Ed Gein - Der wahre Hannibal Lecter

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 142

Ed Gein - Der wahre Hannibal Lecter

Beitragvon horror1966 » 23. Nov 2013 17:25

Bild





Ed Gein: Der wahre Hannibal Lecter
( Ed Gein: The Butcher of Plainfield)
mit Kane Hodder, Michael Berryman, Priscilla Barnes, Shawn Hoffman, Adrienne Frantz, John Burke, Kendal Sheppard, Caia Coley, Amy Lyndon, Mike Korich, Deborah Flora, Stan Bly
Regie: Michael Feifer
Drehbuch: Michael Feifer
Kamera: Roberto Schein
Musik: Glenn Morrissette
Keine Jugendfreigabe
USA / 2007

In dem kleinen Städtchen Plainfield in Wisconsin verschwinden Ende der 50er Jahre immer mal wieder spurlos Menschen. Die Polizei steht vor einem Rätsel und ahnt nicht, dass ein in der Nähe wohnender Farmer namens Ed Gein mittlerweile von Leichenschändung auf Meuchelmord umgestiegen ist. Jungcop Mason, sehr zum Verdruss seiner Vorgesetzten auf eigene Faust ermittelnd, kommt Gein auf den Schlich, gerade als dieser sich des Polizisten blonde Freundin schnappt. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt.


Man weiss eigentlich gar nicht, wie man diesen Film bewerten soll. Ich fand die erste Verfilmung ja schon ziemlich schwach, aber die war wenigstens etwas biografisch. Das will diese neue Verfilmung erst gar nicht sein und macht da auch eigentlich zu keiner Zeit einen Hehl draus. Dieser Film will als Horrorfilm gelten, schafft dies aber leider auch nur bedingt. Nun sollte man aber fairerweise sagen, das der Film nicht so schlecht ist wie einige Kritiken vermuten lassen, denn durchaus solide Horrorkost wird schon geboten, auch wenn der Film nicht gerade über mehrere Highlights verfügt.

Ob man mit Kane Hodder die richtige Besetzung für die Figur des Ed Gein verpflichtet hat, wage ich doch sehr stark zu bezweifeln. Allein von der Statur passt das schon einmal überhaupt nicht und auch die darstellerische Leistung lässt meiner Meinung nach doch etwas zu wünschen übrig. Eine andere Darstellerwahl wäre wohl angebrachter und auch etwas glaubhafter gewesen, denn Ed Gein war nun einmal nicht dieser hünenhafte Typ, wie ihn Hodder darstellt. Und da der Filmtitel den Namen Ed Gein beinhaltet, drängen sich nun einmal zwangsläufig die Vergleiche auf.

Was recht gut rüberkommt, ist die doch ziemlich dichte Atmosphäre, die ich aber auch erst beim zweiten Anschauen des Films so empfunden habe, es entwickelt sich doch eine gewisse Bedrohlichkeit, die ich beim ersten Anschauen nicht unbedingt verspürt habe. Aber es gibt ja immer wieder Filme, die erst nach mehrmaliger Sichtung zu gefallen wissen. Nun ist es zwar keineswegs so, das ich dieses Werk jetzt als Meisterwerk ansehe, aber bin ich zu der Meinung gekommen, das meine erste Bewertung damals doch etwas zu niedrig geraten war. Trotzdem ändert das nichts an der Tatsache, das hier leider etwas an Potential verschenkt wurde, was sicherlich vermeidbar gewesen wäre.

Leider hat Michael Feifer hier die Chance vertan, eine richtig gute Mischung aus Horror und Biografie zu kreieren, alles, was am Ende bleibt, ist ein recht netter Horrorfilm, aus dem man weitaus mehr hätte machen können, wenn man sich etwas mehr Mühe gegeben hätte. Dennoch sollten sich Horrorfans den Film ruhig einmal ansehen, denn es gibt deutlich schlechtere Film im Genre, die aber komischerweise viel besser bewertet werden.


6/10
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

Bild Big Brother is watching you
Benutzeravatar
horror1966
El Presidente
 
Beiträge: 5369
Registriert: 09.2013
Geschlecht:

Zurück zu "Der amerikanische Horrorfilm"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste