Paranormal Activity (2007)

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Paranormal Activity (2007)

Beitragvon horror1966 » 25. Sep 2013 19:45

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Paranormal Activity
(Paranormal Activity)
mit Katie Featherston, Micah Sloat, Mark Fredrichs, Amber Armstrong, Ashley Palmer
Regie: Oren Peli
Drehbuch: Oren Peli
Kamera: Oren Peli
Musik: Keine Informationen
FSK 16
USA / 2007


Katie und Micah haben gerade ihr erstes eigenes Haus bezogen. Aber die Freude darüber währt nicht lange, denn Katie spürt die Anwesenheit eines dämonischen Wesens. Und dieses hat seine aktivsten Phasen mitten in der Nacht, wenn Katie und Micah schlafen. Um dem unsichtbaren Übel auf die Spur zu kommen, stellen die beiden eine Überwachungskamera im Schlafzimmer auf. 21 Nächte lang filmen sie wie die Katastrophe ihren Lauf nimmt ...


Durch die vielen Lobeshymnen war ich wirklich extrem gespannt auf diesen Film, denn was man im Netz so teilweise zu lesen bekommt, das verspricht doch einen Grusler der allerbesten Sorte, der einem anscheinend unter die Haut geht und durch erstklassige Schockmomente zu begeistern weiss. Nun sind die einzelnen Empfindungen ganz sicher immer sehr unterschidlich, doch das Geschehen, das dem Zuschauer hier präsentiert wird, strahlt überhaupt keine Faszination aus und gruseln kann man sich im Prinzip lediglich vor dem Film an sich, denn der ist einfach nur stinklangweilig und vollkommen uninteressant. Ich kann es beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man hier eine unheimliche Atmosphäre verspüren kann, was aber eventuell an meiner ganz eigenen Sichtweise liegen mag. Der Funke wollte einfach nicht überspringen, obwohl ich Filme dieser Art sehr gern anschaue und insbesondere für Gruselfilme sehr empfänglich bin. Hier jedoch erging es mir wie bei "The Blair Witch Project", der mich zur damaligen zeit auch vollkommen enttäuscht hat.

Nun ist Oren Peli's Werk mit seinen geschätzten 15.000 $ Budget noch einmal weitaus billiger produziert, doch selbst dieses Geld hätte man besser Hilfebedürftigen zur Verfügung gestellt, denn dort wäre es viel besser aufgehoben gewesen. Trotzdem hat dieser vollkommen langweilige Film schon am Startwochenende in den USA etliche Millionen eingespielt und man darf gespannt sein, was die DVD-Verkäufe einbringen. Es ist schon ein ungeheures Phänomen, wie ein Film, in dem so gut wie gar nichts passiert, bei so vielen menschen einen schier unglaublichen Hype auslösen kann, der sich mir einfach nicht erklären will. Denn vor allem in der ersten Stunde der Geschichte passiert eigentlich überhaupt nichts, der Zuschauer wird lediglich mit total langweiligen Dialogen übersäät. Im letzten Drittel nimmt der Film dann endlich einmal etwas an Fahrt auf, was aber keineswegs bedeuten soll, das jetzt ein gepflegtes Grusel-Feeling einsetzen würde, denn bis auf eine zugeschlagene Tür, eine sich bewegende Bettdecke und die Tatsache, das Katie von einem unsichtbaren Etwas aus dem Bett und dem Schlafzimmer gezogen wird, gibt es keine weiteren Momente, die dieses Werk in irgendeiner Weise interessant wirken lassen würden

