A Crack in the Floor

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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A Crack in the Floor

Beitragvon horror1966 » 20. Nov 2013 18:31

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A Crack in the Floor
(A Crack in the Floor)
mit Mario Lopez, Gary Busey, Bo Hopkins, Rance Howard, Tracy Scoggins, Justine Priestley, Daisy McCrackin, Bentley Mitchum, Jason Oliver, Francesca Orsi, Kyle Patrick Feuer, David Naughton, Stephen Saux
Regie: Sean Stanek / Corbin Timbrook
Drehbuch: Corbin Tombrook / Sean Stanek
Kamera: Mark J. Gordon
Musik: Michael Paul Girard
Keine Jugendfreigabe
USA / 2001

Seit er als kleiner Junge vor 33 Jahren mit ansehen musste, wie böse Wichte seine Mutter erst schändeten und dann schlachteten, hat Hinterwäldler Jeremiah Hill jeden Kontakt zur Außenwelt peinlichst vermieden. Nun rollen fünf Freunde aus dem fernen L.A. heran, ihre Sommerferien ausgerechnet in seiner kleinen, angeblich leer stehenden Waldhütte zu verbringen. Allerhand Warnungen in den Wind schlagen, machen es die jungen Leute vor Ort bequem, bis Hill zur Mistgabel greift und seinen Stall ausmistet.


Aufgrund der Inhaltsangabe regt sich im geneigten Slasher-Fan schon die Hoffnung auf einen gelungenen Genre-Beitrag, hört sich doch alles nach einer zwar nicht unbedingt innovativen, dafür aber recht spannenden-und blutigen Geschichte an. Der Einstieg in das Geschehen gestaltet sich dann auch noch ziemlich vielversprechend, bevor es danach allerdings in eine sehr langgezogene Phase des Leerlaufs übergeht. Diese Phase erstreckt sich dann sage und schreibe über die gesamte erste Stunde der Geschichte und bietet dabei herzlich wenig, was man als kurzweilige Horrorkost bezeichnen könnte. Dabei hätte man trotz fehlender Neuerungen einen durchaus guten Slasher gestalten können, denn die dazu nötigen Zutaten sind auf jeden Fall vorhanden. Ein psychophatischer Killer, die handelsüblichen Teenager und ein paar blutige Effekte müsste man eigentlich als ausreichend ansehen, um eine knapp 90 minütige Story weitesgehend kurzweilig zu gestalten.

Von diesem Aspekt ist "A Crack in the Floor" dann aber leider sehr weit entfernt, denn nach besagtem guten Einstig in die Geschehnisse offenbart sich eine Stunde lang die pure Langeweile, bevor in den letzten Minuten wenigstens noch etwas Tempo-und Action Einzug in die Story halten und den Film so letztendlich davor zu bewahren, als völliger Rohrkrepierer in die Geschichte des Horrorfilms einzugehen. Bevor der Killer aber endlich einmal auf den Plan tritt, muss sich der Zuschauer mit ziemlich dümmlich gezeichneten Charakteren auseinandersetzen, die durch die Bank einen oberflächlichen Eindruck hinterlassen. Zudem beinhaltet das Szenario auch nicht eine Figur, die man nur annähernd als Symphatieträger ansehen könnte, so das einen das Ableben der einzelnen Personen auch nicht weiter berührt. Das Schlimmste jedoch ist der an manchen Stellen enthaltene Humor, der nun einmal überhaupt nicht funktioniert. Das einzige Highlight in dieser Beziehung ist der Kurzauftritt von Gary Busey und man stellt sich ganz automatisch die Frage, warum der bekannte B-Movie Darsteller nur so kurz zu sehen war.

Ganz generell sind mit Gary Busey, Tracy Scoggins oder auch Bo Hopkins einige bekannte Gesichter des B-Movies mit an Bord, doch alle 3 Darsteller bekleiden lediglich Nebenrollen und treten nicht größer in Erscheinung. Dafür schenkt man den eher untalentierten Darstellern der Teenager umso mehr Spielanteile, die diese jedoch nicht zu nutzen wissen. Ausdrucksloses-und streckenweise extrem hölzernes Schauspiel sind die Folge, so das man schon manchmal mit dem Gedanken spielt, diesen Film vorzeitig aus dem Player herauszuholen. Wirklich viel Positives hat das Werk dann letztendlich auch nicht zu bieten, lediglich in atmosphärischer Hinsicht kann es phasenweise einige Pluspunkte sammeln. Das ändert aber dennoch nichts an einem maximal durchschnittlichen Gesamteindruck und selbst mit dieser Einschätzung lässt man dem Film schon mehr Ehre zukommen, als er im Endeffekt verdient hat. Zum Ende hin wird das Ganze dann auch noch etwas blutiger, wobei die vorhandenen Effekte aber nicht sonderlich gut in Szene gesetzt wurden. Die Krönung bekommt der Betrachter dann jedoch mit einem Finale geboten, das schon arg an den Haaren herbeigezogen erscheint und nicht unbedingt durch Glaubwürdigkeit glänzt.

Alles zusammengenommen bietet "A Crack in the Floor" nur teilweise gute Unterhaltung, die zudem ohne jegliche Höhepunkte daherkommt. Die Geschichte ist mehr als nur vorhersehbar gestaltet, so das man erst gar nicht mit irgendwelchen Überraschungen geschweige denn mit gekonnten Wendungen rechnen sollte. Selbst für Horror-Durchschnittskost wird verhältnismäßig wenig geboten, was eine Empfehlung des Filmes rechtfertigen würde, lediglich Vielseher könnten ihre Freude an diesem Werk haben.


Fazit:


Trotz aller nötigen Zutaten mangelt es "A Crack in the Floor" ganz eindeutig an der richtigen Umsetzung der Geschehnisse, die sich weitesgehend als äußerst langatmig, wenn nicht sogar langweilig offenbaren. Nur die letzten paar Minuten entschädigen etwas für vorangegangene Langeweile, werten den Film jedoch auch nicht ausreichend auf, so das man sich eine Sichtung auch durchaus ersparen kann, denn wirklich verpassen tut man hier nichts.


4/10
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