Nightmare 5 - Das Trauma

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Nightmare 5 - Das Trauma

Beitragvon horror1966 » 29. Sep 2013 15:55

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Nightmare on Elm Street 5 - Das Trauma
(A Nightmare ion Elm Street 5: The Dream Child)
mit Robert Englund, Lisa Wilcox, Kelly Jo Minter, Danny Hassel, Erika Anderson, Nicholas Mele, Joe Seely, Valorie Armstrong, Burr DeBenning, Clarence Felder, Michael Ashton, Beatrice Boepple
Regie: Stephen Hopkins
Drehbuch: John Skipp / Craig Spector
Kamera: Peter Levy
Musik: Jay Ferguson
FSK 18
USA / 1989

Freddy Krueger ist wieder da, feiert das teuflichste und perverseste Horrorfest aller Zeiten und setzt eine ganz neue Schreckensbrut in die Welt. Freddy (Robert Englund) ist nicht in der Lage, die Traumherrscherin zu überwinden, die ihn in Nightmare on Elm Street 4 vernichtet hat. Deshalb dringt er jetzt in die unschuldigen Träume ihres ungeborenen Kindes ein und wütet grausig unter ihren Freunden. Wer soll Freddy davon abhalten, das Kind als entsetzliche Waffe einzusetzen? Wird der Irre sein Reich des Bösen neu errichten?


Eines muss man den Machern der Nightmare - Reihe lassen, ihnen fällt immer etwas Neues ein. Nachdem Freddy seine Opfer nicht mehr über Alice's Träume bekommt, benutzt er diesmal die Träume ihres ungeborenen Baby's, um wieder reiche Ernte zu halten und so müssen wieder einige Jugendliche ihr Leben geben. Das neue Ideen jedoch nicht immer gut für eine mehrteilige Reihe sind, bekommt man in diesem mittlerweile fünften Teil deutlich vor Augen gehalten, driftet das Szenario doch phasenweise ein wenig zu sehr ins Lächerliche ab und nimmt sich so ein wenig an Stärke und Bedrohlichkeit, so das man das Ganze als Zuschauer nur noch schwerlich als ernsten Horrorfilm ansehen kann. Zwar handelt es sich immer noch um einen recht ansehnlichen Film, der jedoch fast schon zu sehr in den humorigen Anteil abdriftet, was Freddy auch etwas von seinen eigentlichen Stärken nimmt.

Die Story ist im Prinzip recht gut und unterhaltsam und auch einige nette Ideen wurden eingebaut, wie zum Beispiel Freddy's Kampf gegen einen Comic - Helden, aber der Film krankt meiner Meinung nach an der Umsetzung der Story. Freddy hat in diesem Teil einen Großteil seiner Bedrohlichkeit verloren, er wirkt in diesem Teil einfach zu cool, was dem Film meiner Meinung nach nicht gerade gut tut. Die ganze Nightmare - Reihe zeichnet sich ja auch gerade durch ihren rabenschwarzen Humor aus, aber hier hat man es doch etwas übertrieben. Wirkte Freddy bis jetzt trotz des Humors auch immer sehr gefährlich und konnte dem Zuschauer so manche Gänsehaut verpassen, so geht dieses Gefühl hier doch fast gänzlich verloren und alles macht vielmehr den Eindruck einer Komödie anstatt eines Horrorfilms. So kommt es einem dann auch phasenweise so vor, als wenn der gute Mr. Krueger einige seiner Zähne verloren hat und nicht mehr richtig zubeißen kann, denn die stark überzogene Coolness erweist sich in vorliegendem Fall eher als Bumerang und verleiht dem Kultkiller etwas Clown-mäßiges.

Darstellerisch gibt es, wie ich finde, eigentlich nichts zu bemängeln, wie auch in den anderen Teilen der Reihe sind die Schauspieler sehr solide, ohne sich besonders hervor zu tun. Nur Spannung und Atmosphäre bauen sich hier nicht so richtig auf und das aus den oben schon genannten Gründen. Eigentlich sehr schade, denn so kommt hier irgendwie zu keiner Zeit das richtige und bekannte "Nightmare - Feeling" auf, das einen doch in den anderen Teilen so begeistern konnte. die Dramaturgie der Ereignisse ist nicht gerade dazu angetan, den Zuschauer hier mit einem wirklich konstanten Spannungsbogen zu konfrontieren, zu viele kleine Einbrüche schmälern das Seh-Vergnügen doch nicht gerade unbeträchtlich und auch die sonst so geniale Grundstimmung will in vorliegender Geschichte nie so wirklich zur Geltung kommen. Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich bin ein bekennender Fan der gesamten Reihe, doch dieser fünfte Teil gehört für mich persönlich zu den qualitativ Schwächsten Filmen. Etwas weniger Humor und ein stärkerer Fokus auf den für einen Horrorfilm wichtigen Zutaten wäre sinnvoller gewesen und hätte das Gesamtbild doch weitaus besser erscheinen lassen.

Regisseur Stephen Hopkins hat dabei eigentlich gar nicht einmal so viel falsch gemacht, nur die Gewichtung der einzelnen Komponenten wurden ganz einfach falsch verteilt. Und so bekommt man im Endeffekt viel eher eine Horror-Komödie geboten, anstatt sich mit einem herrlich düsteren Horrorfilm auseinanderzusetzen. Gerade die Ernsthaftigkeit der ersten Filme wurde hier keinesfalls erreicht, aber dennoch kommt man mit dem typischen Freddy-Bonus immer noch zu einem Ergebnis, das sich leicht über dem Durchschnitt ansiedeln kann.


Fazit:


Als Horrorkomödie durchaus geeignet, aber der Teil fällt doch im Gegensatz zu den anderen Filmen etwas ab, Bedrohlichkeit oder Gänsehaut beim Zuschauer gibt es hier leider nicht, was dem Film an sich eine Menge an Kraft nimmt. Dennoch handelt es sich immer noch um einen unverzichtbaren Teil des Gesamtwerkes, aber ein richtig überzeugender Horrorfilm sieht dann doch etwas anders aus.


6/10
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Re: Nightmare 5 - Das Trauma

Beitragvon DriesVanHegen » 23. Sep 2015 11:15

Ja, Freddy ist hier mittlerweile nicht mehr unheimlich oder gar gruselig, dafür sind seine Morde herrlich zynisch angehaucht.
Leider, leider kenne ich nur die R-Rated-Fassung, die einige Härten vermissen lässt.
Die Traumsequenzen sind wieder schön ausgespielt, Freddy ist nun mehr zum Sprücheklopfer verkommen - was mich aber nicht im Geringsten stört.
Ich fand diesen Teil jedenfalls wieder sehr gut.
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