Cannibal Rising (2011)

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Cannibal Rising (2011)

Beitragvon DanGore » 10. Mär 2014 23:51

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Originaltitel : Donner Pass
Herstellungsland : USA
Erscheinungsjahr : 2011
Regie : Elise Robertson
Darsteller : Desiree Hall,Erik Stocklin,Colley Bailey,Adelaide Kane,John Kassir u.a.
Laufzeit : 82 Minuten
Freigabe : FSK 18 /KJ


Story :

1846/1847 :
Die Donner Party ,die nach ihrem Führer George Donner benannt, umfasst eine Gruppe von 33 Leuten welche sich auf einem
Trek befindet.
Die Siedlertruppe starete ihren Trek bei den California Trails um später in den Sierra Nevada Mountains anzukommen.
Die Lage scheint aussichtlos da man in einen Blizzard geraten ist und auch die Essensvorräte sind ihnen ausgegangen.
Um nicht in den verschneiten Bergen zu sterben bleibt den Mitgliedern der Donner Party keine andere Möglichkeit als dem Kannibalismus zu fröhnen und sich von den bereits Verstorbenen zu ernähren.
Wie sich etwas später herausstellt führte Donner die Truppe absichtlich in diese Misere da der Kannibale sich verspricht Unsterblichkeit durch das verspeisen von Menschenfleisch zu erlangen.
Nur ein kleiner Junge überlebt dies alles nachdem er den Anführer in die ewigen Jagdgründe befördert hat.

Wir befinden uns nun in der Gegenwart.
Der introvertierte Aussenseiter Thomas befindet sich mit 3 "Freunden" (2 Mädels und 1 Junge) auf dem Weg in die verschneiten Sierra Mountains um dort das Wochenende mit Skifahren & Snowboarding zu verbringen.
Die Eltern von Thomas besitzen ein Ferienhaus dort und so bietet es sich an in dieser idyllischen Gegend einfach mal die Seele baumeln zu lassen und sich sportlich etwas zu betätigen.
Schon auf dem Weg dorthin werden die 4 von Einheimischen in einem Diner gewarnt das der rastlose Geist von George Donner dort sein
Unwesen treibt und schon einige Menschen dort Tot aufgefunden wurden.
Davon lassen sie sich jedoch nicht abschrecken und setzen ihren Weg fort um einige Stunden später ihr Ziel zu erreichen.
Kaum fühlt man sich heimisch und hat es sich bequem gemacht wird die Ferienidylle von anderen Mitschülern gestört.
Diese anderen 4 wurden heimlich von Nichole "eingeladen" die ihrem Freund die Koordinaten zur Hütte gegeben hat.
Thomas ist alles andere als begeistert da man ein ruhiges Wochenende plante und dies nun nicht mehr in die Tat umzusetzen ist da es sich bei den 4 um tyranische Rüpel handelt.
Diese Rabauken führen sich auch direkt auf wie die Axt im Walde.
Als einer der Truppe sich auf den Weg in die 40 Meilen entfernte Stadt macht um Nachschub an Bier zu holen,
müssen sie aber feststellen das ein Killer die Gegend unsicher macht der sich nicht nur wie die Axt im Walde aufführt
er hat diese Axt mit sich um seine Opfer blutig zu dezimieren.
Nun ist das Ziel nicht mehr viel Bier zu trinken und noch mehr Sex zu haben sondern einfach nur noch am Leben zu bleiben.



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Bewertung :

Wie schon zu erahnen ist versucht der deutsche Titel von DONNER PASS so subtil wie ein schlag mit dem Hammer ins Gesicht eine gewisse Assoziation zu "Hannibal rising" zu evozieren, um die Konsumenten so zum direkten Erwerb zu animieren.
Da trifft der Originaltitel des Films es schon etwas besser,denn inhaltlich bezieht sich der Film auf den realen Fall der Donner Party, die auch Stanley Kubrick zu Beginn seines Meisterwerks "The Shining" kurz erwähnt.

