Phantom im Paradies

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 248

Phantom im Paradies

Beitragvon DonT » 15. Sep 2013 17:30

Bild

Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 1974
Regie: Brian De Palma
Darsteller: Paul Williams, William Finley, Jessica Harper, George Memmoli, Gerrit Graham, Archie Hahn, u.a.

----------

Story:

Ein Pakt mit dem Teufel hat Plattenmogul Swan die ewige Jugend beschert. Trotzdem gehen ihm die Ideen für gute Songs aus. Als er mit einem geklauten Opus des genialen Komponisten Winslow Leach die Charts erobert, bricht der Geschädigte in Swans Studio ein und gerät dort versehentlich in die Pressmaschine! Fürchterlich entstellt und getrieben von seiner Liebe zu dem Goldkehlchen Phoenix spukt Phantom Winslow fortan in Swans Rockpalast "Paradies" herum...

Quelle: OFDb

----------

Meine Meinung:

Brian de Palma gehört mit Sicherheit zu den Großen seiner Zunft. Mit dem "Phantom im Paradies" zeichnete er sich für ein Grusical der ganz besonderen Art verantwortlich. Alles wirkt wie ein schriller Mix aus "Rocky Horror Show", dem "Phantom der Oper" und Goethes "Faust". Dazu kommt ein wunderschöner, oscarnomminierter Soundtrack, der zum Besten gehört, was ich jemals in einem Musical sah. Die Story über den hintergangenen Komponisten ist mitreißend und spannend inszeniert. William Finley spielt seine Rolle als Phantom mit viel Herzblut und Paul Williams weiß als geheimnisvoller Gegenpart "Swan" ebenfalls zu überzeugen. Jessica Harper bringt auch eine sehr gute Darbietung - besonders wenn es um Gesangsszenen geht. Der Film ist eine einzige herrlich bunte, abgedrehte Mediensatire und heute mindestens noch genauso aktuell wie damals. Unter den vielen Phantom-der-Oper-Verfilmungen ist dies mit Sicherheit eine, die sich gewaltig von den anderen abhebt.

9/10

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
Dieser Beitrag wird Ihnen präsentiert von: Sinnlosium Akut.
Bei Schnupfen und Schusswunden: Sinnlosium Akut.
Benutzeravatar
DonT
 
Beiträge: 2418
Registriert: 09.2013
Wohnort: King of Harz
Geschlecht:

Re: Phantom im Paradies

Beitragvon DonT » 24. Okt 2013 17:53

Dieser Beitrag wird Ihnen präsentiert von: Sinnlosium Akut.
Bei Schnupfen und Schusswunden: Sinnlosium Akut.
Benutzeravatar
DonT
 
Beiträge: 2418
Registriert: 09.2013
Wohnort: King of Harz
Geschlecht:

Re: Phantom im Paradies

Beitragvon Blacky von Adder » 25. Okt 2013 10:43

Brian De Palmas ausgezeichneter Film mag mehr wie eine Parodie von Das Phantom der Oper erscheinen, aber es ist viel komplexer.
Es ist wirklich eine sehr hippe, sehr surreale Satire über die Verdorbenheit und Dekadenz in der Rock'n'Roll Musikindustrie der 70er Jahre, insbesondere der Sub-Genres Rock und Concept Glitter Rock, ebenso wie eine humorvolle und liebevolle Hommage an mehrere klassische Schauergeschichten und Filme wie Bildnis des Dorian Gray, Psycho, Frankenstein, Faust.

De Palmas Regie-Stil für diesen Film ist manchmal sehr einzigartig und erfinderisch.
Besonders schön ist seine effektive Nutzung der Split-Screen-Technik in ein paar wichtigen Szenen. Und er benutzt fast schon frenetische Schnitt- und Kameraperspektiven für einige Szenen, vor allem die musikalischen Darbietungen im Paradise vermitteln die Atmosphäre eines echten 70er-Ära Rockkonzertes.

Die Sets sind unverschämt in Layout und Farbe übertrieben, vor allem das Set für das innere des Paradise Theaters.
Tatsächlich wirken die hellen Sets, die surrealen Kostüme und die extravagante Inszenierung alle wie eine Reflexion über die Leistungen und den extravaganten Lebensstil von Künstlern wie Alice Cooper oder David Bowie.
Das Setting wurde übrigens von Sissy Spacek mitentworfen, die ein paar Jahre später auf dem Weg zum größeren Ruhm die Hauptrolle in dem Horrorfilm Carrie übernahm.

In vielerlei Hinsicht nimmt das allgemeine Aussehen des Films Anleihen bei den deutschen expressionistischen Filmen, wie sie speziell Metropolis und Das Kabinett des Dr. Caligari wiedergaben.
Es gibt sehr coole Schauspieler, buntes Rock-Oper Zeugs, die Musik in diesem Film ist großartig, und die Geschichte beweißt, dass am Ende die Nerds über die arroganten Typen gewinnen.
Dieser Film ist einer jener fast vergessene Perlen, die ein Muss für Horror-Fans und Bewunderer von Regisseur De Palma sind.
9/10
Blacky von Adder
 

Re: Phantom im Paradies

Beitragvon Cromwell » 26. Okt 2013 17:32

Ich hab den bis heute nicht gesehen *schäm*

Klingt aber recht interessant
Wer im Glashaus sitzt, sollte sich im Dunkeln ausziehen
Benutzeravatar
Cromwell
 
Beiträge: 543
Registriert: 09.2013
Wohnort: Freistaat Bayern
Geschlecht:


Zurück zu "Der amerikanische Horrorfilm"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron