ES (2017)

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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ES (2017)

Beitragvon DriesVanHegen » 4. Okt 2017 13:52

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www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Originaltitel: It
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2017
Genre(s): Horror, Drama

Inhalt:
In der Kleinstadt Derry im Bundessaat Maine verschwinden immer wieder Menschen - meist Kinder. Hier wachsen auch Bill, Richie, Eddie, Ben, Stanley, Mike und Beverly auf, die sich in einer Gruppe namens "Loser Club" zusammengeschlossen haben.
Im Laufe eines Sommers erfahren sie auf grausame Art und Weise, wer hinter all den schrecklichen Taten steckt: Sie begegnen einer Kreatur, welche sich in die schlimmsten Alpträume ihrer Opfer verwandeln kann, meist jedoch als sadistischer Clown Pennywise auftritt. Die sieben Kinder schwören sich jedoch trotz ihrer Ängste, das Monster ein für alle Mal zu stoppen.

Quelle: OFDb.de


Meinung:
Weder bin ich ein puristischer King-Liebhaber, noch wende ich mich entsetzt von ihm ab, weil er scheinbar wie am Fließband neue Werke produziert. Schlichtweg sind mir viel zu wenige seiner literarischen Veröffentlichungen bekannt - diese wussten jedoch immer zu überzeugen. Was wiederum deren filmische Umsetzung angeht, sieht es tatsächlich noch ärger aus. Hier kenne ich tatsächlich die wenigsten und wenn man dem allgemeinen Kanon folgt, schwanken deren Qualitäten sehr stark, was die Wissenslücken um diese gleich weniger dramatisch erscheinen lässt. Ärgerlicher erscheint es dann, wenn einem die literarische Vorlage dermaßen zusagt, dass, trotz aller überschwänglichen Vorfreude, deren filmische Umsetzung nur zum Scheitern verurteilt sein kann.

Stephen Kings ES ist für mich sein Opus Magnum und war für mich schlichtweg das Buch meiner Jugend. Die Welt, die von King hier erschaffen wurde, ist so greifbar, so nachvollziehbar, so unglaublich detailliert geschildert wurden, dass ein Eintauchen nach Derry geradezu von ganz allein erfolgte. Begünstigend kam hinzu, dass ich, selber ein Semi-Dorfkind, die Kindheit und Jugend viel draußen verbrachte und wir uns im Dickicht und der Wildnis die Zeit vergnügten. Kurzum: man erkannte sich selbst in Figuren des Clubs der Verlierer wieder. Der Identifikation stand nichts im Wege und die Lektüre konnte regelrecht verschlungen werden. Einige Zeit später, endlich alt genug sie selber kaufen zu dürfen, wurde sich die Fernseh-Verfilmung angeschafft. Um es kurz zu machen: die bewegten Bilder konnten meiner spätkindlichen Fantasie nicht im Geringsten das Wasser reichen. Die DVD wurde in's Regal verbannt und fristet dort seitdem ein nie mehr gesehenes und missachtetes Dasein.

Wie es der Zufall will, wird im Jahr 2017, also exakt 27 Jahre nach der ersten Adaption des Buches, erneut George Denbroughs Papierboot in den Rinnstein gespült und das Grauen macht erneut die Runde. Mit den ersten Trailern und Setbildern äußerte sich allerdings auch schon die erste Kritik: Pennywise sähe zu gruselig aus. Nun, schmachvolle Verfilmung von 1990 hin oder her, aber Tim Curry hat seinen Beitrag geleistet eine Ikone zu werden. Sein Erscheinungsbild war dennoch weit vom Buch entfernt. Die neue Interpretation hält sich in Sachen Kleidung deutlich mehr an die Vorlage. Neben der Optik stellte das Setting einen weiteren Reibepunkt für Fans dar. Dieses wurde in die späten 80er verlegt. In der Tat haben beide Zeitepochen, sowohl die 50er als auch die 80er, ihren unverkennbaren Reiz und Wiedererkennungswert. Da die Neuverfilmung den Teil der Erwachsenen in die Gegenwart verlegen möchte, ergibt das Setting der 80er nur Sinn. Und wenn man ehrlich ist: bei einer Geschichte, die sich eh auf einen stetig wiederkehrenden Zyklus bezieht, ist der konkrete Zeitrahmen doch nebensächlich. Berechtigterweise könnte man noch die Frage stellen, ob der Hype rund um STRANGER THINGS nicht zusätzlich die Idee befeuert hat, das gleiche Setting zu verwenden. Abgesehen davon, freut sich der geneigte Filmfreund über zahlreiche Anspielungen aus diesem Zeitraum: Poster von GREMLINS, Werbung zu NIGHTMARE ON ELM STREET 5 oder LETHAL WEAPON 2 zieren die Wände und Kinogebäude im Film.

Neben diesen kleinen feinen Details, finden sich auch etliche Verweise an Kings Romanvorlage wieder. Die Ausgangssperre plus Vermisstenanzeigen der entsprechenden Kinder. Die "I Heart Derry"- Aufschrift auf einem Luftballon. Die Straße an der Georgie sein grausamer Tod ereilt. Die Statue von Paul Banyan. Die Kitchner Eisenhütte mitsamt Ostereiersuche und dem schrecklichen Fund im Baum. Der Tod der Bradley Bande. Das Feuer im Blackspot. Die Geschehnisse rund um die Gründung Derrys. Das Haus an der Neilboltstreet. Die Totenlichter. Der Schwur. Das Vergessen.

Was sich nach einer löblichen und fast schon besessen detaillierten Umsetzung anhört...scheitert leider, leider dennoch. Der Schuldige ist schnell ausgemacht: die viel zu geringe Laufzeit. All die Anekdoten und Hinweise finden zwar ihren Weg in die Verfilmung, bekommen aber nicht die Zeit sich zu entfalten. Stattdessen blitzen sie immer wieder im Hintergrund auf oder werden innerhalb von zwei Nebensätzen abgefrühstückt. Die unterschwellige Atmosphäre, das zyklische Grauen wird in all seiner Größe und Macht gar nicht ersichtlich. Doch genau diese Ausschmückungen haben Derry im Buch so plastisch erscheinen lassen. Die von Mike Hanlon recherchierte Stadtgeschichte bringt einen historischen Schrecken nach dem anderen zu Tage und erschafft dadurch überhaupt erst die bedrückenden und gefährliche Atmosphäre, welche Derry innewohnt.

Allerdings, und das ist mit Sicherheit nicht unbedeutend, schafft es die Verfilmung, die Handlung auch Nicht-Kennern der Vorlage so weit plausibel zu erklären. So gerne ich persönlich noch viel ausführlicher, noch viel intensiver nach Derry abgetaucht wäre, so gut unterhalten wurde ich dennoch. Die Bildsprache des Films, so wie die Ausstattung sind absolut wertig und schaffen es zweifellos eine düstere Atmosphäre zu beschwören. Sicherlich ist der Streifen auch im Geiste eines modernen Horrorfilms produziert und inszeniert wurden, bietet aber neben einigen Jump Scares tatsächlich eine unheimliche Atmosphäre. Außerdem glückt das Vorhaben keinen reinrassigen Horrorfilm abzuliefern, sondern diesen eher beiläufig an eine "coming of age" Handlung anzuknüpfen. Leider wurden einprägsame Momente wie der Staudammbau, Clubhausbau, Kinobesuche und andere Ferienvorhaben der Kinder gestrichen. In die richtige Richtung gehend und eine entsprechende Atmosphäre beschwörend, ist hierbei jedoch die Badeepisode am Steinbruch. Hier kam sommerliches, unbeschwertes Jugendfeeling auf. Weniger unbeschwert ging es selbstverständlich zu, wenn es in seinen verschiedenen Präsenzen in Erscheinung trat. Die Ängste der Verlierer wurden zum Teil aus der Vorlage übernommen, zum Teil, vermutlich aus Budgetgründen, abgeändert und in einfacherer Form dargestellt. Dabei sind teils brillante (Beverly und das Badezimmer), aber auch weniger überzeugende (Mikes Verbrennungsvisionen) Sequenzen entstanden. Insgesamt war es doch etwas ernüchternd, dass es fast ausschließlich in Form von Pennywise Gestalt annahm. Die wenigen Momente, ohne ihn waren durchaus überzeugend, hätten aber, auch mittels heutiger Tricktechnik, umfangreicher ausfallen können. Eine nette Verbeugung, gleichwohl vor der literarischen Vorlage und der alten Verfilmung, war der Wechsel hin von schwarz-weiß Fotografien aus einem Fotoalbum zum Diaprojektor. Die Szene hat genau die richtige Portion Terror transportiert, die ich mir erhofft habe.

