A Night of Horror Volume 1

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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A Night of Horror Volume 1

Beitragvon horror1966 » 6. Nov 2017 16:06

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A Night of Horror Volume 1
(A Night of Horror Volume 1)
mit Bianca Bradey, Tegan Higginbotham, Emily Wheaton, Jessica Gower, Rosie Keogh, Jessica Hinkson, Kaylea Caulfield, Nicholas Colla, Pauline Grace, Peter Higginson
Regie: Bossi Baker / Nicholas Colla / u.A
Drehbuch: Bossi Baker / Dan Berghofer / u.A
Kamera: Richard C Bell / Drew Daniels / u.A
Musik: Arabella Adelaide / Sean Baillie / u.A
keine Jugendfreigabe
Australien / Kanada / USA / 2015

Eine junge Frau erwacht orientierungslos in einem dunklen Gebäude voller Schaufensterpuppen. Als sie sich umsieht, findet sie mit Blut beschmierte Leinwände, Spritzen, Masken, eine Axt und viele weitere Gegenstände, von denen jeder seine ganz eigene unheimliche und blutige Geschichte erzählt: von Zombies, Kannibalen, vom Horror der Schönheit und von einer verstörten Psychiatrie-Insassin...


Einmal mehr bekommt der Zuschauer eine Ansammlung diverser Horror-Kurzgeschichten präsentiert, die in eine kleine Rahmenhandlung hinein gepresst wurden. Vor allem in den letzten Jahren erfreuen sich solche Anthologien größerer Beliebtheit und Filme wie "V/H/S" oder auch "The ABC's of Death" stehen ziemlich hoch im Kurs. Mit "A Night of Horror - Vol. 1" stellt sich nun ein weiterer Beitrag vor, der wohl aber keinen allzu nachhaltigen Eindruck hinterlassen wird. Dabei wurde die Chose doch vor allem in visueller Hinsicht recht anspruchsvoll ins Bild gesetzt und verfügt über eine sehenswerte Hochglanzoptik. Die Schwächen lassen sich vielmehr in den einzelnen Episoden aufzeigen, denn an dieser Stelle haben die verschiedenen Regisseure nun wirklich keine gute Arbeit geleistet. Ehrlich gesagt kann nicht eine einzige Episode so richtig überzeugen und lediglich 2-3 der Kurzgeschichten können überhaupt mit einem gewissen Unterhaltungswert aufwarten. Der Rest ist absolut belanglos und in so mancher Folge muss man sich sogar die Frage stellen, welches vernebelte Hirn einen solchen Nonsens kreiert hat.

Da wird stellenweise krampfhaft versucht, Ansätze eines David Lynch mit einzubauen, wobei dieser Schuss ganz gehörig nach hinten losgegangen ist. Das Endergebnis sind dann Storys ohne Sinn und Verstand und man ist heilfroh darüber, das es sich hier wirklich nur um Kurzgeschichten handelt. Das aber auch diese extrem lang erscheinen können, wird dem Betrachter äußerst eindrucksvoll vor Augen geführt. Fünf bis zehn Minuten wirken wie eine Ewigkeit und die inhaltliche Substanz der meisten Episoden will sich nicht zu erkennen geben. Mit der Zeit kann einem das ordentlich auf die Nerven gehen und wenn nicht ab und zu eine etwas interessante Story auf den Plan treten würde, dann hätte man ganz bestimmt schon längst die Stop-Taste des heimischen Blu-ray Players betätigt.

Geht von vielen anderen Anthologien fast immer eine gewisse Faszination aus, so ist diese im vorliegenden Fall nur sehr schwer zu erkennen. Eine dichte Atmosphäre oder ein gelungener Spannungsbogen ist so gut wie nie vorhanden. Stattdessen wird man mit allerlei Unsinn konfrontiert und kann so auch unmöglich verhindern, das in großen Teilen die pure Langeweile vorherrscht. Die Geschichten sind völlig unausgegoren und sorgen nicht unbedingt für das Filmvergnügen, das sich manch einer ganz bestimmt erhofft hat. Wenn nun zumindest ein ordentlicher Härtegrad zu erkennen wäre dann wäre das ja noch in Ordnung, aber auch bei diesem Aspekt wird viel eher auf Sparflamme gekocht. Einige etwas blutigere Einstellungen können den gewonnenen Gesamteindruck keinesfalls aufwerten und so kann man "A Night of Horror - Vol. 1" schon fast als echten Rohrkrepierer bezeichnen.

Natürlich muss sich jeder selbst ein Bild von der Sache machen, doch ehrlich gesagt ist diese Anthologie viel eher vergeudete Lebenszeit, als das man eine Empfehlung dafür aussprechen könnte. Man hätte sich diesen Murks besser verkniffen, denn irgendwie ist das Ganze weder Fisch noch Fleisch. Lediglich die recht ansprechende Optik weiß ein wenig zu gefallen, aber das ist längst nicht ausreichend für ein gelungenes Gesamtprodukt.


Fazit:


"A Night of Horror - Vol. 1" deutet ja schon eindeutig an, das definitiv noch eine weitere Veröffentlichung folgen wird. Bei der vorliegenden Qualität des Filmes ist das jedoch überhaupt nicht nötig, denn wenn man sich nicht ganz klar steigert, liegen letztendlich zwei Rohrkrepierer vor.


3/10
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Re: A Night of Horror Volume 1

Beitragvon horror1966 » 20. Nov 2017 14:32

Kritik ist drin.
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