Dead Silence

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Dead Silence

Beitragvon horror1966 » 21. Mai 2017 09:52

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Dead Silence
(Dead Silence)
mit Ryan Kwanten, Amber Valletta, Donnie Wahlberg, Michael Fairman, Joan Heney, Bob Gunton, Laura Regan, Dmitry Chepovetsky, Judith Roberts, Keir Gilchrist, Steven Taylor, David Talbot
Regie: James Wan
Drehbuch: James Wan / Leigh Wannell
Kamera: John R. Leonetti
Musik: Charlie Clouser
FSK 16
USA / 2007

Als in der friedlichen Kleinstadt Ravens Fair ein Kind ermordet wird, steht die Täterin für die aufgebrachten Bewohner sofort fest: Es muss die kinderlose Bauchrednerin Mary Shaw gewesen sein! Der alten Frau wird die Zunge herausgeschnitten, bevor man sie umbringt und mit ihren unheimlichen Bauchrednerpuppen begräbt. Seit dieser Bluttat wird die Gemeinde von furchtbaren Morden erschüttert - seit Jahrzehnten findet man immer wieder ganze Familien, deren grausam zugerichteten Leichen der Täter die Zungen abgetrennt hat. Als die Ehefrau des jungen Jamie Ashen auf gleiche Weise ermordet wird, macht er sich auf die Jagd nach der untoten Mary Shaw und ihren Killer-Puppen...


Im Bereich des Puppen-Horrors gibt es eigentlich nur recht wenige Beiträge die wirklich sehenswert erscheinen. Am bekanntesten dürfte dabei wohl ganz eindeutig die Chucky Reihe sein, aber auch der vorliegende Beitrag von James Wan lässt sich sehr gut anschauen und offenbart dem Zuschauer ein herrlich düsteres Grusel-Erlebnis. Dabei hat "Dead Silence" eigentlich nie die Aufmerksamkeit bekommen die dem Film meiner Meinung nach zustehen sollte, denn auch wenn hier sicherlich kein Meilenstein des Genres geschaffen wurde, erzählt der bekannte Regisseur eine Geschichte, die insbesondere bei der Erstsichtung mit einem überraschenden Ende aufwarten kann. Bei diesem Aspekt ergibt sich dann aber auch sogleich das größte Manko des Werkes, denn aufgrund des nicht zwingend vorhersehbaren Finales könnte vielen Leuten bei einer neuerlichen Sichtung der nötige Reiz verloren gegangen sein.

Wie dem aber auch sei, die Story wurde in eine wunderbar düstere Grundstimmung gepackt und verfügt zudem auch über einen äußerst konstant gespannten Spannungsbogen. Die atmosphärische Dichte der Ereignisse überträgt sich dabei fast zwangsläufig auch auf den Betrachter, denn Fans gepflegter Gruselkost dürften hier durchaus die ganze Zeit über mitfiebern und gespannt auf die Lösung des Rätsels sein, das sich um die tote Bauchrednerin Mary Shaw rankt. Wan setzt dabei auf die handelsüblichen Zutaten und setzt damit genau auf das richtige Pferd. Zwar bekommt man nicht unbedingt einen Haufen innovativer Ideen angeboten, aber die Rezeptur des Filmes funktioniert absolut großartig. Doch obwohl man an dieser Stelle richtig gelungene Filmkost serviert bekommt, lässt sich das Manko des Finales keinesfalls wegreden. Was bei der ersten Sichtung noch als Wendung oder Aha-Effekt gilt, könnte so manch einen davon abhalten, die DVD noch mehrere Male in den heimischen Player zu stecken, da der Effekt des Showdowns definitiv nicht mehr vorhanden sein wird.

Andererseits ist "Dead Silence" in meinen Augen aber dennoch durchaus mit genügend Sehenswertem ausgestattet, das man selbst mit dem Wissen über die Auflösung des Öfteren einen Blick riskieren kann. Die Darsteller liefern einen ordentlichen Job ab, das visuelle Ambiente ist mehr als ansehnlich und insbesondere die atmosphärische Dichte der Ereignisse dürften genügend Gründe darstellen, warum man dieses Werk in der heimischen Sammlung haben sollte. Für Freunde härterer Filmkost wird allerdings nichts geboten, was aber allein schon aufgrund der Altersfreigabe und der Stilrichtung vorgegeben sein dürfte.

Mir persönlich gefällt "Dead Silence" jedenfalls immer noch gut und auch wenn der Film das Genre bestimmt nicht neu erfindet, bietet er durchgehend unterhaltsame Genrekost auf gehobenem Niveau. Und so hat der gute James Wan schon 2007 sein Talent für Gruselfilme aufblitzen lassen, was sich ja im Laufe der Jahre durch Werke wie "Insidious 1 & 2" sowie die beiden "Conjuring" Filme eindrucksvoll bestätigt hat. Sein Hang zu traditionellen Rezepturen scheint dabei immer wieder durch und auch wenn die Filme nicht sonderlich viel Neues bieten, sind sie spannend aufgebaut und erscheinen in der Summe immer wieder stimmig.


Fazit:


"Dead Silence" ist ganz bestimmt kein Meisterwerk, aber der Film kommt in vielen Bewertungen viel zu schlecht weg, was aufgrund der vorhandenen Klasse recht unverständlich ist. Die Geschmäcker sind aber nun einmal verschieden und ich kann diesen Beitrag auf jeden Fall empfehlen, da er wirklich alles beinhaltet, was einen guten Gruselfilm auszeichnet.


8/10
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