Devil's Candy

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Devil's Candy

Beitragvon horror1966 » 9. Jul 2017 08:53

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Devil's Candy
(The Devil's Candy)
mit Ethan Embry, Shiri Appleby, Pruitt Taylor Vince, Kiara Glasco, Tony Amendola, Craig Nigh, Leland Orser, Oryan Landa West, Richard Rollin, Shiela Bailey Lucas, Marco Perella
Regie: Sean Byrne
Drehbuch: Sean Byrne
Kamera: Simon Chapman
Musik: Mads Heldtberg / Michael Yezerski
keine Jugendfreigabe
USA / 2015

Seitdem er mit seiner Frau Astrid und Tochter Zooey in ein neues Haus in Texas gezogen ist, in dem vormals eine Bluttat geschah, wird Jesses zuletzt ruhende künstlerische Kreativität von zunehmend höllischeren Visionen beflügelt. Ihm ist nicht bewusst, dass eine dämonische Macht von ihm Besitz zu ergreifen versucht. Seine Leidenschaft scheint sich zunehmend in einen Wahnsinn zu steigern. Und dann taucht Ray auf, der Sohn der vormaligen Hausbesitzer, der nichts Gutes im Schilde führt.


Im Jahr 2009 machte der Australier Sean Byrne auf sich aufmerksam und legt mit seinem Regiedebüt "The Loved Ones" einen herrlich erfrischenden Horrorfilm vor, so das man als Zuschauer durchaus die Hoffnung hegte, das in der Zukunft noch weitere Werke gleicher Güteklasse folgen könnten. Sechs lange Jahre musste man allerdings warten, bis 2015 mit "Devil's Candy" endlich die zweite Arbeit folgte, die nun endlich auch bei uns auf DVD und Blu-ray erschienen ist. Dieses Mal handelt es sich um einen erstklassig inszenierten Okkult Schocker der eine gelungene Hommage an vergangene Zeiten ist und zudem mit einem herrlichen Metal Soundtrack unterlegt ist. Harte Klänge und der Horrorfilm vertragen sich anscheinend sehr gut, denn die musikalische Untermalung des Filmes lässt das Geschehen gleich noch einmal eine Spur intensiver auf einen einwirken. In gewisser Art und Weise verspürt man mit zunehmender Laufzeit fast schon eine hypnotische Anziehungskraft, denn Byrne hat es absolut fantastisch verstanden seiner Erzählung eine sogartige Wirkung einzuverleiben, der man sich beim besten Willen nicht entziehen kann.

In gewissen Phasen des Filmes fühlt man sich ein wenig an Rob Zombies "Lords of Salem" erinnert, wobei die vorliegende Story allerdings um mindestens eine Klasse besser daher kommt. Schon nach einer relativ kurzen Einführungsphase baut sich eine wunderbar dichte und enorm bedrohliche Grundstimmung auf, was ganz sicher auch in der Tatsache begründet ist, das das Böse zu keiner Zeit greifbar ist. Die dämonische Kraft die anscheinend Besitz von zwei Männern ergriffen hat bleibt unsichtbar und kommt lediglich durch die Handlungen zum Ausdruck. Untermalt von den harten Metal Klängen wird dabei ein Höchstmaß an Intensität freigesetzt und in manchen Szenen verspürt man ganz automatisch eine aufkommende Gänsehaut. Man fühlt sich in die Ereignisse eingebunden und fiebert so auch durchgehend mit der kleinen Familie mit, die sich hier mit dem unsichtbaren Grauen auseinander setzen muss.

Dafür hält sich "Devil's Candy" mit visuellen Härteeinlagen äußerst vornehm zurück, dennoch macht sich innerhalb des Szenarios ein durchaus beachtlicher Härtegrad bemerkbar, der sich allerdings hauptsächlich im Kopf des Betrachters seinen Platz sucht. Dieser Aspekt ist jedoch sehr positiv, denn manchmal würden visuelle Gewaltspitzen das Gesamtbild eines Filmes viel eher zerstören, als das sie es hilfreich aufwerten würden. Genau ein solcher Fall liegt hier vor, denn "Devil's Candy" versteht es fast spielerisch, allein durch seine gut erzählte Geschichte und die heraus ragende Atmosphäre zu punkten. Der okkulte Anstrich der Abläufe tut sein Übriges um eine ungeheure Faszination auf den Zuschauer auszuüben, die sich auch bis zur letzten Minute aufrecht erhalten kann. Sean Byrne hat wirklich gute Arbeit geleistet und ein mehr als ordentliches Gesamtpaket geschnürt, das den Liebhaber des okkulten Horrorfilms absolut begeistern dürfte. Auch die relativ kleine Darsteller Riege kommt dem Ganzen sehr zu Gute, denn so kann man sich viel besser auf das Wesentliche konzentrieren und muss sich nicht mit unzähligen Figuren auseinander zu setzen.

Zudem machen die Akteure ihre Sache richtig gut und können allesamt mit überzeugendem Schauspiel aufwarten. So gibt es dann letztendlich auch nichts zu beanstanden an Byrne's zweitem Spielfilm, der eine interessante Geschichte spannend erzählt und zudem mit seiner okkulten Grundstimmung dafür Sorge trägt, das man mit einem überaus gelungenem Filmerlebnis belohnt wird. Mit einer Nettolaufzeit von gerade einmal 74 Minuten ist das Szenario zudem auch genau richtig ausgestattet, so das in keiner Phase auch nur der Ansatz von Langeweile entstehen kann.


Fazit:


"Devil's Candy" ist ein richtig unter die Haut gehender Okkult Schocker, der außerdem auch noch mit absolut passenden Metal Klängen ausgestattet ist. Auch ohne explizite Gewaltdarstellungen entfaltet die Story eine ungeheure Wucht und bleibt dem Betrachter auch nachhaltig im Gedächtnis haften.


8/10
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Re: Devil's Candy

Beitragvon horror1966 » 19. Jul 2017 14:34

Kritik ist drin.
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horror1966
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