The Neighbor - Das Grauen wartet nebenan

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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The Neighbor - Das Grauen wartet nebenan

Beitragvon horror1966 » 13. Nov 2016 11:09

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The Neighbor - Das Grauen wartet nebenan
(The Neighbor)
mit Josh Stewart, Alex Essoe, Luke Edwards, Bill Engvall, Ronnie Gene Blevins, Skipp Sudduth, Melissa Bolona, Jaqueline Fleming, David Kallaway, Heather Williams, Artrial Clark, Mason Guccione, Ben Matheny, Jered Meeks
Regie: Marcus Dunstan
Drehbuch: Marcus Dunstan / Patrick Melton
Kamera: Eric Leach
Musik: Charlie Clouser
keine Jugendfreigabe
USA / 2016

John und Rosie sind ein Pärchen aus einer Kleinstadt im amerikanischen Süden und bestreiten ihren Lebensunterhalt, in dem sie Hilfsdienste für ihren kriminellen Onkel übernehmen. Nebenan wohnt sehr zurück gezogen der alte Troy mit seinen beiden erwachsenen Söhnen und scheint ebenfalls in Gaunereien verwickelt zu sein. Eines Tages entdeckt Rosie, dass Troy offenbar Menschen gefangen hält. Als sie nach dem Rechten sehen will, wird sie selbst zum Opfer. John macht sich derweil auf die Suche nach der Vermissten.


Nachdem Marcus Dunstan mit seinen bisherigen Filmen "The Collector" und der Fortsetzung "The Collection" zwei absolut sehenswerte Horrorfilme präsentierte, konnte man als Zuschauer nicht umhin, mit einer gewissen Erwartungshaltung an sein neuestes Werk "The Neighbor - Das Grauen wartet nebenan" heran zu gehen. Nach der Sichtung des Filmes muss man allerdings feststellen, das die große Vorfreude und das letztendliche Ergebnis sich nicht ganz die Waage halten, denn obwohl sich die vorliegende Geschichte als Horrorthriller deklariert, sind die Elemente beider Genres nur teilweise zu erkennen. So beginnt das Ganze schon mit einer zu lang geratenen Einführung, in der Dunstan einen lediglich oberflächlich mit den krummen Geschäften konfrontiert, mit denen sich die Hauptfiguren John und Rosie ihren Lebensunterhalt verdienen. Das Szenario mutet in dieser Phase auch vielmehr wie eine Story über zwei Kleinkriminelle an, als das sich so etwas wie echter Thrill, geschweige denn Zutaten des Horrorfilms erkennen lassen würden.

Dieser Umstand ändert sich dann auch erst im Mittelteil des Filmes, wobei auch zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht die dichte Atmosphäre zu erkennen gibt, die man aufgrund der Inhaltsangabe erwarten könnte. Wer nun aber eventuell auf Hochspannung, jede Menge Thrill und vielleicht sogar auf visuelle Härte hofft sieht sich getäuscht, denn um diese Zutaten geliefert zu bekommen, muss man schon auf die letzten gut 25 Minuten warten, in denen "The Neighbor - Das Grauen wartet nebenan" nun endlich zumindest teilweise seinem Filmtitel gerecht wird. Für ein gänzlich überzeugendes Gesamtbild ist das definitiv zu wenig und man fragt sich an dieser Stelle ganz unwillkürlich, wo Dunstans Gespür für eben diese Elemente geblieben ist, die seine bisherigen Werke noch dermaßen ausgezeichnet haben. Vielleicht waren aber auch einfach nur meine eigenen Erwartungen zu hoch, denn schließlich handelt es sich im vorliegenden Fall immer noch um einen recht ordentlichen Beitrag, der in seiner Gesamtheit allerdings dennoch ein leichtes Gefühl der Enttäuschung zurück lässt. Zu einfallslos und wenig überraschend erscheint die Geschichte, die von der inhaltlichen Substanz her eh schon ziemlich dünn gestrickt ist.

Keinerlei eingebaute Wendungen und mangelnde Innovation sorgen dafür, das letztendlich ein typischer 08/15 Beitrag übrig bleibt, in den man doch weitaus größere Hoffnungen gesteckt hat. Dabei beinhaltet die Story doch mehrere gelungene Ansätze, nur das diese eben nicht konsequent weiter verfolgt werden, so das die Chose am Ende doch nicht ganz stimmig und ziemlich unausgegoren daher kommt. Trotz der recht dünnen Rahmenhandlung ist nämlich durchaus genügend Potential für einen tollen Beitrag vorhanden, das jedoch zu keiner Zeit wirklich ausgeschöpft wird. Am stärksten macht sich dieser Umstand bei den Zeichnungen der einzelnen Figuren bemerkbar, denn an dieser Stelle wird eine ganze Menge angedeutet, um im Endeffekt aber nicht weiter darauf einzugehen. So gestaltet sich die Beleuchtung der Charaktere dann auch nur extrem oberflächlich und man kann im Prinzip kaum einen Bezug zu den Protagonisten entwickeln, geschweige denn sonderliche Sympathien für irgend jemanden hegen.

"The Neighbor - Das Grauen wartet nebenan" will spannend und hart sein, kann diese Atribute allerdings nur in ganz wenigen Momenten in den Vordergrund rücken. Größtenteils handelt es sich lediglich um recht solide Durchschnittskost und lediglich kleinere Passagen zum Ende hin sorgen für eine dezente Aufwertung des gewonnenen Gesamteindrucks. Bei einer Nettolaufzeit von gerade einmal gut 80 Minuten beinhaltet die Erzählung auch noch diverse Längen, die sich hauptsächlich in der ziemlich belanglosen Einführung zu erkennen geben, die man weitaus kürzer hätte halten können. Am Ende bleibt also durchwachsene Genrekost aus der man viel mehr hätte heraus holen können und es bleibt nur zu hoffen, das der gute Marcus Dunstan bei seinem nächsten Projekt wieder zu alter Klasse zurück findet.


Fazit:


Zur einmaligen Sichtung ganz bestimmt geeignet, wird "The Neighbor - Das Grauen wartet nebenan" allerdings keinen allzu nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Einige gute Ansätze verlaufen im Sand und man kann keinesfalls darüber hinweg sehen, das bei dieser Produktion eine Menge an Potential verschenkt wurde.


5/10
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horror1966
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Re: The Neighbor - Das Grauen wartet nebenan

Beitragvon horror1966 » 15. Nov 2016 16:34

Kritik eingefügt
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