Die Farm

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Die Farm

Beitragvon horror1966 » 14. Feb 2017 14:06

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Die Farm
(Deer Crossing)
mit Christopher Mann, Laura L. Cottrel, K.J. Linhein, Ernie Hudson, Doug Bradley, Tom Detrik, Carmela Hayslett, Jennifer Butler, Warren Hemenway, Kevin Fennell, Sebastian Banes, Jeanette Branch, Tina-Desiree Berg
Regie: Christian Grillo
Drehbuch: Christian Grillo
Kamera: Scott E. Kaufman
Musik: Christian Grillo
keine Jugendfreigabe
USA / 2012

Maggie und ihr Sohn Cole erleiden einen Autounfall nahe einer abgelegenen Farm. Der Farmer nimmt die Verletzten mit in sein Haus. Für die Polizei und die Familie bleiben die beiden spurlos verschwunden. Ehemann und Vater Derrick sieht die beiden nicht mehr wieder, die Ermittlungen werden eingestellt. Bis er nach acht Jahren unvermittelt einen mysteriösen Anruf erhält. Mit Hilfe eines pensionierten Polizisten macht sich Derrick auf die Suche, reist zum Ort des Geschehens in die Einöde und rollt die Ermittlungen von neuem auf. Etwas stimmt hier nicht und auch der lokale Sheriff scheint seine Hände im Spiel zu haben. Ist der junge Mann, der seit einiger Zeit auf der Farm lebt, womöglich Cole? Und wo ist Maggie die letzten acht Jahre abgeblieben?


In der Regel sind Filme denen erst Jahre nach ihrem Erscheinen eine DVD-bzw. Blu-ray Veröffentlichung zu teil wird mit Vorsicht zu genießen, denn es wird schon seine Gründe haben, das sich erst im nachhinein ein Label findet, das diverse Werke bei uns in Deutschland auf den Markt bringt. Sicherlich gibt es auch angenehme Ausnahmen, zu denen der vorliegende Beitrag "Die Farm" aus dem Jahr 2012 leider nicht zu zählen ist. Dabei verspricht doch die Inhaltsangabe durchaus Potential für einen ordentlichen Horrorfilm, jedoch ist die Umsetzung der vorliegenden Geschichte äußerst schlecht gelungen. OK, es handelt sich um eine absolute Low Budget Produktion, für die anscheinend gerade einmal 50.000 $ zur Verfügung standen, doch selbst aus dermaßen bescheidenen Mitteln hat so mancher Regisseur schon wahre Perlen geschaffen. Was jedoch Christian Grillo mit seinem Erstling auf den Weg gebracht hat ist nichts anderes als die pure Langeweile, die sich zu allem Überfluss auch noch auf gut 100 Minuten Laufzeit verteilt.

Schon nach wenigen Minuten kann sich der Betrachter ausmalen, das er bei der Wahl dieses Filmes ordentlich daneben gegriffen hat, denn dafür sorgen in erster Linie die völlig talentfreien Darsteller, die sich in Sachen Unbeholfenheit gegenseitig übertreffen. Nun kann man bei einem solchen Independent Movie sicherlich keine oscarreifen Leistungen, geschweige denn einen namhaften Cast erwarten, aber die hier erbrachten Leistungen spotten nun wirklich jeder Beschreibung. Da hilft es dann auch nicht, wenn mit "Pinhead" Doug Bradley zumindest ein bekanntes Gesicht in einer Nebenrolle zu sehen ist, denn sein Mitwirken kann das dilettantische Spiel der Akteure nicht vor einem vernichtenden Urteil bewahren. Zumindest hat Grillo aber dafür gesorgt, das auch sämtliche anderen Zutaten seines obskuren Werkes dafür Sorge tragen, das eh schon kaum vorhandene Niveau noch weiter in den Keller zutreiben.

Die vorhandenen Dialoge und die deutsche Synchronisation sind dafür das beste Beispiel, denn beide Dinge bewegen sich nahe an der Grenze zur vorsätzlichen Körperverletzung und sind schwerlich zu ertragen. Wenn die Chose nun zumindest unfreiwillig komisch wäre, dann könnte man dem Ganzen eventuell aus der Sicht des Trash-Liebhabers etwas abgewinnen, aber leider wird stattdessen krampfhaft versucht, hier den Eindruck einen ernst zu nehmenden Genrebeitrags zu erwecken. Dieser Versuch misslingt allerdings völlig, denn das hanebüchene Szenario ist einfach nur schlecht und man erliegt während der Laufzeit nicht nur einmal fast der Versuchung vorzeitig die Stop-Taste zu drücken und die Sichtung möglichst frühzeitig zu beenden.

Aber was tut man nicht alles, um eine möglichst objektive Bewertung zu einem Film abzugeben und dabei auch die vorhandenen Stärken gesondert zu erwähnen. In vorliegendem Fall tut man sich jedoch extrem schwer damit, denn letztendlich lässt dieser völlig misslungene Versuch eines Horrorfilms ausschließlich Wut in einem darüber aufsteigen, das man einmal mehr kostbare Lebenszeit mit filmischem Abfall vergeudet hat, denn so und nicht anders kann man dieses Machwerk bezeichnen. Gott sei dank setzt aber irgendwann der Abspann ein und damit wären wir auch schon bei der einzigen Sache, die hier wirklich positiv zu bewerten ist. Den Aufdruck "uncut" auf dem Blu-ray Cover hätte man sich im Übrigen auch ohne Weiteres sparen können, denn "Die Farm" beinhaltet keinerlei Passagen, die man auch nur ansatzweise hätte schneiden müssen. Der Härtegrad tendiert in den Null-Bereich, aber dieser Aspekt wundert einen im Endeffekt auch nicht mehr. Und so kann man dann auch nur eine Empfehlung an all jene aussprechen die sich einmal so richtig den Tag versauen wollen, denn zu diesem Zweck eignet sich das Regie Debüt von Grillo definitiv.


Fazit:


"Die Farm" entpuppt sich als der totale Rohrkrepierer und das hat überhaupt nichts damit zu tun, das es sich hier um eine Low Budget Produktion handelt. Es ist vielmehr die saumäßig schlechte Umsetzung einer Story, die durchaus das Potential für einen ordentlichen Horrorfilm hätte. Was aber daraus gemacht wurde ist unter aller Kanone und deswegen kann man nicht unbedingt zu einer Sichtung raten.


1/10
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horror1966
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Re: Die Farm

Beitragvon horror1966 » 15. Feb 2017 18:28

Kritik eingefügt
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horror1966
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