Saw (2004)

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Saw (2004)

Beitragvon horror1966 » 24. Sep 2013 16:08

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Saw
(Saw)
mit Cary Elwes, Leigh Whannell, Danny Glover, Monica Potter, Michael Emerson, Tobin Bell, Ken Leung, Makenzie Vega, Shawnee Smith, Dina Meyer, Benito Martinez, Mike Butters
Regie: James Wan
Drehbuch: Leigh Whannell / James Wan
Kamera: David A. Armstrong
Musik: Charlie Clouser
Keine Jugendfreigabe
USA / 2004

Ohne die leiseste Ahnung, wie sie in diesen Albtraum geraten sind, erwachen zwei Männer angekettet an gegenüberliegenden Wänden in einem Kellerverlies. Hinterlassen hat ihr Entführer lediglich eine ausgeblutete Leiche und ein Tonband, auf dem er den Gefangenen einen Ausweg anbietet. Wenn sie beweisen, dass sie bereit sind, wirklich alles für ihr Überleben zu tun, haben sie die Chance, aus ihrem Verlies zu entkommen. Doch die Spielregeln des Sadisten sind gnadenlos Wer die Freiheit will, muss sich selbst verstümmeln oder zum Mörder werden...


"Saw" ist wohl eines der besten Beispiele dafür, das man mit einer aus heutiger Sicht absoluten Low Budget Produktion einen der wohl besten Horror-Thriller aller Zeiten kreieren kann. Stand für dieses Meisterwerk doch gerade einmal ein Budget von geschätzten 1.200.000 $ zur Verfügung, die man aber absolut perfekt eingesetzt hat. Zur damaligen Zeit konnte wohl kaum jemand ahnen, welche Folgen dieser Film auslösen wurde, ist man doch mittlerweile schon bei 6 Teilen angelangt und der siebte Teil der Reihe steht schon in den Startlöchern. Bei vorliegendem Film handelt es sich um den eindeutig besten Teil der Reihe, wird der Zuschauer doch mit einer äusserst innovativen Geschichte konfrontiert, die zudem noch mit einer absolut genialen Wendung am Ende garniert ist, die allerdings lediglich beim ersten Anschauen ihre volle Wirkung erzielen kann und den Betrachter mit einem echten Aha-Effekt zurücklässt. Doch auch wenn der Film nach mehrliger Sichtung sicherlich nicht mehr den Überraschungs-Effekt beinhaltet, wird er niemals langweilig, da es ganz einfach immer wieder Spaß macht, sich die Anfänge des berühmten Jigsaw-Killers anzuschauen.

Die große Stärke des Filmes sind nicht unbedingt die härteren Passagen von denen es zwar einige gibt, diese aber nie den üblichen Rahmen sprengen, was sich in einigen der folgenden Teile doch merklich ändern soll. Hier ist es die einzigartige und extrem dichte Atmosphäre, die einem immer wieder kalte Schauer über den Rücken jagt, egal wie oft man dieses Werk schon gesehen hat. Zudem kommt der straff gezogene Spannungsbogen, der während der Geschichte immer mehr ansteigt und so phasenweise für absolute Hochspannung sorgen kann. Es kommt in der heutigen Zeit immer seltener vor, das ein Film eine so unglaubliche Faszination auf den Zuschauer ausüben kann, wie es in vorliegender Story der Fall ist. Hier stimmt ganz einfach alles, so das sich im Endeffekt ein Gesamtpaket präsentiert, das man in dieser Form zur damaligen Zeit so noch nicht gesehen hatte.

Trotz des niedrigen Budgets konnte man eine wirklich ansehnliche Darsteller-Riege verpflichten, die dem spannenden Geschehen durch ihre darstellerischen Leistungen ein unglaublich hohes Maß an Authenzität und Glaubwürdigkeit verleihen. Dadurch entsteht bei einem selbst jederzeit das Gefühl, als wenn man sich selbst in der scheinbar aussichtslosen Situation der Protagonisten befindet, die hier mit einer Situation konfrontiert werden, die insbesondere in psychischer Hinsicht die Gefangenen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit führt und diese teilweise sogar überschreitet. Man leidet richtiggehend mit und kann auch die auftretenden Schmerzen fast körperlich mitfühlen. Während der ersten Sichtung von "Saw" überkommt einen eigentlich recht selten das Gefühl, das man sich in einem Film befindet, vielmehr wird man mit der Zeit eine Art involvierter Spielball der Ereignisse, in die man förmlich mit hineingezogen wird. Kaum verwunderlich also, das man fast die gesamte Laufzeit über mit schweissnassen Händen vor dem Bildschirm sitzt und die furchtbaren Folterungen so irgendwie auch miterlebt.

Sicherlich wird es auch Leute geben, die mit "Saw" nicht viel anfangen können, jedoch ist dieses Werk wohl ganz eindeutig einer der besten Horror-Thriller, die je gedreht wurden. Die einzelnen Puzzle-Teilchen gehen wie eine perfekte Maschinerie ineinander über und bieten dem Zuschauer so ein einzigartiges Filmerlebnis, das an Intensität und Spannung nur sehr schwer zu überbieten ist. Hinzu kommt die wirklich sagenhafte Grundstimmung, die jederzeit düster und bedrohlich erscheint und dem Geschehen ganz unweigerlich ihren Stempel aufdrückt. Auch wenn es viele Leute gibt die der Meinung sind, das hier nach einmaligem Anschauen die Luft raus ist, ist das eigentlich überhaupt nicht der Fall, denn ist es doch lediglich der Überraschungseffekt am Ende, der nicht mehr zur Geltung kommt. Ansonsten sind sämtliche anderen Komponenten immer wieder vorhanden, ganz egal, wie oft man sich diesen herausragenden Film auch anschauen mag. Für mich persönlich zählt dieses Werk schon jetzt zu den echten Klassikern die man sich immer wieder ansehen kann, ohne ihrer überdrüssig zu werden.


Fazit:


"Saw" ist mittlerweile schon längst zum Kultfilm geworden und auch die Freude der Fans über jeden neuen Teil ist nahezu ungebrochen. Doch hanz egal, wie viele Teile noch folgen werden ist der vorliegende Erstling der absolute Höhepunkt der Reihe. Ein Film, an dem es meiner Meinung nach auch nicht das Geringste auszusetzen gibt und der schon jetzt nicht mehr aus dem Genre wegzudenken ist. Wer spannungsgeladene Horror-Thriller liebt, der kommt keinesfalls an diesem Meisterwerk vorbei.


10/10
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Re: Saw (2004)

Beitragvon DonT » 24. Sep 2013 16:19

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Re: Saw (2004)

Beitragvon DriesVanHegen » 24. Sep 2013 17:42

Tja, der Beginn eines gewalt(tät)igen Franchise und die Geburt eines charismatischen Killers.
Der erste Teil ist im Vergleich zu den Nachfolgern deutlich kleiner geraten, aber dennoch nicht weniger perfide.
Die Schauspieler wissen alle zu überzeugen, der Film hat eine wunderbar dreckige und ausweglose Atmosphäre und ein albtraumhaftes Finale, das wohl den besten Twist der jüngeren Filmgeschichte vorweisen kann. Dazu der geniale Score.

Wie DonT schon schrieb: mehr Psycho als Torture-Porn und deutlich anders als die späteren Teile.
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