Darüber kann auch das vorhandene Ende nicht hinwegtäuschen, das noch nicht einmal besonders gut geraten ist und so den eher schlechten Gesamteindruck noch einmal zusätzlich unterstützt. Natürlich muss man bedenken, das ein solcher Film in einem Kino mit etlichen anderen Zuschauern bestimmt eine etwas andere Wirkung hinterlassen kann, doch kann dieser Unterschied allein nicht der Grund dafür sein, das bei mir persönlich so überhaupt keine Stimmung aufkam. Am meisten hat mich gestört, das man mit etlichen und schier langgezogenen Kameraeinstellungen konfrontiert wird, in denen rein gar nichts passiert und man schon langsam das Gefühl bekommt, das es sich um ein Standbild handeln würde. Desweiteren empfand ich vor allem die Figur der Katie als äusserst nervend und recht unglaubwürdig, denn einerseits will sie den Geschehnissen selbst auf den Grund gehen, reagiert aber auf der anderen Seite extrem agressiv auf ihren Freund Micah, wenn dieser sie mit aufgezeichnetem Bildmaterial konfrontieren will.

Insgesamt gesehen ist "Paranormal Activity" eine einzige Enttäuschung, was sicherlich nicht daran liegt, das es sich um einen weiteren Hand-Cam Film handelt, denn dieser Punkt ist der einzige, der diesem Werk wenigstens etwas an Authenzität verleiht. Das Wichtigste jedoch, nämlich eine unheilvolle Atmosphäre oder ein guter Spannungsbogen gehen diesem angeblichen Gruselfilm vollkommen ab, jedenfalls konnte ich nichts davon entdecken. Dennoch scheint es ja genügend Leute zu geben, die diesem langatmigen und uninteressanten Szenario etwas abgewinnen können, obwohl sich mir die Gründe dafür nicht erschließen wollen. Meiner Meinung nach ist es äusserst schwer, beim hier gezeigten Geschehen nicht einzuschlafen und die Konzentration aufrechtzuerhalten, aber das ist wie immer reine Empfindungssache.


Fazit:


"Paranormal Activity" ist einer der langweiligsten Filme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe und hat meiner Meinung nach die vielen Lobeshymnen keinesfalls verdient. Hier liegt wieder einmal ein Paradebeispiel dafür vor, das 3-4 Schockmomente noch lange keinen guten Film ausmachen, denn in den restlichen gut 90 Minuten wird der Betrachter mit der puren Langeweile konfrontiert und muss sich die größte Mühe geben, bei diesem ereignislosen Geschehen nicht einzunicken. Die Zeit, die man in diesen Film investiert, hätte man besser sinnvoller verbracht.


3/10
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Re: Paranormal Activity (2007)

Beitragvon dr. freudstein » 5. Jan 2015 00:15

Ganz so harsch sah (!) ich das nicht, hab den seinerzeit im Kino gesehen (da, wofür Filme einst gemacht wurden und auch hingehören) und hab schon ein wenig interessiert mitgeschaut, in der Hoffnung, gleich passiert was dolles. Kam dann aber nicht. Sicher war der Film eben genau darauf aufgebaut, das eben jederzeit was passieren kann, ein merkwürdiges Ereignis, unerklärkliche Vorgänge, paramsytischer Art, aber das war dann eben doch zu wenig, um den Zuschauer zu unterhalten oder gar zu frösteln. Es sollte sicher nicht übertrieben werden, die Gruselstimmung beruhte eben darauf, alles ein wenig "realistisch" zu halten. Gab ja immer wieder Berichte über geisterhafte Vorgänge, die sich keiner erklären konnte, ohne das gleich das ganze Haus zitterte wie in POLTERGEIST etc.. Dennoch reicht es hier nicht aus, um den Zuschauer bei Laune zu halten, da ist jede Doku über abnormale Erscheinungen spannender. Hab dann die DVD zu Hause gesehen, alleine und da kommen wir auf Horrors Kritik zurück. War einfach nur noch unspektakulär und langweilig, enttäuschend und die Wirkung, die mir im Kino widerfahren ist, die ohnehin schon eher schwach war, fiel dann bei der Heimsichtung nochmal deutlich. Fazit: Erstsichtung kann man evt. noch verschmerzen, Zweitsichtung unnötig und das ist schade, den ein Film sollte bestenfalls mit jeder Sichtung wachsen oder eben nur im Kino sehen und auf die Anschaffung bzw. deren Herstellung einer Heimkinoauswertung schon vermeiden. Trotzdem lag ich dann noch bei 6,5 Punkten.
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Re: Paranormal Activity (2007)

Beitragvon MiamiVIP » 6. Jan 2015 18:05

horror1966 hat geschrieben:"Paranormal Activity" ist einer der langweiligsten Filme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe und hat meiner Meinung nach die vielen Lobeshymnen keinesfalls verdient.


