Scar (2005)

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Scar (2005)

Beitragvon horror1966 » 27. Sep 2013 11:35

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Scar
(Scar)
mit Randy Wayne, Ashley C. Nelson, Dee Wallace, Joe Estevez, Luka Apt, Paul Darrigo, Klara Jolesz, Thomas E. Labisch Jr., Christopher Le Crenn, Claire Mills, Brad Pennington, Rochelle Vallese, Tom Wade
Regie: Rahil Bhorania
Drehbuch: Stephen Goetsch / Rahil Bhorania
Kamera: Thomas E. Labisch Jr.
Musik: Julien Painot
FSK 16
USA / 2005

Beim Wandern im Wald verschwindet plötzlich der Student Zack, sein Freund Tom findet nur noch eine Blutspur, die sich im Wald verliert. Als Tom und Jenny das Rätsel lösen wollen werden auch sie zu Gejagten des unheimlichen Axtmörders. Immer wieder schlägt er zu und immer brutaler werden die Morde. Im nahe gelegenen Dorf scheinen alle Bewohner das Geheimnis zu kennen. Als Tom und Jenny endlich wissen mit wem sie es zu tun haben, scheint eine Rettung aussichtslos.


Aufgrund des Cover-Textes der deutschen DVD wird hier beim Zuschauer die Hoffnung geschürt, einen Horrorfilm in der Art wie Wes Craven's "Scream" erwarten zu können, jedoch zerschlägt sich diese Hoffnung doch schon recht schnellt. Denn die vorliegende Geschichte ist im Endeffekt nicht mehr als ein äusserst lahmer Versuch, Elemente des Slashers mit denen des Übersinnlichen zu verbinden, was insgesamt gesehen einen eher drögen und größtenteils eher langatmigen Horror-Flick ergibt, der anscheinend innovativ sein will, dieses Unterfangen aber in keiner Phase wirklich ist. Vielleicht ist auch das der Grund, das Regisseur Rahil Bhorania bis zum heutigen tag auf seinem Regie-Debut hängengeblieben ist und kein weiterer Film unter seiner Regie entstanden ist. Ehrlich gesagt ist das aber auch nicht weiter verwunderlich, denn ziemlich offensichtlich fehlt es dem guten Mann etwas an Talent, anders ist diese konfuse und nicht gerade sehr spannende Inszenierung nicht zu erklären.

Sehr schnell weiss man als Zuschauer auch, in welche Richtung das Szenario abzielt, handelt es sich bei den mordenden Frauen doch um Rachegeister, deren Seelen ganz einfach keine Ruhe finden. An sich ist das zwar nicht gerade innovatv, aber längst noch kein Grund, das man einen schlechten Film erwarten müsste. Es ist jedoch die Umsetzung der Thematik, die man ganz einfach als unterdurchschnittlich bezeichnen muss, denn Bhorania ist es nicht gelungen, dem Geschehen einen ordentlichen Spannungsbogen zu verleihen. Zwar kommt immer mal wieder ein wenig Spannung auf, doch über teilweise vorhandene Ansätze kommt man nicht hinaus, da die Spannungs-Einbrüche doch viel zu zahlreich sind, so das man fast seine Uhr danach stellen kann. Wenn nun zumindest in atmosphärischer Hinsicht etwas geboten würde, dann hätte man dafür eine Art Ausgleich, doch gerade in dieser Beziehung kocht der Film auf totaler Sparflamme und geizt mit bedrohlichen Momenten, so das man größtenteils überhaupt nicht in die richtige Horrorstimmung kommt.

Nun kann man sich ganz bestimmt sehr gut vorstellen, das auch die versammelten Darsteller das Ruder nicht unbedingt rumreissen können und leider bewahrheitet sich diese Vermutung auch recht schnell. Einzig und allein das Wiedersehen mit Dee Wallace "Das Tier") empfindet man als äusserst angenehm, auch wenn ihr Schauspiel sich dem unterdurchschnittlichen Gesamteindruck anpasst, den man von dieser Geschichte gewinnt. Auch alle anderen Akteure fallen vielmehr durch ziemlich lustlose und hölzerne Darbietungen auf und wirken sehr blass und jeder Zeit austauschbar. Man sieht also, das es eigentlich gar keine Dinge zu vermelden gibt, die das Gesamtbild in irgendeiner Art aufwerten würden und das ist im Prinzip sehr schade, denn trotz einer nicht unbedingt neuen Story hätte man hier bestimmt etwas mehr herausholen können, als Bhorania es getan hat. Eventuell kann man aber auch bei einem geschätzten Budget von gerade einmal 40.000 $ nicht mehr erwarten, andererseits gibt es aber genügend Filme, die noch weniger Geld zur Verfügung hatten und dem Zuschauer dennoch erstklassige Unterhaltung geboten haben.

Ich glaube wirklich, das man den schwarzen Peter in vorliegendem Fall dem schwachen Drehbuch und der noch schwächeren Umsetzung des Regisseurs zuschieben muss, es fehlt ganz einfach an allen Ecken und Enden. Die Geschichte verfügt nur über sehr wenig Spannung, auch ist die Erzählweise nicht gerade sehr temporeich gestaltet und auch die vorhandene Grundstimmung ist extrem bescheiden. Dröge Schauspieler passen sich dann auch dem schlechten Gesamteindruck an und runden das Ganze so gesehen perfekt ab, nur das dies leider negativ zu sehen ist.


Fazit:


Selbst der Gesichtspunkt, das es sich bei vorliegendem Film um ein Regie-Debut darf nicht als Entschuldigung für eine extrem lahme Inszenierung herhalten. Auch wenn man solchen Werken vielleicht mit einem gewissen Bonus gegenübertritt, kann man die Enttäuschung über diesen langatmigen und zumeist unspannenden Genre-Beitrag nicht verbergen, handelt es sich um keinen Film, den man unbedingt gesehen haben sollte.


3/10
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