Mephisto Walzer

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Mephisto Walzer

Beitragvon Dark Angel » 23. Sep 2013 08:47

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Alternativtitel:
0.05 h. Frauenleiche in der Badewanne
Der Lebende Tote
Mephisto Walzer - Der lebende Tote
Der Mephisto-Walzer
Null Uhr fünf - Frauenleiche in der Badewanne


Originaltitel: The Mephisto Waltz

Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1971
Regie: Paul Wendkos


Darsteller:
Alan Alda
Jacqueline Bisset
Barbara Parkins
Bradford Dillman
William Windom
Kathleen Widdoes
Pamelyn Ferdin
Curd Jürgens
Curt Lowens
Gregory Morton
Janee Michelle


Inhalt:
Der ehrgeizige Journalist und gefeierte Konzertpianist Myles lässt nichts unversucht, um die Pianistenlegende Duncan Ely interviewen zu können. Als man ihm endlich einen Termin gewährt, ahnt er nicht, dass sich hinter der todkranken Gestalt des alten Mannes eine teuflische Bestie verbirgt. Duncans besessene Seele giert nach einem frischen Körper, mit dem er endlich wieder Klavier spielen kann. Als er stirbt, transferiert er seine Seele mit Hilfe eines Rituals in den Körper von Myles und lebt scheinbar unbemerkt das Leben eines anderen. Nur Myles' Frau Paula bemerkt, dass er nicht der ist, der er zu sein scheint. Als sie der Wahrheit näher kommt, wird ihr grauenvoller Verdacht zum lebendigen Alptraum...


Meinung:
Dieser amerikanische Film mit Curd Jürgens war mir völlig unbekannt, so wie ich gesehen habe wurde der nur im deutschen Pay-TV ausgestrahlt. Auch wenn die raren Kritiken dieses Films so gut wie keine Lobeshymnen sprechen, mir persönlich hat der Film sogar ziemlich gut gefallen. Das ist in erster Linie auch dem fabelhaften Soundarrangement von Filmkomponistlegende Jerry Goldsmith zu verdanken, der gerade zu diesem Ritualthema eine ganz aussergewöhnliche Atmosphäre mit seinen Klängen erschuf. Darüber hinaus wirkt der Streifen auch sehr modern, es ist zu Anfang kaum erkenntlich das Mephisto Walzer aus dem Jahre 1971 stammt...

Sicherlich hätte man den Spannungsbogen ruhig noch etwas höher schrauben können, da das eigentliche Thema der Seelenrituale etwas distanziert und zu belanglos dargestellt wurde. Ansonsten ist der Verlauf des Films aber recht interessant gestaltet und als Zuschauer fragt man sich natürlich wie sich dieses Szenerie noch entwickeln mag. Myles und Paula besitzen auch noch eine Tochter, obwohl man das im ersten Augenblick gar nicht so richtig erkennt. Das wird auch deutlich als diese sterben muss, da dies der Preis für den Pakt war, den Curd Jürgens für die Seelenwanderung in Myles Körper "bezahlen muss". Anstatt für Eltern eine typische Trauer zu zeigen, so wird das Mädchen sehr schnell vergessen und der Alltag zeigt sich wieder von der normalen Seite....sehr unglaubwürdig dargestellt...

Obwohl Paula mit der Zeit selbst erkennt das ihr Mann sich zusehenst verändert und ahnt das Duncan Ely's Seele in ihm wohnt, so kann sie aber nicht von ihm loslassen und liebt ihn wie bisher. Das geht sogar so weit, daß sie sich auf all das einlässt anstatt ihn zu verlassen...und später den Spieß umdreht. Der knurrende Hund darf natürlich nicht fehlen...der sollte wohl als so eine Art Höllenhund dargestellt werden, konnte aber bei zumindest keinen Schauer erzeugen. Insgesammt gesehen strahlt der Streifen einen leichten Grusel aus, der sich eigentlich im ganzen Filmverlauf durchzieht...mehr aber auch nicht.

Fazit:
Mephisto Walzer baut auf Atmosphäre, nebst leichten Grusel und verzichtet auf gezeigte Gewaltdarstellungen. Eingefleischten Horrorfans wird das alles sicherlich zu wenig sein, für mich persönlich war das mal was anderes und das wiedersehen mit Curd Jürgens in einem Film, den ich bisher noch nicht kannte hat mir gefallen. Zum ab und an mal angucken zumindest geeignet..
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