The Devil's Ground

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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The Devil's Ground

Beitragvon horror1966 » 23. Dez 2013 18:38

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The Devil's Ground
(The Cycle)
mit Daryl Hannah, Leah Gibson, Luke Camilleri, Lee Tomaschefski, Marie Gruending, Jeb Beach, Daniel Probert, Twan Holliday, Oliver Blaha, Jason Chin, John Corner, Patrick Scoffin
Regie: Michael Bafaro
Drehbuch: Michael Bafaro
Kamera: Shaun Lawless
Musik: Peter Allen / John Sereda
Keine Jugendfreigabe
Kanada / 2008

Carrie fährt durch die nächtliche Provinz ihrem Verflossenen hinterher, als ihr kurz nach einem unheimlichen Tankstopp die junge Amy vor den Wagen stolpert, zerzaust, blutverschmiert und offensichtlich traumatisiert. Auf dem Weg zum nächsten Städtchen erzählt Amy, wie sie mit einem Trupp von Studenten in die Gegend kam, um einen von der bergbaulichen Erschließung bedrohten Indianerfriedhof zu untersuchen. Als sie dort neben alten auch ziemlich frische Knochen finden, dauert es nicht lang, bis ein geheimnisvoller Killer die Gruppe nach und nach dezimiert.


Nach der wirklich interessant zu lesenden Inhaltsangabe dieses Horror / Thrillers können schon gewisse Begehrlichkeiten beim Zuschauer geweckt werden, die sich sogar größtenteils erfüllen, denn hat Regisseur Michael Bafaro es doch sehr gut verstanden, hier ein äusserst atmosphärisches Szenario zu kreieren, das seine intensive Wirkung keinesfalls verfehlt. Von Beginn an ist eine herrlich düstere und bedrohliche Grundstimmung vorhanden, die sich mit zunehmender Laufzeit auch immer mehr verdichtet, was allein schon dafür Sorge trägt, das die Aufmerksamkeit und das Interesse des Betrachters in keinster Weise beeinträchtigt wird. Da stört es auch nicht weiter, das der Film fast gänzlich ohne visuelle Härte auskommt, denn die Tötungen der einzelnen Personen werden lediglich angedeutet. Vielleicht liegt es sogar darin begründet, das man sich vielmehr auf die erstklassige Atmosphäre und den gelungenen Spannungsbogen der Geschichte konzentriert und die fehlende Härte gar nicht unbedingt vermisst.

Was hier eigentlich wie ein handelsüblicher Backwood-Slasher beginnt, entwickelt sich mit zunehmender Laufzeit doch immer mehr zu einem gelungenen Horror / Thriller, der insbesondere zum Ende hin noch einmal eine Seite offenbart, die man in dieser Art nicht unbedingt vorhersehen konnte. Doch ist es auch genau diese Wendung, die den bis dahin äusserst guten Gesamteindruck des Filmes etwas zerstören kann, denn was wohl als innovativer Story-Twist gedacht war, mag vielen Leuten eher etwas konstruiert und an den Haaren herbeigezogen erscheinen. Eventuell wäre es besser gewesen, wenn die Macher des Films nicht diesen mysteriösen Einschlag eingebaut hätten, da doch gerade die letzten Passagen etwas verwirrend und befremdlich erscheinen könnten. Andererseits sollte man auch das Bemühen anerkennen, der Story eine aussergewöhnliche Note verleihen zu wollen, wobei die Umsetzung der Idee sicherlich besser und nachvollziehbarer hätte sein können.

Das ist aber auch der einzige Wermutstropfen, der diesem ansonsten gelungenen Film beiwohnt, denn in allen anderen Belangen kann er vollends überzeugen. Dazu zählt auch das hier dargebotene Schauspiel, das man durchweg als gut bezeichnen kann. Sicherlich ist es bei Filmen dieser Art in der Regel so, das man in dieser Beziehung nichts Aussergewöhnliches geboten bekommt, aber hier empfand ich die Darsteller als wirklich überzeugend und authentisch. Selbst Daryl Hannah, die eigentlich das einzige bekannte Gesicht ist, kann in ihrer Nebenrolle, denn mehr ist es beim besten Willen nicht, eine glaubhafte Leistung abliefern. Hinzu kommen die ausgezeichneten Schauplätze des Geschehens und die Tatsache, das sich ein Großteil der Ereignisse in der Nacht abspielt, da sich so eine bedrohliche und teils sehr unheimliche Stimmung entfaltet, an der man viel Gefallen findet.

Letztendlich kann man also feststellen, das es sich bei "The Devil's Ground" um einen äusserst sehenswerten Genre-Beitrag handelt, der zwar nicht unbedingt ein absolutes Highlight darstellt, aber ganzzeitig gut und spannend unterhält. Lediglich die zum Ende hin eingebaute Auflösund des Ganzen könnte einigen Leuten ein Dorn im Auge sein, da sie doch einigermaßen konstruiert erscheint. Dennoch präsentiert sich ein eher positives Gesamtbild dieses Werkes, das in erster Linie von seiner gelungenen Atmosphäre und einem straff gezogenen Spannungsbogen profitiert und für ein insgesamt gesehen sehr interessantes Horror-Erlebnis sorgt und ganz sicher seine Fan-Gemeinde finden wird.


Fazit:


"The Devil's Ground" ist ein durchaus gelungener Genre-Beitrag, der spannende und atmosphärische Horror-Unterhaltung bietet und zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt. Vermisst man ansonsten bei vielen Filmen dieser Art immer etwas Innovation, so beinhaltet der Versuch, diese hier am Ende einzubauen, einen etwas schalen Beigeschmack und sorgt bei manchem Zuschauer eher für etwas Verwirrung. Im Gesamtbild hat man es aber dennoch mit einem guten Film zu tun, den man sich jederzeit gut anschauen kann.


6/10
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