Dracula - Die Rückkehr des Pfählers

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Dracula - Die Rückkehr des Pfählers

Beitragvon horror1966 » 26. Nov 2015 13:10

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Dracula - Die Rückkehr des Pfählers
(The Impaler)
mit Diana Angelson, Christian Gehring, Christina Collard, Teo Celigo, Marcienne Dwyer, Rocco Nugent, Mark Jacobson, Gregory Lee Kenyon, Mindy Robinson, Katelynn Derengowski, B.D. Freakin, Korbyn Hawk Hanan
Regie: Derek Hockenbrough
Drehbuch: Derek Hockenbrough / Diana Angelson / Daniel Anghelcev
Kamera: Steve Snyder
Musik: Ramin Kousha
FSK 16
USA / 2013

Ein paar Highschool-Freunde starten ihren Trip quer durch Europa in Transsilvanien. Vor allem das Schloss von Vlad, dem Pfähler (Gregory Lee Kenyon), weckt die Neugier der Teenager. Dieser hat nach seiner Rückkehr von einer Schlacht vor mehreren hundert Jahren seine Diener, Soldaten und seine Familie bei einem Überfall auf sein Schloss verloren. Als letztes Mitglied des Drachen-Ordens hat er, so die Legende, anschließend seine Seele an den Teufel verkauft und ist zum Untoten geworden. Geleitet von Vlads rechter Hand Veronica (Diana Angelson), die als dämonische Empfangsdame eventuelle Besucher begrüßt, darf die Schülergruppe das Schloss betreten. Aber um auch wieder herauszukommen, müssen sich diese gegen verführerische Vampire, versteckte Fallen und andere tödliche Gefahren zur Wehr setzen...


Und wieder einmal steht die Figur von Vlad dem Pfähler auf dem Prüfstand, denn obwohl die vorliegende Thematik im Prinzip völlig ausgelutscht erscheint, hat sich ein Herr Derek Hockenbrough für seine erste Regie Arbeit des Dracula Themas bedient. Nun wäre das ja nicht weiter schlimm, wenn zumindest das Ergebnis stimmen würde, doch diese Hoffnung zerschlägt sich beim Betrachter schon nach einer relativ kurzen Zeitspanne. Statt eines atmosphärischen Vampirfilms präsentiert sich nämlich eine eher dümmliche Geschichte, in der zu allem Überfluss auch noch mehrere Teenager im Vordergrund stehen. An dieser Stelle bedient man sich also eines typisch amerikanischen Klischees und im Grunde genommen hätte man aus der Nummer zumindest ein unterhaltsames Filmchen basteln können, aber Hockenbrough fehlt es ganz augenscheinlich am nötigen Gespür dafür.

So ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, das die Erzählung fast durchgehend seltsam und belanglos vor sich hin plätschert und überhaupt keine Höhepunkte beinhaltet. Man versteift sich vielmehr darauf, das Szenario mit diversen Rückblenden und eigenartigen Traum Sequenzen anzureichern, um das Ganze anscheinend etwas spannender zu gestalten. Dieser Versuch geht jedoch ziemlich nach hinten los, denn wirkliches Interesse kann "Dracula - Die Rückkehr des Pfählers" kaum beim Zuschauer entfachen. Das liegt zudem auch an der Optik des Filmes, die auf irgendeine Art und Weise seltsam steril und künstlich erscheint. Zudem fehlt es vollkommen an der nötigen Grundstimmung für einen Vampirfilm, denn zu keiner Zeit verspürt man so etwas wie ein gepflegtes Grusel Feeling. Das Gesamtbild erinnert stattdessen an eine eher billige TV Produktion und mit einem Budget von schätzungsweise 500.000 $ ist das Werk auch nicht sonderlich üppig ausgestattet.

Das kann aber keinesfalls als Entschuldigung her halten, denn gute Filme wurden im Laufe der Jahre auch schon mit weitaus weniger Geld produziert. Im vorliegenden Fall liegt es dann wohl auch eher am fehlenden Talent des Regisseurs, das die Ereignisse so gar keinen Funken überspringen lassen wollen. Es fehlt ganz einfach an allen Ecken und Enden an jeglicher Inspiration und lediglich ein paar handgemachte Effekte bewahren diese Produktion davor, als absoluter Rohrkrepierer in die Filmgeschichte einzugehen. Auch die Ebene des dargebotenen Schauspiels bewegt sich nicht in schwindelerregenden Höhen, denn die ziemlich unbekannten Darsteller agieren fast die gesamte Laufzeit über recht hölzern und ungelenk. Dieser Aspekt fügt sich allerdings nahezu perfekt in das äußerst schwache Gesamtbild ein und ist letztendlich keine sonderlich große Überraschung.

Im Endeffekt hätte man sich diesen Film auch gut und gern sparen können, denn eine solche Verfilmung braucht nun wirklich keine Sau. Bis auf wenige gute Momente wird einem so gut wie nichts geboten und am meisten stört dabei die Tatsache, das in keinem einzigen Momente so etwas wie Atmosphäre aufkommt. Gerade bei Vampirfilmen sollte diese aber unbedingt vorhanden sein, doch anscheinend hat Mr. Hockenbrough noch nie etwas davon gehört. Eine echte Empfehlung kann man also keinesfalls aussprechen, doch eventuell könnten Vielseher zumindest ein wenig mit diesem seltsamen Szenario anfangen, das aber definitiv keine echte Begeisterung hervor rufen kann.


Fazit:


Und wieder einmal bekommt man einen Beitrag geboten, den man ohne Übertreibung als vollkommen überflüssig und belanglos einstufen kann. Mit etwas mehr Feingefühl und Gespür für das Wesentliche hätte man dabei sehr wohl einen zumindest stimmigen Film kreieren können, doch "Dracula - Die Rückkehr des Pfählers" offenbart sich als das genaue Gegenteil.


3/10
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