Priest (2011)

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Priest (2011)

Beitragvon horror1966 » 25. Sep 2013 17:52

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Priest
(Priest)
mit Paul Bettany, Karl Urban, Cam Gigandet, Maggie Q., Lily Collins, Brad Dourif, Stephen Moyer, Christopher Plummer, Alan Dale, Mädchen Amick, Jacob Hopkins, Dave Florek, Joel Polinsky, Josh Wingate, Jon Braver
Regie: Scott Charles Stewart
Drehbuch: Cory Goodman / Min-Woo Hyung
Kamera: Don Burgess
Musik: Christopher Young
FSK 16
USA / 2011

In einer postapokalyptischen Welt kämpft die Menschheit seit Jahrhunderten gegen Vampire. Priest bricht mit seinen kirchlichen Herren, um seine von Vampiren entführte Nichte Lucy zu retten. Auf seinem fast aussichtslosen Unterfangen - er hat nur wenige Tage Zeit bevor Lucy selbst zum Vampir wird - begleiten ihn der junge Freund Lucys, Hicks, ein Halbvampir und eine Priester-Kollegin und Kämpferin mit übernatürlichen Fähigkeiten.


In den letzten Jahren ist es mittlerweile Gang und Gebe geworden, das Vampire längst nicht mehr als die klassischen-und aristokratischen Blutsauger dargestellt werden, wie es vor allem in etlichen alten Klassikern des Genres der Fall war. Und so werden auch hier glitschige-und schleimige Monster präsentiert, die mit riesigen Fangzähnen ausgestattet sind und mit dem Vampir im herkömmlichen Sinne nur noch sehr wenig zu tun haben. Ob man diese Art neuer Blutsauger mag oder nicht, liegt immer im Auge des Betrachters, doch in vorliegender Geschichte passen diese Wesen perfekt in das dargestellte Szenario. Nun ist "priest" eine weitere Comic-Verfilmung, beruht das Szenario doch auf asiatischen Manga-Comics, was dem Zuschauer auch gleich zu Beginn der Story durch einige Comic-Passagen verdeutlicht wird. Die Verfilmung an sich hinterlässt einen eher zwiespältigen Eindruck, weiss man doch eigentlich nicht so richtig, wie man das Werk von Scott Charles Stewart bewerten soll, das zwar etliche positive, aber durchaus auch negative Aspekte beinhaltet.

Rein technisch gesehen gibt es eigentlich überhaupt nichts auszusetzen, entfaltet sich doch äusserst schnell ein äusserst temporeiches-und auch actiongeladenes Geschehen, das eine sehr gelungene Mixtur aus Western, SCI/FI-und Horrorfilm bietet und insbesondere durch seine düstere Optik zu überzeugen weiss. Hinzu kommt eine herrlich apokalyptische Grundstimmung, die sich wie ein roter Faden durch die komplette Geschichte zieht. Auch im Bezug auf die vorhandenen Effekte kann man nicht klagen, hier wartet der Film mit mehreren wirklich gelungenen Passagen auf, die jede Menge Kurzweil und erstklassige Unterhaltung versprechen. Das war es dann allerdings auch mit den positiven Aspekten und wir kommen zu den negativen Seiten eines Werkes, das wirklich nur als nette Unterhaltung für zwischendurch angesehen werden kann. Die inhaltliche Substanz von "Priest" geht nämlich gegen null, hat man doch den Ablauf der Story schon unzählige Male in dieser oder ähnlicher Form in anderen Genre-Vertretern gesehen, so das man keinerlei Neuerungen oder innovative Ideen erwarten sollte.

Das ist auch der Hauptgrund dafür, das der Film trotz seines hohen Unterhaltungswertes auch durchaus etwas Langeweile aufkommen lassen kann. Man merkt doch ziemlich stark, das einen die Story an sich streckenweise richtig anödet und nie so richtige Begeisterung auslösen kann. Ich persönlich hatte jedenfalls ganzzeitig das Empfinden, das ich dieser sich ständig wiederholender Story-Plots überdrüssig bin und frische Ideen doch schmerzlich vermisse. Dennoch zähle ich "Priest" zu den Filmen, die man sich ohne Bedenken gut anschauen kann, denn allein schon die Kombination aus mehreren Genres macht eine Sichtung absolut sehenswert. Denn auch die Darsteller machen einen ordentlichen Job, wobei die jeweiligen Charaktere nicht besonders viel hergeben, als das man von gutem oder schlechten Schauspiel sprechen könnte. Keine der Figuren wird einem wirklich nähergebracht oder erfährt eine tiefere Beleuchtung, so das man eigentlich auch keinen echten Bezug zu einer der Personen herstellen könnte. Und so kann man im Endeffekt lediglich die Leistungen in den jeweiligen Action-Sequenzen beurteilen und diese werden allesamt mit Bravour gemeistert.

Letztendlich ist "Priest" eine durchaus gelungene Comic-Verfilmung, die vor allem in technischer Hinsicht keinerlei Grund zur Beanstandung liefert. Coole Action, ein temporeiches Szenario und eine grandiose Optik sorgen für ein absolut kurzweiliges Filmvergnügen. Wenn man allerdings etwas mehr erwartet, wird die Enttäuschung am Ende doch ziemlich groß ausfallen, da man die Handlungsabläufe fast komplett vorhersehen kann, die man schon sooft in dieser oder ähnlicher Form gesehen hat. Eine gute Geschichte sieht jedenfalls anders aus als die hier eher sehr ausgedünnte Rahmenhandlung, die keinen Hund hinter dem Ofen hervorlockt.


Fazit:


Wem handelsübliche Genrekost noch immer nicht aus den Ohren herauskommt, ist dieser Film sicherlich zu empfehlen. Kurzweilige Filmkost bekommt man auf jeden Fall geboten, wer jedoch etwas Neues zu Gesicht bekommen möchte, sollte sich "Priest" erst gar nicht anschauen, denn Innovation bekommt man in keiner einzelnen Phase der Geschichte geboten.


6/10
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