Chucky 3

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Chucky 3

Beitragvon horror1966 » 11. Nov 2013 16:45

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Chucky 3
(Child's Play 3)
mit Justin Whalin, Perrey Reeves, Jeremy Sylvers, Travis Fine, Dean Jacobson, Peter Haskell, Dakin Matthews, Andrew Robinson, Burke Byrnes, Matthew Walker, Donna Eskra, Edan Gross
Regie: Jack Bender
Drehbuch: Don Mancini
Kamera: John R. Leonetti
Musik: John D'Andrea / Cory Lerios
ungeprüft
USA / 1991

Acht Jahre ist es jetzt her, seit Andy Barclay das letzte Mal von dem Massenmörder Charles Lee Ray in der Hülle der blutdürstigen Mörderpuppe Chucky heimgesucht wurde. Inzwischen ist Andy 16 Jahre alt und versucht auf der strengen Kent Military School seine entsetzliche Kindheit zu vergessen. Doch vergeblich! Mit Entsetzen muss Andy feststellen, das Chucky lebt und ihm bis zur Military School gefolgt ist. Chucky kämmt unverdrossen die gesamte Schule nach Andy durch und hinterlässt überall grauenerregende Opfer seiner Schule...


Zum mittlerweile dritten Mal versucht der Serienkiller Charles Lee Ray aus dem Körper der Mörderpuppe "Chucky" heraus zu kommen, um endlich wieder im Körper eines Menschen auf Opferjagd zu gehen. Obwohl dieser dritte Teil nur ein Jahr nach seinem Vorgänger erschien, sind filmisch gesehen mittlerweile acht Jahre vergangen und aus dem kleinen Andy ist ein 16-Jähriger Teenager geworden, der eine Militär-Akademie besucht. Der am Ende des zweiten Teiles zerstörte "Chucky" ist durch diverse Umstände wieder ins Leben gerufen worden und versucht natürlich sofort, den Aufenthaltsort des Jungen ausfindig zu machen. Dabei ist dieses Mal überhaupt nicht Andy das Ziel seiner Begierde, denn da seine Seele in eine neue "Good Guy" Puppe transferiert wurde, kann er eine beliebige Person auswählen, der er zuerst von seinem Geheimnis erzählt. Die Wahl fällt dabei auf den jungen Kadetten Tyler der sich zunächst über den neuen besten Freund freut und erst später erkennt, das dieser nichts Gutes mit ihm im Sinn hat.

Ziemlich schnell entpuppt sich die Geschichte als äußerst spannend und beinhaltet auch das nötige Tempo, um für ein kurzweiliges Film-Vergnügen beim Zuschauer zu sorgen. Mit Jack Bender saß hier nun schon der dritte Regisseur auf dem berühmten Stuhl, doch auch ihm ist es wirklich sehr gut gelungen, das typische "Chucky-Feeling" zu erzeugen, das schon die ersten beiden Teile so ausgezeichnet hat. Einmal mehr präsentiert sich der Puppen-Killer als extrem fies-und bösartig und ist dabei auch um so manchen derben Spruch nicht verlegen. So offenbart sich einmal mehr die genau richtige Mixtur aus Horror-und Humor, wobei sich beide Zutaten die Waage halten. Ganz nebenbei ist das Szenario allerdings auch mit einigen üblichen Klischees behaftet, die sich insbesondere auf den Umgang der Rekruten innerhalb der Militär-Akademie zu erkennen geben. So müssen die jungen Rekruten beispielsweise unter einem äußerst gehässigen Ausbilder leiden, der besonders einige seiner Untergebenen immer wieder aufs Neue schikaniert.

Als wenn die Stimmung dadurch nicht schon sowieso vergiftet wäre, kommt dann mit unserem Freund "Chucky" ein noch weitaus größeres Problem auf die Teenager zu, denn als erst einmal erkenntlich wird, das diese Figur nicht lediglich den Fantasien von Andy entspringt, verschärfen sich die Ereignisse ungemein. Der kleine Killer hat nämlich so einige Ideen parat, die mit der Zeit nicht nur für große Verwirrung, sondern auch für blutige Szenen sorgen. Dabei ist auch in vorliegendem Film wie schon in den voran gegangenen Teilen kein hoher visueller Härtegrad zu erwarten, denn bis auf etwas Blut und einige Einschüsse bewegt sich alles in einem normalen Rahmen. Und so läuft die ganze Chose wieder einmal auf einen finalen Showdown hinaus, der sich dieses Mal in einem Vergnügungspark in der nähe der Akademie befindet. Wie schon im zweiten Teil der Reihe bekommt man an dieser Stelle den absoluten Höhepunkt der Geschichte serviert, denn die letzten Minuten gestalten sich wirklich recht spektakulär und äußerst sehenswert.

So kann man dann auch nach der dritten Runde mit der beliebten Mörderpuppe einen überdurchschnittlich guten Gesamteindruck bestätigen, was ja ganz generell ein Markenzeichen dieser Filme ist, von denen keiner als Meisterwerk bezeichnet werden kann, die aber durch die Bank sehr kurzweilige Horror-Unterhaltung präsentieren, die man sich auch heute immer wieder gern zu Gemüte führt. "Chucky" ist dabei sicherlich nicht der härteste-oder gar brutalste Killer des Genres, aber mit seinen derben Sprüchen und der sehr fiesen Art sammelt er immer wieder etliche Pluspunkte beim Betrachter, denn trotz seiner gemeinen Taten hat man wohl kaum einen anderen Killer so lieb gewonnen wie ihn.


Fazit:


Auch der mittlerweile dritte Streich gestaltet sich absolut sehenswert und zeigt einmal mehr eine Killerpuppe in Bestform. Natürlich sollte man auch hier keine sonderlichen Neuerungen erwarten, denn die "Chucky-Filme" laufen ja im Prinzip allesamt nach dem gleichen Schema ab. Dennoch ist es immer wieder erfrischend, den kleinen Kerl in Action zu sehen und von seinen berüchtigten Wutausbrüche kann man sowieso nie genug bekommen. Letztendlich bewegt sich auch das Werk von Jack Bender auf dem gleichen guten Niveau seiner Vorgänger und kann so bedenkenlos empfohlen werden.


8/10
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Re: Chucky 3

Beitragvon DriesVanHegen » 30. Sep 2015 14:12

Der Vorspann zu Chucky 3 ist schön atmosphärisch gehalten.
Zwar ist Andy mittlerweile zum Teenager gereift, bis auf Weiteres gestaltet sich dieser Teil aber stark repetitiv.
Die Umgebung der Militärschule bietet zwar ein neues Umfeld und Chucky ist diesmal auf der Suche nach einem neuen "Wirt", dennoch ist das Geschehen nur leidlich spannend. Das Vorgehen in der Schule leidet unter Klischees, ebenso ist der Handlungsablauf doch sehr festgefahren. Immerhin gelingt es dem finalen Schlussakt wieder mit Einfallsreichtum zu punkten.
Bisher mein persönlicher Tiefpunkt der Reihe.
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