Angriff der Klapperschlangen

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Angriff der Klapperschlangen

Beitragvon horror1966 » 28. Dez 2013 18:10

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Angriff der Klapperschlangen
(Silent Predators)
mit Harry Hamlin, Shannon Sturges, Jack Scalia, David Spielberg, Patty McCormack, Beau Billingslea, Phillip Troy Linger, David Whitney, David Webb, Carolyn Bock, Bath Champion, Sandra Bell, Kirsty Boden, Darce Florio, Paul Tassone
Regie: Noel Nosseck
Drehbuch: Patricia Arrigoni / Fred Brown
Kamera: John Stokes
Musik: Michael Tavera
FSK 16
USA / 1999

1979: Aus einem Tiertransport durch Kalifornien bricht nach einem Unfall eine tropische Klapperschlange aus. 1999: Die kalifornische Kleinstadt San Vicente hat seit dem Unfall ihre Einwohnerzahl verfünffacht. Dies steht aber in keinem Verhältnis zu der Anzahl tödlicher Klapperschlangen-Hybriden. Ein Wohnungsbauprojekt, das der Geschäftsmann Max Farrington vorantreibt, schreckt die angriffslustigen Tiere auf. Doch der Baumagnat lässt sich weder durch Warnungen des Kammerjägers, der bereits mehrere Schlangennester in der Stadt gefunden hat, noch durch die stetig steigende Zahl der Schlangen-Angriffe von seinem Plan abbringen. Das hat tödliche Folgen für die Stadtbevölkerung...


Nun gibt es im Sub-Genre des Tierhorrors nicht gerade wenige Vertreter, die sich um die Schlangen-Thematik drehen, so bietet vorliegender Film also keineswegs etwas Neues. Was ihn jedoch von vielen seiner Genre-Kollegen sehr positiv abhebt, ist die realistische Darstellung der kriechenden Killer. Ist man doch gerade in den letzten Jahren vielmehr mit eher künstlichen Schlangen konfrontiert worden, so ist "Angriff der Klapperschlangen allein schon in dieser Hinsicht eine sehr willkommene Abwechslung. Nun könnte man diesem Werk aus dem Jahr 1999 allerdings vorwerfen, das es extrem klischeebehaftet ist, was auch durchaus zutreffend ist, aber das muss ja nicht unbedingt negativ bewertet werden. Ein Schlangenproblem, das von den Vertretern der Stadt nicht richtig ernst genommen wird, obwohl immer mehr Leute sterben und ein reicher Baulöwe, der mit allen Mitteln versucht, das Problem zu kaschieren, um finanzielle Verluste zu vermeiden sind nur zwei der Beispiele dafür, das hier wirklich kein Klischee ausgelassen wird.

Wem das allerdings nichts ausmacht, der bekommt einen sehr interessanten und auch durchgehend spannenden Tierhorrorfilm präsentiert, der dem Zuschauer insbesondere durch die realistische darstellung der Schlangen so manchen kalten Schauer über den Rücken jagt. Hierbei dürften sich vor allem Leute mit einer Schlangen-Phobie nicht besonders wohlfühlen und so manches Mal vor Ekel erschauern. So bekommt man für eine TV-Produktion wirklich sehr gute Kost geliefert, von Beginn an baut sich ein äusserst konstanter Spannungsbogen auf, der die Aufmerksamkeit des Zuschauers jederzeit aufrecht erhält und durch einige gut eingesetzte Schockmomente, in denen die Klapperschlangen angreifen für ein unweigerliches Zusammenzucken des Betrachters sorgen. Kontinuirlich wird die Spannungsschraube immer fester angezogen und dadurch, das immer mehr Schlangen auf der Bildfläche erscheinen, steigert sich auch die Bedrohlichkeit des Geschehens immer mehr, so das man sich eigentlich ganzzeitig nicht so richtig wohl in seiner Haut fühlt.

Wie natürlich nicht anders zu erwarten, läuft auch in dieser Geschichte alles auf einen finalen Showdown hinaus, das kennt man ja mittlerweile zur Genüge aus diesen Filmen und wie kann es anders sein, der Mensch behält die Oberhand und siegt über die Tiere. So erkennt man also auch ziemlich schnell, das die gesamte Szenerie äusserst vorhersehbar ist, doch ist das auch gar nicht weiter schlimm, denn wenn man ganz ehrlich ist, wird einem genau das geboten, was man von einem solchen Film erwartet. Nämlich eine Geschichte, die spannend zu unterhalten weiss und von der auch eine gewisse Bedrohlichkeit ausgeht, die aber zum Schluss in einem Happy End endet. Klischees über Klischees, die aber sehr gut in Szene gesetzt wurden und absolut interessante und sehr kurzweilige Unterhaltung sorgen, wenn man sich daran nicht stört. Es muss nicht immer die ganz grosse Filmkost sein, manchmal reichen auch altbewährte Zutaten, wenn sie gut zusammengefügt wurden, so wie es in dieser Produktion der Fall ist.

Zum insgesamt sehr guten Gesamteindruck tragen auch die hier agierenden schauspieler bei, unter denen sich auch einige bekannte Namen des B-Movies befinden. So sind mit Harry Hamlin, Jack Scalia oder Beau Billingslea Akteure am Werk, die man auch aus anderen Filmen her kennt. Und das dargebotene Schauspiel kann sich auf jeden Fall sehen lassen, man sollte zwar nicht unbedingt etwas Herausragendes erwarten, aber für einen Film dieser Art wird man mit guter Schauspielkost bedient. So kann man letztendlich fasthalten, das einem hier alles geboten wird, was einen Tierhorrorfilm so interessant macht, weswegen man dieses Werk ohne Bedenken weiterempfehlen kann.


Fazit:


"Angriff der Klapperschlangen" ist meiner Meinung nach ein wirklich interessanter und spannender Beitrag eines Sub-Genres, in dem man auch nicht gerade selten mit sehr viel Mist konfrontiert wird. Nun ist dieser Film sicherlich kein Meisterwerk, gehört aber ganz eindeutig zu den besseren Genre-Beiträgen und dürfte so jeden Fan des Tierhorrors befriedigen. Sehr viel Spannung und kurzweilige Unterhaltung sind hier garantiert, so das ich den Film nur wärmstens weiterempfehlen kann.


6/10
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