Santa's Slay

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Santa's Slay

Beitragvon horror1966 » 25. Sep 2013 18:37

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Santa's Slay - Blutige Weihnachten
(Santa's Slay)
mit Bill Goldberg, Douglas Smith, Emilie de Ravin, Robert Culp, Dave Thomas, Saul Rubinek, Rebecca Gayheart, Chris Kattan, Fran Drescher, Alicia Loren, Annie Sorell, Donna Zuk, Scott Francis Gibson, Kevin Gillese, Don Bland
Regie: David Steiman
Drehbuch: David Steiman
Kamera: Matthew F. Leonetti
Musik: Henning Lohner
FSK 16
Kanada / USA / 2005

Die Geschichte vom mildtätigen Bischof und dem geteilten Mantel vergessen wir jetzt mal. In Wirklichkeit ist Santa Claus des Satans Sohnemann, nach einer verlorenen Curling-Party gegen einen Engel verurteilt, tausend lange Jahre ätzend Gutes zu tun. Nun endlich ist die Zeit vorüber, und Santa freut sich schon sehr darauf, in diesem Jahr etwas anderes als Geschenke zu verteilen. Ein aufgeweckter Knabe und sein weithin als verrückt verrufener Großvater sind die Einzigen, die ihn jetzt vielleicht noch stoppen können.


So witzig und kurzweilig sich die Inhaltsangabe anhört, gestaltet sich dann letztendlich auch das streckenweise turbulente Treiben in dieser etwas anderen Weihnachtsgeschichte, die zudem für eine 16er Freigabe auch noch erstaunlich hart und teilweise sehr blutig gestaltet wurde. Hier handelt es sich wirklich um eine Weihnachts-Horror-Komödie, die diese Bezeichnung auch verdient und dabei ganzzeitig äusserst kurzweilige Unterhaltung anbietet. Schon die erste Passage des Filmes konfrontiert den Zuschauer mit einer aussergewöhnlich skurrilen Familienfeier, die durch den Besuch des keineswegs netten Weihnachtsmannes jäh unterbrochen wird und zudem in einem sehr blutigen Szenario endet, so das man von der ersten Minute an ganz genau weiss, in welche Richtung die hier erzählte Geschichte tendieren wird. Erstaunlicherweise hält "Santa's Slay" auch die ganze Laufzeit über den eingeschlagenen Weg ein und bietet dabei ein wahres Feuerwerk an streckenweise aberwitziger Situationskomik und extrem bissigen Wortwitz, zudem gesellt sich ein äusserst ansehnlicher Härtegrad dazu, der zwar zu keiner Zeit übertrieben erscheint, aber dennoch so einige richtig derbe Passagen beinhaltet, die man aufgrund der vergebenen Altersfreigabe nicht zwangsläufig erwarten konnte.

Komischerweis trifft dieses Phänomen ja ziemlich oft in Horror-Komödien auf, das man anscheinend bei der FSK im Bezug auf visuelle Härte gern einmal ein Auge zudrückt, wenn diese mit genügend Humor gepaart ist, was in vorliegendem Film ganz eindeutig der Fall ist. Zudem will man sich als Genre-Fan auch ganz bestimmt nicht über zu viele dieser Szenen beschweren, schon gar nicht, wenn alles so wunderbar zusammenpasst, wie es hier der Fall ist. Ausserdem wird man ja auch schon rein inhaltlich mit einer Story-Line konfrontiert, die endlich einmal die wahren Hintergründe über das allseits beliebte Weihnachtsfest enthüllt, die einem bisher anscheinend wohlweislich vorenthalten wurden. Und so kann man dann auch diese nicht ernstzunehmende Version so richtig schön genießen und sich an dem herrlichen Humor erfreuen, der sich selbst in den zumeist sehr skurrilen Tötungsarten des Weihnachtsmannes niederschlägt, die größtenteils recht brutal und blutig, gleichzeitig aber auch extrem witzig in Szene gesetzt wurden, wodurch eine absolut gelungene Mixtur entsteht, in der sich die Anteile aus Horror-und Komödien Elementen so ziemlich die Waage halten. Das Geschehen erscheint dadurch sehr ausgeglichen und bietet so ein Sehvergnügen, das jederzeit zum lachen animiert, aber gleichzeitig auch die Freunde der etwas härteren Gangart durchaus zufriedenstellen dürfte.

Selbst im darstellerischen Bereich gibt es keinerlei Grund zur Beanstandung, auch wenn man sicherlich kein sagenhaftes Schauspiel erwarten sollte, jedoch liefern sämtliche Schauspieler überdurchschnittlich gute Leistungen ab und Bill Goldberg in der Rolle des fiesen Weihnachtsmannes ist ganz bestimmt als einer der Höhepunkte dieses Filmes anzusehen. Man merkt im die Freude am Spiel in jeder Phase an, denn er scheint die Interpretation des gemeinen Santa's so richtig zu genießen. Dabei ist es in erster Linie die fast schon diabolische Freude über jeden weiteren Toten, die ihn regelrecht in Verzückung geraten lässt. Die 1000 Jahre, in denen er Gutes tun musste, scheinen wie eine zentnerschwere Last auf ihm gelegen zu haben und man merkt in jeder einzelnen Einstellung, welch diebische Freude es ihm bereitet, das Weihnachtsfest nun endlich so inszenieren zu können, wie er es sich eigentlich immer vorgestellt hat. Fantasievolle und groteske Tötungsarten und jede Menge bissige Sprüche dürfen dabei selbstverständlich nicht fehlen und heben den von Haus aus schon äusserst hohen Unterhaltungsfaktor noch einmal zusätzlich an.

Warum "Santa's Slay" in der Regel eher durchschittliche oder gar negative Kritiken erhält, kann ich persönlich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen, bekommt der Betrachter hier doch eine wirklich in allen Belangen überzeugende Horror-Komödie serviert, die dieser Bezeichnung auch alle Ehre macht. Eine herrlich durchgeknallte Geschichte, gut agierende Darsteller, jede Menge gelungener-und bissiger Humor und ein ordentlicher Schuß Härte sorgen für ein Filmerlebnis, das man sich nicht nur in der Weihnachtszeit immer wieder gern anschaut.


Fazit:


Regisseur David Steiman hat mit "Santa's Slay" einen herrlich witzigen Film geschaffen, in dem einfach alles äusserst gut zusammenpasst. Mit Bill Goldberg wurde die Hauptrolle absolut perfekt besetzt, wirkt seine Interpretation des bösen Santa's doch absolut authentisch und ist meiner Meinung nach als absolutes Highlight eines nicht gerade höhepunktarmen Filmes anzusehen, der für Liebhaber des Weihnachtsfestes wie auch für seine Gegner absolut perfekt geeignet ist, da gut 80 Minuten extrem kurzweilige Unterhaltung garantiert sind, die wie im Fluge vergehen.


8/10
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