Kill TV - Mord auf Sendung

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Kill TV - Mord auf Sendung

Beitragvon horror1966 » 8. Nov 2017 15:17

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Kill TV - Mord auf Sendung
(KILD TV)
mit D.C. Douglas, Astrea Campbell-Cobb, Heather Williams, Grace Johnston, Jared Doreck, Aleeah Rogers, Dan Braverman, Elizabeth Lestina, Brandon Hearnsberger
Regie: William Collins
Drehbuch: Channing Whitaker
Kamera: Larry McKee / Barry Strickland
Musik: Nicholas Gati
keine Jugendfreigabe
USA / 2016

Für Channel 6 ist Horror Programm. Der kleine Fernseh-Sender mit einem verrückten Team aus Horror-Fans berichtet über nichts anderes als grausame Serienkiller und ihre blutigen Verbrechen. Ganz vorne mit dabei ist der skurrile Dr. Perseco, der Star seiner makaberen Show. Doch eines Tages dreht sich der Spieß um. Einer der Crew wird ermordet, alle Türen sind plötzlich verriegelt. Irgendwo im Studio hat sich ein brutaler Killer verschanzt. Als immer mehr Blut fließt, versucht Dr. Perseco live auf Sendung, Hilfe zu holen. Doch seine Fans schenken ihm keinen Glauben. Bald offenbart der Killer seine gnadenlose Forderung: Das Team muss auf Sendung bleiben - sonst sind die Konsequenzen tödlich.


Und wieder einmal bekommt man es mit einem B-Slasher zu tun der aufgrund seiner Inhaltsangabe zwar durchaus ein wenig Spannung ankündigt, dessen Umsetzung allerdings an manchen Ecken und Enden etwas zu wünschen übrig lässt. Schnell merkt man das die Geschichte mit etlichen Klischees beladen ist, denn William Collins zieht wirklich alle Register, um einen möglichst typischen Genrebeitrag abzuliefern. Dabei beinhalte die Chose einen ziemlich trashigen Anstrich, denn insbesondere im ersten Drittel der Erzählung tendiert alles viel eher zu einer Art Parodie, als das man den Beitrag so richtig ernst nehmen könnte. Der Zuschauer wird in der Hauptsache mit der Arbeit des lokalen TV-Senders konfrontiert und bekommt dabei die völlig überspitzt dargestellte Show des Dr. Perseco zu sehen. Erst danach stellt sich dann eine gewisse Ernsthaftigkeit ein und die geheimnisvolle Mordserie nimmt so langsam ihren Lauf. Zugegebenermaßen offenbart "Kill TV" dabei auch einige sehenswerte Momente, allerdings können diese den eher mittelmäßigen Eindruck des Filmes nicht sonderlich aufwerten.

Die meisten der Morde geschehen im Off, dennoch bekommt man diverse und etwas blutigere Szenen zu sehen, die aber zu keiner Zeit den üblichen Rahmen sprengen. Wirklich interessant erscheint lediglich die Suche nach dem Killer, denn dieser muss sich unweigerlich unter den Angestellten des Senders befinden. Bei diesem Aspekt wurde auch ganz ordentliche Arbeit abgeliefert, denn die Identität des Mörders wird erst wenige Minuten vor dem Ende gelüftet. Der Weg bis zur Auflösung des Rätsels gestaltet sich äußerst durchwachsen, denn recht gute Momente wechseln sich immer wieder mit banalen Passagen ab, so das letztendlich kein absolut überzeugender Gesamteindruck entstehen kann.

Das liegt auch mit an den Darstellern, von denen keiner so richtig zu überzeugen weiß. Sämtliche Figuren bleiben eher blass und das dargebotene Schauspiel wirkt an manchen Stellen seltsam unmotiviert. Selbstverständlich sind auch die handelsüblichen und manchmal nicht nachvollziehbaren Handlungsweisen mit an Bord und auch recht dümmliche Dialoge dürfen natürlich nicht fehlen. Trotz dieser unübersehbaren Defizite macht der Film jedoch auf eine gewisse Art und Weise Spaß, was sicherlich auch im enthaltenen Trash-Faktor begründet liegt. Nachhaltige Eindrücke dürfte diese 08/15 Produktion aber keinesfalls hinterlassen, denn dafür mangelt es doch ganz eindeutig an inhaltlicher Substanz. Zudem beinhaltet die Story auch keinerlei neue Impulse die das Sub-Genre bereichern würden, so das es sich definitiv um einen günstigen Slasher von der Stange handelt.

Für zwischendurch ist "Kill TV-Mord auf Sendung" ohne Weiteres geeignet, jedoch sollte man die eigenen Erwartungen an diese Produktion schon im Vorfeld nicht zu hoch ansetzen. In einer Mixtur aus Parodie und Ernsthaftigkeit präsentiert sich ein Werk auf TV-Niveau, was bei der vorhandenen Thematik dann auch absolut passend ist. Bis auf einige eher belanglose Phasen ist die Erzählung zumindest recht kurzweilig gestaltet und ein wenig Kunstblut gibt es immerhin auch zu sehen. So gestaltet sich eine Sichtung dann auch nicht als verschwendete Lebenszeit, aber zu mehr reicht es letztendlich leider nicht.


Fazit:


Man kann sich diesen Beitrag gut und gern einmal ansehen, in der Sammlung muss man ihn allerdings nicht zwingend haben. Diese Einschätzung trifft dann wohl am besten zu und unterstützt auch den Aspekt, das sich Kill TV-Mord auf Sendung" maximal im absoluten Durchschnittsbereich ansiedelt.


5/10
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horror1966
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Re: Kill TV - Mord auf Sendung

Beitragvon horror1966 » 10. Nov 2017 13:05

Kritik eingefügt
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horror1966
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