Catacombs

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 116

Catacombs

Beitragvon horror1966 » 25. Sep 2013 11:10

Bild






Catacombs
(Catacombs)
mit Shannyn Sossamon, Pink, Emil Hostina, Sandi Dragoi, Mihai Stanescu, Cabral Ibracka, Radu Andrei Micu, Cain Manoli, DJ Kosta, Marcello Cobzarju, Marinela Chelaru, Catalin Rotaru, Tomm Coker, Maxime X, Conner Gebhart
Regie: Tomm Coker / David Elliot
Drehbuch: Tomm Coker / David Elliot
Kamera: Maxime Alexandre
Musik: Yoshiki Hayashi / Hybrid
FSK 16
USA / 2007

Vor 200 Jahren war auf den Pariser Friedhöfen der Platz ausgegangen. Die Toten lagen in den Strassen und verwesten bis ein labyrinthisches Tunnelsystem Abhilfe schaffte. Die Stadt der Liebe beherbergt tief unter der Erde einen grauenvollen Friedhof und noch immer ranken sich Geschichten, um halbmenschliche Kreaturen, die zwischen Skeletten im Untergrund leben. Mittlerweile sind die Katakomben Anlaufstelle für unzählige Partygänger. So auch für Carolyn und ihre Freunde, die in Paris studieren und in den Katakomben schon unzählige wilde Partys gefeiert haben. Als Carolyns jüngere Schwester Victoria, eine schüchterne, junge Amerikanerin, die zu Angstzuständen neigt ihre Schwester besucht hoffen beide auf eine gemeinsame schöne Zeit bei der alte Mißverständnisse bereinigt werden können. Doch dann wird Victoria auf einer Party in dem verzweigten Tunnelsystem von der tanzenden Meute und der Clique getrennt. Suchend irrt sie durch das Labyrinth. Eine Party kann Leben verändern...


"Catacombs" ist das Regie-Debut von Tomm Coker, der hier in Personalunion auch als Darsteller und Drehbuchautor fungiert. Bei der Regie und beim Drehbuch stand ihm zusätzlich noch David Elliot zur Seite, der bisher auch nur einen weiteren Film aus dem Jahr 1997 auf der Habenseite stehen hat. Nun haben die beiden für ihren 2007 erschienenen Horror / Thriller bisher meist eher negative Kritiken eingeheimst und ich muss zugeben, das dieser Film wirklich absolute Geschmackssache ist. Im Prinzip geschieht hier nämlich ziemlich wenig, ausser das eine junge Frau in vollkommener Panik durch die unterirdischen Pariser Katakomben hetzt und scheinbar von einem Monster verfolgt wird, das ihr das Leben nehmen will. Wenn man ganz ehrlich ist, dann ist damit auch schon fast der gesamte Inhalt der Geschichte verraten und ich kann es nachvollziehen, wenn das vielen Leuten einfach zu wenig ist und der Film daher viel eher langweilig auf sie gewirkt hat.

Mir persönlich hat dieses Werk trotzdem recht gut gefallen, was sich in erster Linie in der extrem düsteren und dichten Atmosphäre begründet ist, die sich in den Katakomben entfaltet, denn diese ist wirklich erstklassig geraten und entschädigt auch meiner Meinung nach für einige andere und ziemlich offensichtliche Defizite, zu denen beispielsweise auch das gewählte Ende zählt, das man sogar als einigermaßen überraschend bezeichnen kann, das aber andererseits auch vollkommen unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen erscheint. Denn das Szenario, das sich dem Zuschauer am Ende bietet, kann man bei aller Liebe nur sehr schwerlich nachvollziehen, denn obwohl hier Wut und Enttäuschung mit im Spiel ist, wirkt das Geschehen äusserst unglaubwürdig, was sicherlich Jeder unterstreichen wird, der diesen Film gesehen hat.

Und obwohl "Catacombs" bis auf die hervorragende Atmosphäre eher sehr wenig zu bieten hat, hat der Film mich irgendwie fasziniert und gefesselt, denn die Jagd durch die düsteren und dunklen Gänge des unterirdischen Labyrinths sendet schon ein intensives und bedrohliches Gefühl aus, das man fast körperlich spüren kann. Bei der Vorstellung, das man sich selbst dort befinden würde und vollkommen auf sich allein gestellt ist, fühlt man sich nicht besonders wohl in seiner Haut und kann eine teilweise aufkommende Gänsehaut nur schwerlich unterdrücken. Das Schöne an der Sache ist, das sich diese tolle Grundstimmung fast durch den kompletten Film zieht, so das man in dieser Beziehung konstant gut unterhalten wird.

Über die Darsteller kann man allerdings nicht viel sagen, da es kaum Phasen gibt, in denen besondere Schauspielleistungen erforderlich wären. Lediglich Hauptdarstellerin Shannyn Sossamon kann man bescheinigen, das ihre Panik und die dargestellte Angst sehr überzeugend wirken, wohingegen jedoch die unlogischen verhaltensweisen am Ende des Films stehen. So kann man insgesamt festhalten, das es sich hier um einen Film handelt, der fast ausschließlich von der sehr gelungenen Atmosphäre lebt, die sich entfaltet, ansonsten aber keinerlei besondere Highlights beinhaltet.


Fazit:


"Catacombs" ist definitiv ein Horror / Thriller, der die Meinungen spaltet. Für viele die pure Langeweile, für andere aber ein äusserst atmosphärischer Film, der nicht selten auch eine Gänsehaut auslösen kann. Man sollte die Ansprüche nicht zu hoch ansetzen, ansonsten könnte man letztendlich enttäuscht sein. Wer allerdings einen Film zu schätzen weiß, der im Prinzip nur von seiner düsteren Grundstimmung lebt, der sollte ruhig einmal einen Blick riskieren., der sich meiner Meinung nach durchaus lohnt.


6/10
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

Bild Big Brother is watching you
Benutzeravatar
horror1966
El Presidente
 
Beiträge: 5370
Registriert: 09.2013
Geschlecht:

Zurück zu "Der amerikanische Horrorfilm"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste