Last Gasp - Der Todesfluch

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Last Gasp - Der Todesfluch

Beitragvon horror1966 » 25. Sep 2013 11:04

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Last Gasp - Der Todesfluch
(Last Gasp)
mit Robert Patrick, Joanna Pacula, Vyto Ruginis, Mimi Craven, Alexander Enberg, Nan Martin, Shashawnee Hall, Caroline Barclay, Eugen Cristea, Adrian Pavlovschi, Jim Davidson, James D. Deck
Regie: Scott McGinnis
Drehbuch: Pierce Milestone
Kamera: Adam Kane
Musik: Joseph Williams
Keine Jugendfreigabe
USA / 1995

Leslie Chase will im mexikanischen Dschungel um jeden Preis ein gigantisches Hotelprojekt realisieren. Dafür geht er über Leichen: Er lässt den gesamten Stamm der protestierenden Totec Indianer grausam ausrotten. Den Häuptling tötet er selbst - doch dieser haucht ihm seinen Todesatem ein und verflucht ihn. Leslie ist seitdem verschwunden. Doch ist er wirklich tot? Denn eine Reihe von mysteriösen Ritualmorden führt zu einem schrecklichen Geheimnis...


Es ist immer wieder schön zu sehen, das auch diverse B-Movies der 80er und 90er Jahre den Weg auf eine deutschsprachige DVD schaffen. So hat nun Imperial Pictures diesem atmosphärischen Horrorthriller eine Veröffentlichung spendiert und auch wenn es sich bei "Last Gasp" ganz sicher nicht um ein absolutes Highlight handelt, bekommt es der Zuschauer mit einer jederzeit spannenden Geschichte zu tun. Unterstützt wird dieser Eindruck noch zusätzlich durch die rituale Hintergrund-Thematik der Story, die doch in einigen Passagen für eine leichte Gänsehaut sorgen kann. Nun ist das Geschehen zwar keinesfalls so knallhart, wie es einem auf dem DVD-Cover angekündigt wird, denn die etwas härteren Einstellungen überschreiten zu keiner Zeit einen überschaubaren Rahmen. Ein wenig Blut und einige durchgetrennte Fuß-Sehnen muss man im Bezug auf den Härtegrad als Höhepunkte ansehen, weswegen die 18er Freigabe auch ein wenig überzogen erscheint.

Doch ganz ehrlich gesagt braucht das Geschehen auch keine sonderlichen Härten, denn von der Geschichte an sich geht meiner Meinung nach genügend Faszination aus, um den Betrachter ganzzeitig gut-und kurzweilig zu unterhalten. Bei "Last Gasp" kommt es wirklich auf die richtige Erwartungshaltung an, denn wenn man hier ein SFX-Spektakel erwartet, dann ist man ganz bestimmt an der falschen Adresse. Das Szenario überzeugt vielmehr durch seine größtenteils unheilvolle Grundstimmung, die hauptsächlich von Hauptdarsteller Robert Patrick (Terminator 2, Akte X) ausgeht. Zwar fällt er hier nicht unbedingt durch herausragendes Schauspiel auf, jedoch verleiht er dem von ihm dargestellten Charakter eine sehr mysteriöse-und unheimliche Note, wobei teilweise auch bedrohliche Züge zu erkennen sind.

Die Erzählstruktur des Filmes ist hauptsächlich eher ruhig und bedächtig gehalten, was der aufkommenden Spannung durchaus zuträglich ist. Daran ändert selbst der Aspekt nichts, das die Abläufe und Ereignisse ziemlich vorhersehbar sind, das Sehvergnügen wird durch diesen Umstand im Prinzip kaum beeinträchtigt. Mit der richtigen Erwartungshaltung kann man hier also jederzeit auf seine Kosten kommen, man sollte lediglich nichts sonderlich Spektakuläres erwarten, denn dafür ist der Story-Plot ganz einfach nicht ausgelegt. Doch auch ohne diverse Höhepunkte der besonderen Art ziehen einen die Ereignisse streckenweise fast schon hypnotisch in ihren Bann, jedenfalls habe ich persönlich das so empfunden.

Insgesamt gesehen kann man dem Werk von Regisseur Scott McGinnis (Angel - Jäger der Finsternis)ein durchaus positives Gesamtzeugnis ausstellen, denn eine solide Spannungskurve, eine teils sehr dichte Atmosphäre und gut agierende Darsteller sind vollkommen ausreichend, damit sich der Film meiner Meinung nach oberhalb des Durchschnittsbereiches ansiedelt und sich eine Sichtung allemal als lohnenswert herausstellt.

Fazit:


"Last Gasp - Der Todesfluch" ist ganz sicher kein Überflieger, bietet aber ganzzeitig empfehlenswerte Filmkost der 90er Jahre. Schön zu sehen, das auch solche Filme eine Chance für eine gelungene DVD-Premiere erhalten.


6,5/10
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