Mosquito

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Mosquito

Beitragvon horror1966 » 3. Okt 2013 17:19

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Mosquito
(Mosquito)
mit Gunnar Hansen, Ron Asheton, Steve Dixon, Rachel Loiselle, Tim Lovelace, Mike Hard, Kenny Mugwump, Josh Becker, Margaret Gomoll, John Reneaud, Joel Hale, Guy Sanville, Patrick Butler, Patricia Kay Jones, Howard Brusseau Jr.
Regie: Gary Jones
Drehbuch: Tom Chaney / Steve Hodge
Kamera: Tom Chaney
Musik: Allen Lynch / Randall Lynch
FSK 18
USA / 1994

Durch den unerwarteten Absturz eines Raumschiffes auf die Erde mutieren alle Mosquitos in der Absturzgegend zu blutlechzenden Horrorkreaturen, welche im Umkreis lebende Menschen gnadenlos attackieren. Als ein belesener Wissenschaftler die wahre Ursache für diese Katastrophe aufdeckt, scheint es fast schon zu spät, doch eine Hand voll Überlebender stellt sich den Biestern mit brachialer Waffengewalt. Nur so kann man die Plage aufhalten...


Wer bei diesem Film auf eine ernsthafte Umsetzung gelungenen Tierhorrors zu hoffen wagt, der müsste eigentlich schon nach wenigen Minuten dieser Hoffnung beraubt werden, macht "Mosquito" doch von Beginn an keinen Hehl daraus, in welche Richtung das Geschehen tendieren wird. Rein filmisch gesehen liegt hier nämlich eine echte Gurke vor, in der man Tierhorror mit leichten SCI/FI Elementen gejreuzt hat, jedoch entpuppt sich die geschichte von der ersten Minute an als kleine Trash-Granate, an der insbesondere die Freunde des skurrilen und etwas unfreiwillig komischen Humors ihre helle Freude haben dürften. Das beginnt schon mit der äusserst oberflächlichen Einführung der gänzlich farblosen und dümmlichen Charaktere, die sich in dilletantischem Schauspiel gegenseitig überbieten. Von den Darstellern ist der gute alte Gunnar Hansen (Leatherface) das einzig bekannte Gesicht, was ihn aber auch nicht daran hindert, hier eine eher dürftige leistung abzuliefern. Betrachtet man allerdings die dargebotenen schauspielerischen Leistungen aus der Sicht eines Trash-Liebhabers, dann bekommt man genau das geboten, was man in einem Film dieser Art erwartet.

Es ist aber längst nicht nur das Schauspiel, das hier für eine ausgrprägte Erheiterung beim Zuschauer sorgt, auch andere Faktoren spielen dabei eine sehr große Rolle. Wären da doch beispielsweise die überdimensional großen Mosquitos, die zur damaligen Zeit noch ohne großartige CGI Effekte dargestellt wurden, wobei sich die Bezeichnung großartig auf die vorhandene Qualität bezieht. Ihr Erscheinen ist jedesmal wieder als ein Höhepunkt des Filmes anzusehen, da die Darstellung einen so grotesken Eindruck hinterlässt, das einem fast schon zwangsläufig die Tränen in die Augen treten. Wer hier nicht lachen kann, der sollte dazu wohl besser in den Keller gehen, denn mehr Trash ist kaum möglich. So sind dann auch die Attacken der Riesen-Insekten und die dadurch verbundenen Kämpfe mit ihren menschlichen Opfern an Dilletantismus schwerlich zu überbieten und auch das Aussehen der Menschen, nachdem sie von den Insekten ausgesaugt wurden ist ein echter Schenkelklopfer. Riesengroße Glubschaugen die nach einer gewissen Zeit zerplatzen sind die Folge und erinnern doch schon sehr stark an Filme, in denen ein Begriff wie Tricktechnik noch als Fremdwort galt.

Doch damit nicht genug, denn der Zuschauer wird in dieser eigentlich recht drögen Story zusätzlich noch mit Dialogen verwöhnt, die diese Bezeichnung im Prinzip gar nicht verdient haben. Stellen sich die Verbalausbrüche der Protagonisten doch als teils vollkommen sinnbefreites Gebrabbel heraus, das zudem noch extrem unlogische Lösungsansätze für das vorhandene Problem beinhaltet. Es ist phasenweise schon als haarsträubend zu bezeichnen, was in diesem Film für ein Schwachsinn geredet wird, andererseits unterstreicht das nur den äusserst hohen Trashgehalt, der in diesem skurrilen Werk vorhanden ist. Man sieht also, das man keinesfalls einen ernstzunehmenden Genre-Vertreter erwarten sollte, denn dafür ist der Film von Gary Jones ganz sicher nicht ausgelegt. So gibt es keinen wirklichen Spannungsbogen und echter Horror wird zu keiner Zeit erzeugt. Vielmehr entfaltet sich eine haarsträubende Story in der eigentlich gar nichts so richtig zusammenpasst und die man letztendlich einzig und allein auf ihren Unterhaltungswert reduzieren muss. Der allerdings ist auf jeden Fall gegeben, wenn man eine Vorliebe für den schlechten Geschmack besitzt und seine Freude an skurrilen Horrorfilmen hat.

Letztendlich fällt es relativ schwer, diese Trash-Granate mit normalen Maßstäben zu messen die man im Normalfall anlegen würde, rein filmisch gesehen ist nämlich absolute Schmalkost angesagt. Etwas anspruchsvollere Cineasten werden diesem Werk wohl kaum etwas abgewinnen können, da er im Prinzip nichts beinhaltet, was wirklich sehenswert wäre. Einzig und allein die Freunde des schlechten Geschmacks kommen hier zum Zuge und dürften streckenweise sogar regelrecht begeistert sein, denn "Mosquito" beinhaltet alle grotesken Zutaten für einen Trashfilm, der den Fans dieser Filmgattung auch durchaus in nachhaltiger Erinnerung bleiben wird, auch wenn die Gründe dafür eher zweifelhafter Natur sind.


Fazit:


Gehirn ausschalten und sich von erstklassigem Trash berieseln lassen, das sind die Grundvorraussetzungen, um diesem Werk etwas abgewinnen zu können. Wer dazu nicht in der Lage ist, sollte die Finger von dieser DVD lassen, denn anspruchsvolle und ernstzunehmende Filmkost sieht sicherlich vollkommen anders aus.



7/10 Trashpunkte
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