Autumn of the Living Dead

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Autumn of the Living Dead

Beitragvon horror1966 » 20. Nov 2013 16:06

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Autumn of the Living Dead
(Autumn)
mit Dexter Fletcher, Dickon Tolson, Lana Kamenov, Anton Brejak, David Carradine, Tricia McMurtry, Jody Willis, Marisa Zaza, Andre Bharti, Leanne Dixon, Jay Ould, Diane Salema
Regie: Steven Rumbelow
Drehbuch: David Moody (Geschichte) / Steven Rumbelow (Drehbuch)
Kamera: Stephen Crone
Musik: Craig McConnell
FSK 16
Kanada / 2009

Binnen vierundzwanzig Stunden löscht ein rasend um sich greifender Virus beinahe die gesamte Menschheit aus. Milliarden sterben. Es gibt weder Symptome noch eine Vorwarnung. Sekunden nach der Ansteckung sterben die Opfer einen qualvollen Tod. Nur eine handvoll Überlebender bleiben übrig, die sich am Ende des ersten Tages wünschen, selbst tot zu sein. Die Verzweifelten suchen Zuflucht im Gemeinschaftshaus am Rand einer Großstadt. Ohne Strom, Wasser und Lebensmittel in ihrer vermeintlichen Zuflucht gefangen, vegetieren die Überlebenden nur noch von Stunde zu Stunde dahin. Dann schlägt der Virus erneut zu ... die verrotteten Leichen erheben sich und die Hölle auf Erden hält Einzug.


Dieser auf einer Romanreihe von David Moody basierende Zombiefilm gehört sicherlich zu den Vertretern des Genres, die Fans und ihre Meinungen in zwei Lager spalten. Eines steht auf jeden Fall fest und wird allein schon durch die 16er Freigabe noch zusätzlich unterstützt, die Gorehounds werden hier bestimmt nicht auf ihre Kosten kommen. Denn wer hier einen üblichen Zombiefilm mit reisserischen Splatter-und Gore Szenen erwartet, der sollte sich von Beginn an darüber klar sein, das hier so etwas nicht enthalten ist. Eigentlich gibt es gar keine härteren Passagen, was ich persönlich aber gar nicht weiter schlimm finde, denn mir hat die Härte überhaupt nicht gefehlt, da das Hauptaugenmerk ganz eindeutig auf andere Dinge gerichtet wurde.

Im Focus der Geschichte stehen 3 Hauptcharaktere (Emma, Michael und Carl), die sich von einer Gruppe Überlebender trennen, um auf dem Land in aller Abgeschiedenheit ein neues Leben zu beginnen. Sie wählen die ländliche Gegend, da sie davon ausgehen, das sich die Untoten dort kaum aufhalten werden, was sich aber im Lauf der Story als ein absoluter Trugschluss herausstellen soll. Wenn man jetzt ganz ehrlich ist, dann ist hiermit schon die gesamte Geschichte erzählt, was manch einen sicherlich schocken wird, denn zugegebenermaßen hört sich das nicht gerade sehr prickelnd und spannend an. Und dennoch bin ich der Meinung, das der Film recht gut gelungen ist, auch wenn die Thematik der Untoten etwas aussergewöhnlich und gewöhnungsbedürftig umgesetzt wurde, was man aber auch durchaus positiv sehen kann.

Viele Meinungen zu diesem Werk tendieren dahin, das hier Langeweile pur vorherrscht und die Story eher unvollständig wirken würde, da man auch über den Virus an sich eigentlich gar nichts erfährt. Es beginnt gleich zu Beginn mit einigen hustenden und bltspuckenden Menschen, die dann tot auf den Straßen herumliegen und anschließend wird man sofort mit der Gruppe der wenigen Überlebenden konfrontiert, die sichtlich konfus und orientierungslos wirkt, da keiner weiss, was eigentlich geschehen ist. Mehr Informationen gibt es nicht, keine Hintergründe, woher das Virus kommt, oder wie es ausgebrochen ist. Doch gerade hier liegt doch die Stärke des Films, der Zuschauer ist auf dem genau gleichen Wissensstand wie die Betroffenen, wodurch eine sehr starke Identifikation stattfindet. Man selbst wird zu einem Teil des Geschehens und kann sich so viel besser in die Betroffenen hineindenken. So passiert es fast automatisch, das man in das Geschehen involviert wird und sich selbst als Teil des Szenarios sieht, wodurch sich eine strke Intensität des Ganzen entfalten kann.

Die Tatsache, das man hier über die ganzen Hintergründe im Unklaren gelassen wird, ist meiner Meinung nach vollkommen bewust eingefügt worden, um alles authentischer wirken zu lassen, was auch durchaus gelungen ist. So überraschend alles passiert ist, ohne irgendeine Vorwarnung und Erklärung, so überrascht sind auch die wenigen Überlebenden. Dieser Aspekt wird auch immer wieder im Lauf der geschichte besonders gut bearbeitet, sei es bei den Verhaltensweisen, aber auch bei den vorhandenen Dialogen. Es geht dabei oft um so banale Dinge wie den Tagesablauf, wodurch die gesamte vorherrschende Konfusion so richtig gut zum Ausdruck kommt, da keiner eine Ahnung hat, wie es eigentlich weitergehen soll.

Und dann wären da noch die Untoten selbst, die rein optisch recht gelungen rüberkommen, aber zuerst gar nicht wie echte Zombies wirken. Zu Beginn sind sie nämlich alles andere als bedrohlich, so wie man es im Normalfall gewohnt ist. Sie laufen lediglich vollkommen orientierungslos herum, lassen sich sogar von den Lebenden berühren, ohne das dabei auch nur ein Anflug von Agressivität zu verspüren wäre. Doch mit der Zeit ändert sich ihr Zustand und vor allem ihr Verhalten, denn mit einemmal reagieren sie auf Geräusche und werden auch gegenüber den menschen feindselig und angriffslustig. Diese stufenartige Veränderung empfand ich als sehr ungewöhnlich, aber auch als sehr gut, denn es ist einmal etwas Abweichendes vom handelsüblichen Zombie-Muster, das einem nur allzu bekannt ist und stellt so eine willkommene Abwechslung dar.


Fazit:


"Autumn of the Living Dead" ist ein aussergewöhnlicher Zombiefilm, der die Meinungen spalten wird und so auch ganz sicher nicht jeden Geschmack trifft. Viele werden ihn als langweilig und uninteressant beschreiben, andere werden begeistert sein. Auf jeden Fall aber wird hier für eine Menge Diskussionsstoff gesorgt sein, der einen regen Meinungsaustausch zur Folge haben wird. Mir persönliche hat dieses Werk sehr gut gefallen, da es auch einmal etwas anderes ist als die typische 08 / 15 Zombiekost, die man in letzter zeit über sich ergehen lassen musste. Freunden etwas anderer Zombiefilme, die auch gern einmal auf Härte verzichten können, ist dieser Film wärmstens zu empfehlen.


7/10
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