Die ersten knapp 5 Minuten des Films können sich durchaus sehen lassen und es erweckt den Anschein als würde man gegebenenfalls einen richtig guten Film im Stil des grandiosen RAVENOUS geboten bekommen.
Doch diese Erwartungen werden schnell wieder zunichte gemacht wenn der Hauptplot einsetzt.
Zu Beginn des Hauptplots denkt man nach den Szenen im Restaurant noch das man es hier ja eventuell noch mit einer schneebeflockten Version von WRONG TURN zu tun haben könnte; doch auch dem ist leider nicht so.
Wenn unsere Protagonisten in der Hütte ankommen und die High School Prolls & Bitches dort eintreffen fängt man aufgrund der sehr belanglosen und zu langen Dialoge an eine gähnende Langeweile zu verspüren.
Man hat hier mal wieder voll in die Klischeekiste gegriffen und irgenwelche Mitt- und Endzwanziger als Teenies gecastet; und dies wahrscheinlich auch noch mit der Vorraussetzung "absolute Talentfreiheit".
Eigentlich bekommt man schauspielerisch hier das geboten was manaus anderen Direct-to-TV Produktionen schon kennt; Knallchargen die ihre Dialoge absolut unmotiviert runterleiern.
Man hofft wirklich die ganze Zeit über das die Darsteller doch bald das Zeitliche segnen werden um den Zuschauer zu erlösen.

Das passiert dann auch mehr oder minder in der zweiten Hälfte des Films und die "Teenies" werden nach dem "8 kleine Highschool Trottel" Prinzip dezimiert.
Dabei fallen die Morde und die damit verbundenden FX aber nicht sonderlich blutig aus; man sieht hier vorwiegend das Resultat und nicht den Tathergang.
Einmal bekommt man zu sehen wie sich ein Kopf verhält wenn er auf eine Spitzhacke trifft und das ist dann auch der Effekt der mit als bester im ganzen Film zu verzeichnen ist.
Man hätte hier mit einem gescheiten Drehbuch eventuell etwas mehr rausholen können hätte man das Script und die Dialoge nicht auf 3 oder 4 Servietten gekritzelt die man aus Restaurant aus dem Film mitgenommen hat.
Und so dümpelt der Plot leider vor sich hin!

Ein anderes großes Manko ist das die Story auch viel zu vorhersehbar ist so das der "Wow!" Effekt ausbleibt; man steckt irgendwo zwischen Enttäuschung und Langeweile gefangen.
Komplettisten und leicht masochistische Leute können gerne mal einen Blick riskieren.
Aber sagt hinterher nicht das ich euch nicht gewarnt hätte! :)

Bis zur Auflösung, die ich von Beginn an vorher gesehen habe, gibt es dann noch einiges Hin und Her und gruppeninternes Gezoffe. Zuletzt wird der Handlung noch ein Hauch von Mystik verliehen, wie auch der obligatorische Cliffhanger selbstverständlich nicht ausbleiben darf, der an eine recht lieblos abgespeckte Version des Schlussgags aus FRIDAY THE 13TH erinnert. Ihr wisst ja: "Er ist noch immer dort ... ".

Es ist nicht so dass DONNER PASS wirklich schlecht wäre. Er hat einige, wenige Momente, aber unterm Strich ist er halt recht beliebig.

DONNER PASS ist für den Horror-Film, was Krombacher Pils für das Bier ist, nämlich ein Produkt ohne eigenen Charakter.
Man kann es mal trinken, aber es ist auch egal, wenn man es sich verkneift. :)

Die deutsche Veröffentlichung ist, trotz FSK-Freigabe 18 , offenbar ungeschnitten, man sollte es kaum für möglich halten. ;)
Allerdings kann man auch nicht sagen, dass die Gewaltdarstellung im Film mehr als typischer R-Rating-Standard wäre.
Da liegen halt mal ausgeweidete Leichen in der Gegend herum und hin und wieder gibt es blutig einen mit diversen Werkzeugen vor den Latz geknallt, aber alles nicht sonderlich explizit.

Ach, hatte ich eigentlich schon erwähnt das hier John Kassir in einer Nebenrolle zu sehen ist?
Dieser dürfte den meisten ja als Cryptkeeper bekannt sein.
Aber das macht den (menschenfleisch) Braten leider auch nicht mehr so Fett das die Donner Party davon hätte satt werden können.......

3 von 10 missglückten Apres Ski Partys

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Re: Cannibal Rising (2011)

Beitragvon horror1966 » 11. Mär 2014 10:07

Na gut, aufgrund deiner Bewertung kann ich diesen Film also durchaus unbeachtet lassen. :mrgreen:
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

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