewis.
Auch wenn ich Blood Feast 2 damals gut fand,Blood Feast 1 hingegen ist die Schlaftablette schlechthin.
Egal wie oft ich versucht habe diese Unke zu gucken,bin jedesmal eingepennt bzw. so müde geworden das ich abbrechen musste. Kenne seine anderen Filme nicht.
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