Endlich sind wir uns mal wieder einig. :P Wie es dieser Amateur Cam Dünnschiss auf 4 Teile gebracht hat, will mir auch nicht wirklich klar werden.
Bewertung gibts nicht. Ich hab zur Hälfte hin abgeschaltet.
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Re: Paranormal Activity (2007)

Beitragvon DonT » 6. Jan 2015 18:28

Ein moderner Klassiker für mich. Found Footage ist eh das einzige Subgenre, was noch wirklich gruselig ist. Und in diesem Film ist einfach alles richtig gemacht.
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Re: Paranormal Activity (2007)

Beitragvon horror1966 » 6. Jan 2015 19:46

Was ist denn bitte an dieser Schlaftablette gruselig? Sicherlich gibt es in dem Bereich einige wirklich gute Vertreter, aber PA ist definitiv nicht dazu zu zählen.
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Re: Paranormal Activity (2007)

Beitragvon dr. freudstein » 6. Jan 2015 21:02

Also mir sind die 6,5 d oben auch schon längst zu viel, das schrub ich mal vor Jahren zu dem Film und habs nur kopiert, weil ich das Valium auf Mattscheibe nicht unbedingt nochmal neu sehen wollte. Denke, es wäre ein drastischer Punktesturz zu befürchten, jedenfalls aus meiner jetzigen Erinnerung her. Ich fand BLAIR WITCH PROJEKT aber noch beschissener.
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Re: Paranormal Activity (2007)

Beitragvon DonT » 6. Jan 2015 21:43

Es ist doch klar, dass Filme dieser Art zu 90% im Kopf des Zuschauers stattfinden, daher sind sie auch so polarisierend. Ich für meinen Teil fand es schaurig schön, dass meine Augen in Nachtaufnahmen jeden Quadratzentimeter des TVs abgesucht haben. Immer in der Hoffnung und gleichzeitig mit der Angst davor, etwas Unheimliches zu entdecken. Dass der Film oft wenig bis gar keine Erscheinungen bietet, erhöht den Spannungsbogen zum großen Finale nur noch umso mehr.
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Re: Paranormal Activity (2007)

Beitragvon Blacky von Adder » 6. Jan 2015 22:11

Ich muß Donto beipflichten.
Mir gefällt Para auch sehr. Sympathen als Darsteller, und ein paar Schocksequenzen die mich unruhig im Bett umherwälzen ließen.
Alleine die Szene wo die Frau minutenlang bewegundslos am Bett steht und ins Nichts starrt...brrr. Gänsehaut!
Und wie sie an den Haaren auf/in den Schrank gezerrt wird... Da zuck ich immer noch zusammen.
Ich mag die Filme. man muß aber ein Faible für diese Art Spuk haben...Gore Hunde können sich das ersparen.
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Re: Paranormal Activity (2007)

Beitragvon horror1966 » 6. Jan 2015 23:26

Sorry, aber bei dieser Reihe werden wir nie auf einen Nenner kommen. Für mich ist der Hype um die Filme absolut nicht nachvollziehbar, da gruselt mich jeder alte Klassiker mehr. Aber ich stimme Freudschi zu, Blair Witch Project ist noch einmal eine Klasse schwächer.
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Re: Paranormal Activity (2007)

Beitragvon DonT » 6. Jan 2015 23:34

Sowohl Blair Witch als auch Para sind bei mir ne glatte 10. :)
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