Tell Me How I Die

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 54

Tell Me How I Die

Beitragvon horror1966 » 8. Jul 2017 15:19

Bild




Tell Me How I Die
(Tell Me How I Die)
mit Nathan Kress, Virginia Gardner, Kirby Bliss Blanton, Ryan Higa, Mark Furze, Ethan Peck, William Mapother, Mark Rolston, Marnie Alexenburg, Daisun Cohn-Williams, Reiley McClendon
Regie: D.J. Viola
Drehbuch: James Hibberd / Rob Warren Thomas / D.J. Viola
Kamera: David McGrory
Musik: José Villalobos
FSK 16
USA / 2016

Einige Studenten nehmen an einem Medikamenten-Test teil. In einer Forschungsstation soll ein Mittel getestet werden, das angeblich die Alzheimer-Krankheit heilen soll. Auch die attraktive Anna wagt sich mit mulmigen Magen in die Höhle des Löwen, weil sie mit permanentem Geldmangel zu kämpfen hat. Doch ihr Bauchgefühl ist berechtigt, denn das gespritzte Medikament verfügt über mysteriöse Nebenwirkungen. So werden die Probanden von seltsamen Visionen gequält in denen die Testpatienten sehen, wie sie auf unbequeme Art das Zeitliche segnen. Leider ist die Freude über die neu erworbene Fähigkeit nicht sonderlich groß. Die Todesvisionen verunsichern und sorgen für Angst. Die sollten die Teilnehmer auch haben, denn bald schon beginnt das Sterben. Einer nach dem anderen lässt auf genau jene Weise sein Leben, wie man es vorausgesehen hat. Doch die Bedrohung ist greifbar. Ein Killer hat sich Zugang zur Forschungseinrichtung verschafft und richtet ein Blutbad an. Da stellt sich die Frage, wer von den verängstigten Studenten diesen kompromisslosen Amoklauf überstehen wird?


Nach einer TV-Serie (Elvira's Movie Macabre) und einem Kurzfilm (South) erscheint nun mit "Tell Me How I Die" der erste Spielfilm von DJ Viola. Dabei handelt es sich um eine recht kurzweilige Mixtur aus Psychothriller und Horrorfilm, die den Zuschauer durchgehend bei Laune halten kann. Schon wenn man die Inhaltsangabe des Filmes gelesen hat fallen einem ganz unwillkürlich Vergleiche zum "Final Destination" Franchise auf, bei dem man ganz offensichtlich eine ganze Menge abgekupfert hat. Auch hier dreht sich letztendlich alles um Visionen und Todesahnungen, nur das diese in vorliegendem Fall durch ein Medikament namens A 9913 ausgelöst werden, das mehreren Probanden im Zuge einer klinischen Studie verabreicht wird. Nun gestaltet sich die Chose nicht zwingend innovativ, aber immerhin entwickelt sich ein sehr ordentlicher Genre-Mix, der schon nach einer relativ kurzen Zeitspanne mit einem ordentlichen Spannungsbogen aufwarten kann. Gleichzeitig entfaltet sich auch eine ordentliche Grundstimmung, die mit zunehmender Laufzeit immer bedrohlicher Züge erkennen lässt.

Durch den räumlich begrenzten Schauplatz der abgelegenen Forschungseinrichtung geben sich phasenweise auch ziemlich klaustrophobisch anmutende Züge zu erkennen, denn obwohl es sich um ein riesiges Gebäude handelt scheinen die Testpersonen der Studie wie in einer Mausefalle gefangen zu sein. Erschwert wird dieser Umstand durch die Tatsache, das ganz offensichtlich ein wahnsinniger Killer innerhalb des Gebäudes sein Unwesen treibt und nach und nach alle Testpersonen ins Jenseits befördert. Die Hintergründe für die Morde werden zunächst lediglich angedeutet und die Identität des Killers wird lange im Dunkeln gehalten. Letztere ist aber gar nicht einmal so wichtig und interessant, dient sie doch lediglich dafür, um im letzten Drittel des Filmes die Gesamtzusammenhänge der Studie einigermaßen logisch ins Bild zu setzen.

Als Schwachpunkt dieses Beitrages sind bestimmt die einzelnen Charaktere auszumachen, denn die Skizzierung der jeweiligen Figuren fällt doch äußerst oberflächlich auf. Bis auf wenige Ausnahmen können die Protagonisten auch kaum Sympathiewerte beim Betrachter sammeln, da sie größtenteils ziemlich blass und mit sämtlichen Klischees beladen dargestellt werden. Ein weiterer Kritikpunkt könnte für manch einen die an manchen Stellen nicht vorhandene Logik sein, denn obwohl DJ Viola ganz augenscheinlich um die Glaubwürdigkeit seiner Erzählung bemüht war, wird dieses Bemühen durch mehrere Handlungen der Darsteller außer Kraft gesetzt. Dennoch ergibt sich in der Summe ein recht ansehnlicher Film, der allerdings keinesfalls in die großen Fußstapfen eines "Final Destination" treten kann.

"Tell Me How I Die" ist sicherlich nicht frei von Fehlern, entpuppt sich jedoch als unterhaltsamer Genre-Mix, der zudem auch noch mit einem ordentlichen Tempo ausgestattet wurde. Die bisher eher schlechten Kritiken kann ich persönlich nicht so ganz nachvollziehen, denn auch wenn es sich hier nicht um ein filmisches Meisterwerk handelt, lohnt sich eine Sichtung des Werkes allemal. Das etwas enttäuschende Finale lässt dann sogar noch die Möglichkeit für eine eventuelle Fortsetzung, was gerade in der heutigen Zeit bestimmt nicht im Bereich des Unmöglichen ist.


Fazit:


"Tell Me How I Die" beinhaltet vor allem viele gute Ansätze, von denen die meisten allerdings nicht allzu konsequent verarbeitet wurden. Aus dem vorhandenen Potential hätte man durchaus mehr heraus holen können, aber auch in der vorliegenden Form bietet die Produktion ziemlich interessante und unterhaltsame Filmkost. Und so würde ich den Film schlussendlich am oberen Rand des Durchschnittsbereichs ansiedeln, denn einen höheren Stellenwert lassen die angesprochenen Mankos leider nicht zu.


6/10
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

Bild Big Brother is watching you
Benutzeravatar
horror1966
El Presidente
 
Beiträge: 5749
Registriert: 09.2013
Geschlecht:

Re: Tell Me How I Die

Beitragvon horror1966 » 9. Jul 2017 14:13

Kritik ist drin
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

Bild Big Brother is watching you
Benutzeravatar
horror1966
El Presidente
 
Beiträge: 5749
Registriert: 09.2013
Geschlecht:


Zurück zu "Der amerikanische Horrorfilm"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron