Laid to Rest (2009)

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Laid to Rest (2009)

Beitragvon horror1966 » 27. Sep 2013 08:20

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Laid to Rest
(Laid to Rest)
mit Bobbi Sue Luther, Kevin Gage, Lena Headey, Sean Whalen, Richard Lynch, Johnathon Schaech, Thomas Dekker, Nick Principe, Jana Kramer, Lucas Till, Anthony Fitzgerald, Seri De Young
Regie: Robert Hall
Drehbuch: Robert Hall
Kamera: Scott Winig
Musik: Keine Informationen
ungeprüft
USA / 2009

Wer in einem Sarg liegt, steht nicht mehr auf! Normalerweise! Doch normal scheint für die junge Frau in der Leichenhalle kaum etwas als sie erwacht. Sie kennt weder ihren eigenen Namen, noch weiß sie, was sie an diesen Ort geraten ist. Nur als plötzlich ein alter Mann vor ihren Augen erstochen wird, weiß sie eines sicher: Sie soll das nächste Opfer sein! Ihren Todeskampf will der Killer mit der silbernen Totenkopfmaske mit seiner Videokamera filmen. Nur knapp entkommt sie ihrem Schicksal. Vorerst - denn der Mörder ist ihr schon auf den Fersen. Eine Nacht des Grauens beginnt und endet in einem Nerven und Gliedmaßen zerfetzenden Finale.


Nach einem Kurzfilm und einem Drama aus dem Jahre 2003 (Lightning Bug) ist "Laid to Rest" nun die dritte Regiearbeit von Robert Hall, mit der er sich in das Horror-Genre gewagt hat und dem Zuschauer einen waschechten Slasher präsentiert. Sicherlich werden viele jetzt wieder aufschreien, das es doch mittlerweile mehr als genügend Vertreter dieser Art gibt und dabei sowieso nichts Innovatives bei herauskommen kann. Irgendwie haben diese leute sogar recht, denn der Film ist alles andere als innovativ, die hier erzählte Geschichte wirkt sogar phasenweise etwas dümmlich, um es einmal diplomatisch auszudrücken. Sie beinhaltet so ziemlich jedes Klischee, das man dieser Gattung Film so gern zuordnet, was vom scheinbar unbesiegbaren und stummen Killer bis hin zu den vollkommen unlogischen Verhaltensweisen der Opfer reicht, so das einem bei manchen Passagen schon fast die Haare zu Berge stehen, da gewisse Situationen an mangelnder Logik kaum zu überbieten sind.

Und dennoch versteht es der Film, den Zuschauer bestens zu unterhalten, denn trotz aller Klischees und teilweise mangelnder Glaubhaftigkeit ist dieses Werk extrem kurzweilig und bietet im Endeffekt genau das, worüber man sich eigentlich immer in diesen Filmen aufregt, aber dennoch nur allzu gern sieht. Denn sein wir doch einmal ehrlich, gerade die typischen Klischees sind es doch, die einen Slasher so auszeichnen und sicherlich auch dazu beitragen, das dieses Sub-Genre so extrem beliebt und erfolgreich ist. Und gerade in dieser Beziehung wird man in vorliegender Geschichte nahezu verwöhnt, denn es wird absolut kein Klischee ausgelassen, so das alle Zutaten enthalten sind, die ein absolut kurzweiliges Filmerlebnis garantieren.

Hinzu kommt hier die Tatsache, das "Laid to Rest" einen ziemlich hohen Härtegrad beinhaltet, was nicht bei jedem Genre-Vertreter der Fall ist. Doch hier wird in dieser Beziehung aus dem Vollen geschöpft, es gibt jede Menge sehr harter und blutiger Passagen, die man in dieser Form und Anzahl nicht unbedingt erwarten konnte. Ich persönlich war jedenfalls sehr überrascht über die Splatter/Gore Szenen, die sich auch im Bezug auf die Qualität keineswegs verstecken brauchen. Nun handelt es sich bei dieser Fassung des Filmes ja anscheinend um die geschnittene Version, doch wenn ich richtig informiert bin, sind lediglich zwei Morde um je eine Sekunde gekürzt worden, was, wenn es denn der Wahrheit entsprechen sollte, in meinen Augen ein mittelschwerer Witz ist, denn diese Zeitspanne hätte den Kohl auch nicht fett gemacht. Dennoch sollte man als Sammler natürlich zu der ungeschnittenen Version greifen, auch wenn es sich bei den vorgenommenen Kürzungen lediglich um einige Sekunden handelt.

Wie dem auch sei, der Film bietet eigentlich alles, was ein guter und unterhaltsamer Slasher beinhalten sollte, auch in Sachen Spannung bewegt er sich in einem soliden Rahmen, auch wenn die Geschichte an sich schon etwas vorhersehbar ist. Das ändert aber rein gar nichts an der Tatsache, das sich von Beginn an eine doch ziemlich dichte Grundstimmung entfalten kann, die auch phasenweise sehr bedrohliche und unheilvolle Züge erkennen lässt, was den Film noch einmal zusätzlich etwas aufwertet. Unterstützend ist dabei selbstverständlich der Aspekt, das sich die Geschichte in der Nacht abspielt, denn dadurch erscheint das Ganze noch um einiges unheimlicher. Man geht viel angespannter an das Geschehen heran und die nerven sind phasenweise wirklich bis zum zerreißen gespannt, wenn der Mann mit der silbernen Gesichtsmaske sich das nächste Opfer holen will. Insgesamt gesehen kann man also von einem interessanten Gesamtpaket sprechen, das vor allem Fans des Genres bestens und blutig unterhalten dürfte.


Fazit:


Wer hier Innovation oder eine tiefgehende Story erwartet, der sollte die Finger von dem Film lassen, denn das bekommt man definitiv nicht geboten. Wer aber einen soliden Slasher mit allen Klischees und einer Menge Härte sehen möchte, der ist hier perfekt aufgehoben, denn davon gibt es jede Menge. Es muss nicht immer etwas Neues sein, damit man gut und kurzweilig unterhalten wird, dafür ist "Laid to Rest" ein absolutes Paradebeispiel. Ich persönlich habe hier jedenfalls alles gefunden, was ich erwartet hatte und bin keineswegs enttäuscht. daher kann ich auch ohne Bedenken eine Empfehlung für jeden Slasher-Fan aussprechen.


8/10
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Re: Laid to Rest (2009)

Beitragvon dude-1984 » 11. Sep 2017 18:26

schon ein feines filmchen, wenn man auf darstellerisches vermögen und ner guten handlung verzichten kann und sich völlig dem blutigen treiben hingibt :mrgreen:

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Re: Laid to Rest (2009)

Beitragvon DriesVanHegen » 23. Sep 2017 14:13

Man hört ja vielerorts, dass einen hier keine filmische hochwertige Kost erwartet.
Um die allerdings überaus heftigen und ansehnlichen Effekte zu bestaunen reicht mir auch Youtube.
Bin aber dennoch gespannt, was einen dann noch im dritten Teil erwartet, soll dieser doch blutigster Film aller Zeiten werden.
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Re: Laid to Rest (2009)

Beitragvon horror1966 » 23. Sep 2017 18:11

DriesVanHegen hat geschrieben:Man hört ja vielerorts, dass einen hier keine filmische hochwertige Kost erwartet.



In Horrorfilmen sollte man das auch nicht zwingend erwarten, ist halt der typische Slasher mit solider Rahmenhandlung. Ich finde den jedenfalls klasse und äußerst hart geht es auch noch zur Sache.
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