Blood Deep

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Blood Deep

Beitragvon horror1966 » 28. Sep 2013 11:20

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Blood Deep
(Blood Deep)
mit Jeridan Frye, Marilyn Alex, T.J Amato, Brandon Haas, Lily Golf, Bo Foxworth, Femi Emiola, Fred Griffith, Kim Delgado, Amy Christine, Tristan Jarred, Gerald Hopkins, Ben L. McCain, Kelli Nordhus, Peter Onorati
Regie: Todd S. Kniss
Drehbuch: Todd S. Kniss
Kamera: Seamus Tierney
Musik: Matt Reid Cohn
Keine Jugendfreigabe
USA / 2005

1985 werden die verbrannten Überreste eines kleinen Jungen in einem brachliegenden Feld gefunden. Als Katie Spencer 19 Jahre nach diesem grauenvollen Mord in ihrer Heimatstadt zurück kehrt und das Haus ihrer verstorbenen Großmutter bezieht, schwelgt sie in Erinnerungen an ihre Kindheit. Eines Abends bringt Katies beste Freundin Robin ihre Zimmergenössin Eliza mit. Die Psychologiestudentin hat Erfahrung mit Hypnose und alle sind von der Idee begeistert, sich hypnotisieren zu lasen...bis einer der Freunde gesteht, vor Jahren einen Mord begangen zu haben. Er will das Geheimnis auf jeden Fall bewahren ein Überlebenskampf beginnt...


Nun wird es sicherlich eine Menge Leute geben, die nach der Sichtung dieses Films eher etwas enttäuscht sein werden, denn wenn man einen waschechten und blutigen Slasher erwartet, dann kann "Blood Deep" wohl lediglich teilweise überzugen, da insbesondere im Bezug auf härtere und blutige Szenen erst in den letzten 30 Minuten etwas geboten wird. Das mag so manchem Slasher-Fan etwas sauer aufstoßen, doch ist der Film auch in der ersten Stunde keinesfalls langweilig. In dieser Zeit wird dem Zuschauer nämlich ein durchaus interessanter und meiner Meinung nach auch spannender Mystery-Thriller geboten, der zwar vor allem in den ersten 30 Minuten recht ereignislos erscheinen mag, da actionmäßig eigentlich nichts geboten wird, aber in dieser Zeit einen guten Story-Aufbau vorzuweisen hat und schon ziemlich früh eine excellente und unheimliche Atmosphäre entfaltet.

Womit wir auch schon bei der eigentlichen Stärke dieses Films sind, denn nicht der Härtegrad und die Brutalität stehen hier im Vordergrund, auch wenn der Titel des Films darauf schließen lassen kann, sondern der Spannungsbogen und die äusserst dichte Grundstimmung, die von diesem Werk ausgeht. Doch zuerst wird man erst einmal mit den einzelnen Charakteren konfrontiert, wobei Die beleuchtung der einzelnen Figuren eher oberflächlich ausfällt, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt, da man alle für die Geschichte erforderlichen Informationen erhält, wie sich auch am Ende des Films herausstellen soll. Nun fallen die Darsteller nicht unbedingt durch überragendes Schauspiel auf, einige Akteure bleiben sogar etwas farblos und blass, doch insgesamt gesehen kann man von durchaus solidem Schauspiel sprechen, auch wenn man sich an einigen Stellen etwas mehr Ausdrucksstärke gewünscht hätte.

Aber wie schon kurz erwähnt, empfand ich insbesondere die sich entfaltende Atmosphäre als Highlight der Geschichte, so fühlt man sich bei der Kulisse des alten Holzhauses, in dem sich der Großteil des Geschehens abspielt, schon etwas an das Haus erinnert, in dem Norman Bates in "Psycho" gewohnt hat. Und hier entwickelt sich dann auch im Laufe der Zeit das Horror-Szenario, das etliche Leute das Leben kostet und eigentlich aus einer Art Spiel entsteht. Dabei wird die Spannungsschraube fast minütlich immer etwas fester gezogen und auch die vorherrschende Stimmung verdichtet sich zusehends, was auch für ein äusserst angespanntes Sehverhalten beim Zuschauer sorgt. Und auch wenn die Geschichte eventuell etwas mehr Härte hätte vertragen können, so hat "Blood Deep" seine eigentlichen Stärken in anderen Bereichen, die diesen Film absolut sehenswert machen. Hierbei stechen auch die Tempowechsel in der Erzählweise der Story hervor, denn geht es in der ersten Stunde des Films bis auf wenige Ausnahmen eher ruhig und etwas bedächtig zur Sache, so nimmt das Geschen im letzten Drittel doch merklich an Fahrt auf.

Ganz generell hat mir der sehr mysteriös erscheinende Erzählstil der Story sehr gut gefallen, durch etliche Rückblenden in die Kindheit der einzelnen Personen fügt sich mit der Zeit ein Mosaikstein an den anderen, so das am Ende keine Fragen offenbleiben. Auch die Tasache, das man nach gut einer Stunde erfährt wer der Mörder ist, tut der Spannung keinerlei Abbruch, da die Geschichte doch noch eine kleine Wendung parat hat, die man zwar erahnen, aber nicht unbedingt vorhersehen konnte. So entseht letztendlich ein doch überzeugender Gesamteindruck des Films, der zwar nicht unbedingt ein Überflieger ist, aber jederzeit gute und spannende Horror-Unterhaltung bietet, die man sich immer gut anschauen kann.


Fazit:


"Blood Deep" kann zwar als reiner Slasher nur phasenweise überzeugen, da es dem Film gerade in der ersten Stunde seiner Laufzeit etwas an Action und Härte mangelt. Dafür bekommt man aber meiner Meinung nach einen ganzzeitig spannenden Horrorfilm präsentiert, in dem sich ein sehr gelungene Atmosphäre entfaltet, die sich auch durchaus auf den Betrachter übertragen kann. Ich fühlte mich jedenfalls gut unterhalten und kann den Film ohne Bedenken weiterempfehlen.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DD 5.1 / Englisch DD 2.0
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 96 Minuten
Extras: Trailershow, Bildergalerie
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