Die dunkle Gräfin

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Die dunkle Gräfin

Beitragvon horror1966 » 17. Apr 2017 13:08

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Die dunkle Gräfin
(Lady of Csejte)
mit Svetlana Khodchenkova, Isabelle Allen, Ada Condeescu, Lia Sinchevici, Claudiu Trandafir, Valentin Teodosiu, Pavel Derevyanko, Lucas Bond, Alexandra Poiana, Sandu Mihai Gruia
Regie: Andrei Konst
Drehbuch: Matthew Jacobs
Kamera: Maxime Alexandre
Musik: Nathaniel Levisay
FSK 12
USA / 2015

Transsylvanien im frühen 17. Jahrhundert. Zwei junge Waisen, Bruder und Schwester, verdienen sich auf den Märkten der Städte das karge tägliche Brot. Eines Tages werden sie wegen Diebstahls vor Gericht gebracht. Doch in letzter Sekunde werden sie von der mächtigen Gräfin Bathory gerettet. Sie ist bereit, den Geschwistern Obdach zu gewähren und sie in ihren Dienst zu nehmen. Doch diese Hoffnung trügt. Denn schon seit langem verschwinden immer wieder Kinder in der Gegend spurlos. Man hat die schöne Gräfin in Verdacht und bald entdecken die beiden Kinder die schaurige Wahrheit hinter den dunklen Schlossmauern. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.


Schon des Öfteren gab es Verfilmungen über die sogenannte Blutgräfin Barthory, die unzähligen Kindern das Leben genommen haben soll. Nun ergibt sich so im Prinzip der perfekte Stoff für einen mittelalterlichen Serienmörder-Film, aber die vorliegende filmische Adaption von Andrei Konst offenbart sich dann doch viel eher wie ein laues Lüftchen. Zwar deklariert sich das Erstlingswerk selbst als Horrorfilm, wobei es dem Zuschauer jedoch äußerst schwer fallen dürfte, die entsprechenden Elemente des Genres auch wirklich zu erkennen. Sicher, von der Thematik her tendiert das Werk sehr wohl in diese Richtung, allerdings bleibt das Szenario doch eine ganze Menge schuldig, denn bis auf diverse Andeutungen bekommt man herzlich wenig geboten. Bei einer Freigabe ab 12 Jahren dürfte dies nicht sonderlich überraschen, aber zumindest hätte man das Ganze doch zumindest so gestalten können, das ein subtiler Horror-Anstrich die Ereignisse begleitet. Davon ist man aber leider recht weit entfernt, denn Konst scheint es am nötigen Talent zu mangeln, um seine Erzählung mit den wesentlichen Bestandteilen eines Horrorfilms auszustatten.

So eröffnet sich dann auch eine teilweise ziemlich zähflüssige Geschichte, in der man Spannung und eine entsprechende Atmosphäre fast völlig vermisst. Es fällt ehrlich gesagt schon relativ schwer durchgehend am Ball zu bleiben, denn "Die dunkle Gräfin" beinhaltet keinerlei nennenswerte Schauwerte und echte Höhepunkte gibt es schon mal gar nicht. Stattdessen wird man mit unzähligen und eher belanglosen Dialogen konfrontiert, so das sich der Unterhaltungswert des Ganzen doch in einem extrem überschaubaren Rahmen bewegt. Zudem ist der Film mit einer Lauflänge von 100 Minuten zu lang geraten, denn schon in der ersten Filmhälfte machen sich beim Betrachter dezente Ermüdungserscheinungen breit. Es passiert einfach nichts und die Abläufe gestalten sich auch viel zu belanglos, als das zu irgendeiner Zeit ein echter Funke überspringen würde.

Die Story um das im Mittelpunkt stehende Geschwister-Paar enthält etliche Längen und auch das Schauspiel der Akteure trägt nicht unbedingt dazu bei, den relativ bescheidenen Gesamteindruck aufzuwerten. Konst hat es ganz einfach nicht verstanden, das Ganze zumindest mit einer ordentlichen Grundstimmung auszustatten und so lässt man dieses äußerst langweilige Filmchen viel eher über sich ergehen, als das sich wirkliches Interesse bemerkbar machen würde. Das hätte man sicherlich vermeiden können, aber die Umsetzung des Stoffes wirkt lieblos und ohne jegliche Inspiration. Nach über einer Stunde Laufzeit wird man aber wenigstens ein bisschen aus seinem Dämmerzustand heraus gerissen und die Ereignisse gestalten sich etwas unterhaltsamer, wobei es aber auch nicht sonderlich schwierig ist, die völlig misslungene erste Stunde zu toppen. Eine geringe Temposteigerung in der Erzählweise ist dann aber auch schon das einzige Highlight und es ist als ziemlich traurig anzusehen, das man dieses Ereignis überhaupt so betiteln muss.

Insgesamt gesehen ist "Die dunkle Gräfin" ein eher überflüssiger Film, den man sich auch gut und gern hätte verkneifen können. Wenn man schon an den vorliegenden Stoff heran geht, dann sollte man ihn zumindest interessant und spannend in Szene setzen. Der Versuch von Andrei Konst kann aber als äußerst misslungen angesehen werden, denn die vorliegende Story ist eher ermüdend, als das sie Kurzweil oder Unterhaltung verbreiten würde. Es mangelt an jeglichem Pepp und gähnende Langeweile ist so ziemlich das Einzige, was in diesem drögen Werk fast durchgehend an den Tag tritt.


Fazit:


Eine echte Empfehlung kann man beim besten Willen nicht aussprechen aber bestimmt gibt es einige Leute, die auch dieser filmischen Schlaftablette etwas abgewinnen können. Bei mir ist das leider nicht der Fall, denn "Die dunkle Gräfin" ist eigentlich eine Enttäuschung auf der ganzen Linie.


3/10
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Re: Die dunkle Gräfin

Beitragvon horror1966 » 24. Apr 2017 11:05

Kritik ist drin.
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horror1966
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