Halloween Night

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Halloween Night

Beitragvon horror1966 » 28. Sep 2013 16:36

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Halloween Night
(Halloween Night)
mit Derek Osedach, Rebekah Kochan, Scot Nery, Sean Durrie, Alicia Klein, Erica Roby, Amanda Ward, Jared Michaels, Jay Costelo, Michael Schatz, Amelia Jackson-Gray, Nicholas Daly Clark, Tank Murdoch, Jonathan Weber
Regie: Mark Atkins
Drehbuch: Michael Gingold
Kamera: Mark Atkins
Musik: Mel Lewis
Juristisch geprüft
USA / 2006

Larry und seine Freunde von der Highschool wollen ihre Abschlussfeier in einem abgelegenen alten Haus feiern und es dort noch mal richtig krachen lassen. Doch die Feier geht schrecklich schief, weil ein entstellter Psychopath der lokalen Nervenklinik entweicht und auf der Party auftaucht, welche in demselben Haus gefeiert wird, in der der Psychopath seine traumatisierte Kindheit verbrachte. Von da an beginnt die Schlachtnacht des grössten Massenmörders seit Jason Vorhees und Michael Myers. 1982 wurde Christopher Vail nach dem Mord an seiner Familie weggesperrt... 10 Jahre später, in der Halloween Nacht, kehrt er zurück.


Die Firma Asylum hat es sich ja anscheinend zur Aufgabe gemacht, die Filmwelt mit etlichen Low Budget Produktionen zu bereichern und so ist es auch nicht wirklich verwunderlich, das sich vorliegender Film nahtlos in die Reihe anderer Billig-Varianten einreiht. Allerdings sollte man diesem Werk positiv zugestehen, das es weitaus besser gelungen ist wie beispielsweise ein "I Am Omega", der einfach nur peinlich war. Nun bietet "Halloween Night" storytechnischen Tiefgang oder eine tiefergehende Beleuchtung einzelner Charaktere, es wurden ganz einfach die altbekannten Zutaten für einen Slasher in einen Topf geworfen und kräftig umgerührt. Das Erstaunliche darin ist nur, das sich das Ergebnis durchaus sehen lassen kann, was bei Produktionen von Asylum nicht alle Tage der Fall ist. Der Zuschauer wird mit einer soliden Rahmenhandlung konfrontiert, die keineswegs neu oder gar innovativ ist, was allerdings Freunden des Slashers nicht sonderlich übel aufstoßen dürfte, da man mit allen üblichen Klischees und unlogischen verhaltensweisen konfrontiert wird, die einen solchen Film so sehenswert machen.

Zudem geht es wenigstens phasenweise wirklich einigermaßen spannend zur Sache, denn auch wenn das geschehen doch größtenteils recht vorhersehbar ist, baut sich mit der Zeit ein recht konstanter Spannungsbogen auf, der auf jeden Fall seinen Zweck erfüllt und dem Betrachter solide Slasherkost garantiert. Dazu zählt auch der vorhandene Härtegrad, der nicht unbedingt neue Maßstäbe setzt, aber doch als jederzeit angemessen bezeichnet werden kann. So gibt es dann auch mehrere Morde zu begutachten, die jetzt nicht unbedingt einfallsreich dargestellt werden, aber doch streckenweise schön blutig geraten sind, so das Fans hier auf ihre Kosten kommen sollten.

Nun gibt es auch in diesem Film die schon fast obligatorischen Logiklöcher, die man einerseits höflich übersehen könnte, oder man zählt zu den leuten, die sich tierisch darüber aufregen können. Ich persönlich zähle mich eigentlich zur ersten Gruppe, obwohl es schon ziemlich fragwürdig erscheint, wie ein Killer, der sein Leben lang in einer Klinik eingesperrt war, mit einemmal nahezu perfekt autofahren kann, obwohl er es nie gelernt hat. Von diesen offensichtlichen Schwächen gibt es hier wirklich einige zu bestaunen, was aber meiner Meinung nach nichts am Unterhaltungswert des Filmes ändert. Und genau darauf sollte man die geschichte reduzieren, denn rein inhaltlich hat sie nicht besonders viel zu bieten, vielmehr bekommt man die üblichen Nacktszenen geboten, die in einem Slasher einfach nicht fehlen dürfen, dazu einen ansehnlichen Härtegrad, der für einige andere Mankos durchaus entschädigen kann. Wenn man darüber hinaus noch über maximal durchschnittliches Schauspiel hinwegsehen kann, dürfte man relativ gut unterhalten werden.

Letztendlich sticht "Halloween Night" aber keineswegs aber keinesfalls aus der großen Durchschnittsmaße heraus und stellt so auch keinen Genre-Beitrag dar, der unbedingt nachhaltigen Eindruck beim Zuschauer hinterlässt. Für einen gemütlichen Filmabend jedoch ist der Film jederzeit geeignet, man sollte seine Erwartungen allerdings von Beginn an nicht zu hoch ansetzen und dieses Werk lediglich an seinem Unterhaltungswert messen, der mit einigen Abstrichen auf jeden Fall vorhanden ist.


Fazit:


"Halloween Night" ist mit absoluter Sicherheit alles andere als ein Meilenstein des Sub-Genres, bietet jedoch größtenteils kurzweilige, wenn auch recht anspruchslose Unterhaltung. Ansprüche an Logik und Tiefgang dürfen auf keinen Fall gestellt werden, denn dafür handelt es sich eindeutig um den falschen Film. Und so werden wohl auch die etwas anspruchsvolleren Film-Fans diesen Film eher verteufeln, wohingegen ich mir aber auch sicher bin, das sich für diesen Slasher eine Fan-Base finden wird.


5/10
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