Pterodactyl - Urschrei der Gewalt (2005)

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Pterodactyl - Urschrei der Gewalt (2005)

Beitragvon horror1966 » 3. Okt 2013 18:15

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Pterodactyl - Urschrei der Gewalt
(Pterodactyl)
mit Cameron Daddo, Coolio, Amy Sloan, George Calil, Ivo Cutzarida, Steve Braun, Mircea Monroe, Jessica Ferrarone, Danna Lee, Howie Lotker, Duke Faeger, Todd Kramer, David Nykl, Petr Jakl
Regie: Mark L. Lester
Drehbuch: Mark Sevi
Kamera: George Mooradian
Musik: John Dickson
ungeprüft
USA / 2005

Tiefer, dichter Wald in Ost Anatolien, Türkei: friedliche, idyllische Ruhe. Jedoch der schlafende Vulkan Mount Ararat hütet in seinem Inneren ein tödliches Geheimnis - etwas was seit Millionen Jahren auf sein Erwachen wartet. Zwei von sehr unterschiedlichen Motiven angetriebene Expeditionen sind auf dem Weg. In die Tiefe des Waldes. Eine Expedition von Wissenschaftlern, geführt von Prof. Lovecraft. Auf der Suche nach einer vor kurzem entstandenen Erdspalte, die Aufschlüsse über die Vorzeit erlauben könnte. Außerdem eine militärische Spezialeinheit, geleitet von Captain Bergen, auf der Jagd nach einem Terroristen und seinen Mitgliedern, deren Basis in der Nähe des Vulkans vermutet wird. Bereits nach kurzer Zeit werden beide Expeditionen zwangsweise zu einer Schicksals Gemeinschaft, wenn sie diesen Ort lebend verlassen wollen, denn sie bedroht eine tödliche Gefahr, Pterodactyls, die seit der Urzeit ausgestorben schienen. Mit 5 Metern Spannweite, außergewöhnlichen Fertigkeiten und einem unbändigen Appetit. Gibt es eine Chance der Urzeit zu entkommen?


Oh Mann, was hat denn den guten Mark L. Lester (Die Klasse von 1984) nur geritten, einen solch dümmlichen Film zu kreieren? Hegt man aufgrund der Inhaltsangabe noch einigermaßen berechtigte Hoffnung es zumindest mit einem kurzweiligen Trash-Spektakel zu tun zu bekommen, so kehrt doch ziemlich schnell Ernüchterung ein. Die Mischung aus Militär-Action und Creature Movie ist derart misslungen, das sich dem Zuschauer eigentlich nur die Haare sträuben, denn in vorliegendem Fall passt eigentlich so gar nichts zusammen. Das beginnt schon mit der vollkommen hanebüchenen Story an sich, die dann aber zudem auch noch absolut schlecht in Szene gesetzt wurde und außerdem noch nicht einmal einen gewissen Unterhaltungs-Faktor bietet, an dem man sich erfreuen könnte. Als wenn das noch nicht schlimm genug wäre, muss man sich auch noch mit äußerst dürftigen Schauspiel-Leistungen auseinandersetzen und die hohlen Charaktere bieten noch nicht einmal den Ansatz von Substanz.

Stattdessen bekommt man farblose-und jederzeit austauschbare Figuren geboten, die phasenweise so unglaubwürdig und schlecht agieren, das es einem die Sprache verschlägt. Angereichert mit größtenteils vollkommen sinnlosen Dialogen offenbart sich so eine Geschichte, die ein wahres Sammelsurium an Peinlichkeiten an den Tag legt, das auf keine Kuhhaut geht. Phasenweise ist es schon richtiggehend peinlich, was dem Betrachter hier geboten wird, baut das Geschehen doch durchgehend überhaupt keine Spannung auf und bietet stattdessen lediglich unlogische Verhaltensweisen der Protagonisten, die sich im Austausch von Peinlichkeiten gegenseitig übertreffen. Negatives Highlight ist hierbei Rapper Coolio, der als Anführer der militärischen Einheit ebenso glaubwürdig erscheint wie Dieter Hallervorden in der Rolle des "Rambo". Seine Schauspiel-Kollegen stehen ihm aber kaum in etwas nach und treten in ein Fettnäpfchen nach dem anderen. Selbst wenn man mit minimalen Erwartungen an das Schauspiel der Akteure herangeht, werden diese sogar noch unterboten und man stellt sich ganz automatisch die Frage, wo die Personen ihr Handwerk erlernt haben.

Erhofft man sich nun zumindest einige gute Effekte, so bekommt man in dieser Beziehung den härtesten Nackenschlag verpasst, denn die Darstellung der geflügelten Urzeit-Monster ist extrem dilettantisch und künstlich , so das der Film auch bei diesem Aspekt keinerlei Pluspunkte verbuchen kann. Das Schlimme an der Sache ist, das man diesen Eindruck im Prinzip auf jede einzelne Zutat dieses komischen Genre-Mixes beziehen kann, dessen Höhepunkt ganz sicher der Abspann des Filmes ist. Ansonsten aber beinhaltet die obskure Geschichte keinerlei Nährwert und ist definitiv in die Kategorie "Filme, die kein Schwein braucht" einzuordnen. Keinerlei Spannung, null Atmosphäre, übel animierte Flug-Saurier und extrem schlechte Darsteller sind nicht unbedingt die Zutaten, die ein gut unterhaltender Film beinhalten sollte, so das "Pterodactyl - Urschrei der Gewalt" noch nicht einmal im Durchschnitts-Bereich anzusiedeln ist.

Selbst für Trash-Liebhaber kann man keine wirkliche Empfehlung aussprechen, denn das Geschehen präsentiert sich keinesfalls unfreiwillig komisch, sondern ist einfach nur schlecht. Und was tut man, wenn man einen solchen Müll dennoch gewinnbringend an den Mann bringen will? Richtig, man veröffentlicht den Schun in limitierten Hartboxen und verkauft diese zu einem vollkommen überteuerten Preis. So verhält es sich auch hier, denn anders hätte sich das üble Werk wohl schwerlich verkaufen lassen. So aber scheint die Vermarktung zu funktionieren, gibt es doch etliche Sammler, die sich von dieser Strategie einmal mehr in die irre führen lassen und ihr Geld zum Fenster rauswerfen.


Fazit:


Weder witzig, noch spannend-und interessant bekommt man hier eine Geschichte präsentiert, die weder Substanz noch Unterhaltungswert beinhaltet. Gähnende Langeweile und übles Schauspiel stehen stattdessen im Mittelpunkt, so das man dieses üble Machwerk ganz sicher kein zweites Mal gesehen haben muss.


2/10
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Re: Pterodactyl - Urschrei der Gewalt (2005)

Beitragvon DonT » 25. Jan 2014 21:34

Ich fand ihn kurzweilig und das CGI über weite Strecken doch annehmbar, zumindest solange die Viecher geflogen sind. Bei 'ruhigen' Nahaufnahmen sah das tlw. echt beknackt aus. Der letzte Schocker war dann gar CGI at its worst. Das hätte ich mit MS Paint besser hinbekommen :mrgreen:
Gab ein paar nette Gore-Ideen. Hätte handmade natürlich besser ausgesehen. Am meisten wird mir wohl der Spruch von dem Nerd hängen bleiben. Der sagte zu der Zicke, die gerade in Unterwäsche vor einem der Viecher floh, nur: "Das sind wunderschöne... Flugeidechsen.". Und hey, Coolio spielt mit. Das ist doch ein Grund!

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