End of Days - Nacht ohne Morgen

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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End of Days - Nacht ohne Morgen

Beitragvon horror1966 » 15. Nov 2014 15:40

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End of Days - Nacht ohne Morgen
(End of Days)
mit Arnold Schwarzenegger, Gabriel Byrne, Robin Tunney, Kevin Pollak, CCH Pounder, Derrick O'Connor, David Weisenberg, Rainer Judd, Miriam Margolyes, Udo Kier, Victor Varnado, Michael O'Hagan, Mark Margolis
Regie: Peter Hyams
Drehbuch: Andrew W. Marlowe
Kamera: Peter Hyams
Musik: John Debney
FSK 16
USA / 1999

Der verbitterte Ex-Cop Jericho Cane verdingt sich an der Seite seines Partners Chicago als Sicherheitsbeamter. Da wird er zum Jahrtausendwechsel in ein Katz-und-Maus-Spiel verwickelt, in dessen Mittelpunkt die unschuldige Christine steht. Wegen ihr ist der Teufel auf die Erde gekommen. Dieser setzt nun alles daran, die Jungfrau noch vor der Millenniums-Nacht zu verführen. Sollte ihm dies gelingen, würde der Fürst der Finsternis zum Herrscher von Himmel und Hölle aufsteigen. Dieses Unterfangen will Jericho um jeden Preis verhindern.


Es gibt nicht gerade wenige Leute, die "End of Days" zu den schlechtesten Filmen eines Arnold Schwarzenegger zählen, wobei ich diese Meinung überhaupt nicht nachvollziehen kann. Sicher, Filme mit einer ähnlich gelagerten Thematik gibt es genügend, aber dennoch hat Peter Hyams hier einen insbesondere in atmosphärischer Hinsicht überzeugenden Mix aus Horror und Action kreiert. Insbesondere die religiöse Hintergrundthematik verleiht der Geschichte ihren ganz besonderen Reiz, denn wenn Arnie sich mit dem Teufel anlegt ist spannende Unterhaltung vorprogrammiert. Von Beginn an entfaltet "End of Days" eine absolut faszinierende Grundstimmung, die sich mit zunehmender Laufzeit immer mehr verdichtet und dabei äußerst bedrohliche Züge erkennen lässt. Arnie und Gabriel Byrne in der Rolle des Teufels in menschlicher Gestalt liefern sich einen gelungenen Schlagabtausch und überzeugen beide durch gelungene Performances. Komischerweise sind einige Leute gerade im Bezug auf Herrn Schwarzenegger vollkommen anderer Meinung und sehen sein Schauspiel in dieser Produktion als müde und lustlos an.

Ich persönlich empfinde das viel eher als nahezu perfekte Darstellung seiner Figur, denn immerhin verkörpert der "Terminator" einen verbitterten und innerlich zerbrochenen Ex-Cop, der den Mord an seiner geliebten Familie nie verwinden konnte. Dazu passt die Performace hervorragend und verleiht der Figur des Jericho Cane sogar ein Höchstmaß an Authentizität, was aber natürlich im Auge des jeweiligen Betrachters liegt. Wie dem auch sei, Schwarzenegger und Byrne sind die perfekten Kontrahenten in diesem Szenario und der Kampf Gut gegen Böse wird von den beiden erstklassig interpretiert. Auch die Nebendarsteller liefern einen ordentlichen Job ab, verblassen jedoch ein wenig gegen die Omnipräsenz der beiden Hauptfiguren. Natürlich hat Hyams auch für genügend Action gesorgt, allerdings sollte man keinesfalls einen typischen Arnie-Action-Kracher erwarten und genau wegen diesem Aspekt Könnte ich mir gut vorstellen, das der Film bei etlichen Fans durch das Raster fällt.

Vielleicht kommen diese ganz einfach nicht damit klar, das "End of Days" in erster Linie einen Mystery-Thriller darstellt, der als solcher auch ganz hervorragend funktioniert. Die in meinen Augen herausragend düstere Atmosphäre und die gelungene Farbgestaltung des Ganzen gehen einem regelrecht unter die Haut und sind für eine Geschichte mit der vorliegenden Thematik wie gemalt. Hinzu kommt auch noch eine erstklassige musikalische Untermalung, so das es in der Summe im Prinzip kaum etwas zu bemängeln gibt. Zwar kommt das Werk nicht ganz an die Klasse von Filmen wie beispielsweise "Terminator" oder auch "True Lies" heran, zählt aber dennoch zum oberen Drittel in der Filmografie eines Arnold Schwarzenegger. Das diese Einschätzung bestimmt nicht jeder teilt ist vollkommen klar, das diese Produktion jedoch teilweise als absoluter Rohrkrepierer hingestellt wird ist absolut nicht nachzuvollziehen. Eventuell könnte man das ein wenig theatralisch ausgefallene Ende ein bisschen kritisieren, denn an dieser Stelle wird wirklich etwas zu dick aufgetragen.

In der Summe präsentiert sich jedenfalls ein Gesamteindruck, der weit oberhalb des normalen Durchschnittsbereiches angesiedelt ist. Diese Einschätzung ist natürlich immer auch ein wenig subjektiv und dem persönlichen Geschmack geschuldet, aber eine vernichtende Kritik hat dieser atmosphärische Mystery-Action-Mix mit Anleihen beim Horrorfilm auf keinen Fall verdient. Dafür ist alles viel zu gut aufeinander abgestimmt, zudem sorgen allein schon die beiden sehr gut aufspielenden Hauptdarsteller für etliche Schauwerte, wobei Gabriel Byrne in dieser Beziehung eindeutig die Nase vorn hat.


Fazit:


"End of Days" zählt ganz eindeutig zu den am meisten missverstandenen Filmen von Arnie und wird teilweise mit vernichtenden Kritiken versehen, die dieses Werk beim besten Willen nicht verdient hat. Eine spannende und gut erzählte Story, eine dichte und düstere Stimmung, tolle Bilder und etwas Action sorgen für ein mehr als ordentliches Gesamtpaket das Peter Hyams hier geschnürt hat.


8,5/10
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Re: End of Days - Nacht ohne Morgen

Beitragvon dude-1984 » 12. Okt 2017 18:10

letzter richtig guter arni!

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Re: End of Days - Nacht ohne Morgen

Beitragvon horror1966 » 12. Okt 2017 19:34

Habe jetzt auch endlich mal die Kritik dazu geschrieben.
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