Alles in allem schwankt diese Besprechung vor wirrer Huldigung des Buches, nostalgischem Nachtrauern nicht erfüllter Hoffnungen und kann so keine wirklich eindeutige Entscheidungshilfe abgeben. All der nostalgischen Verklärung zum Trotz muss man rein objektiv aber feststellen, dass ein gelungener Film entstanden ist. Setting, Kostüme und Ausstattung überzeugen. Passenderweise können dies auch sämtliche (Jung)Darsteller. Der Club der Verlierer gibt sein bestes und beschwört ein wirklich authentisches Gruppengefühl. Jeder erhält die nötige Screentime und kann sich entfalten. Die Rollen wurden auch nahezu identisch zu denen des Buches angelegt und sind einfach in ihrer Gruppendynamik unglaublich stimmig. Der Counterpart mit den Unholden kann die Qualität aufrecht erhalten. Hier und da gab es kleine Abwandlungen, im Kern wurde der Geist aber beibehalten und prima eingefangen, vor allem Beverlys Vater wird seiner literarischen Figur sehr gerecht. Mehr hätte man von Henry Bowers und dessen Wandel zeigen können, aber wie schon erwähnt: der größte Übeltäter des Films ist nun einmal die Laufzeit.

Ein paar letzte Worte noch zu Pennywise. Wie eingangs schon angesprochen, bewirkte dessen Erscheinungsbild rege Diskussionen. Ja, er sieht unheimlicher aus als noch 1990. Allerdings lockt er dieses Mal die Kinder nicht selber an, sondern wartet nur am Ende der Falle, um sein Werk zu erledigen. Abgesehen davon, ist er deutlich abgedrehter und setzt deutlich mehr auf direkte Konfrontation. Der illusorische Aspekt und seine perfiden Gespräche und Einlullungsversuche fallen dadurch leider ab. Dennoch eine passende Besetzung, die auf ihre Art und Weise dem Zeitgeist entsprechend ausgearbeitet und umgesetzt wurde.

So blieben meine Erwartungen und Hoffnungen im Detail also erneut unerfüllt, aber unterhaltsam und spannend wurde ES im Jahre 2017 dennoch präsentiert. Spannung und eine gewisse Vorfreude, was dann aus dem Erwachsenenteil gezaubert wird, besitze ich dennoch. Meine größte Hoffnung ist allerdings noch immer, dass sich ein renommierter Serienproduzent oder -sender der Geschichte annimmt und diese wirklich in all ihrem Umfang auf den Bildschirm bringt.
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Re: ES (2017)

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 6. Okt 2017 13:49

Ich glaub ich spar mir den Film.
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Re: ES (2017)

Beitragvon dude-1984 » 8. Okt 2017 17:28

ich wart aufn längeren scheiben-release .....glaub erst wenn der 2. part raus is, wird sich ein gesamtbild ergeben das entweder hui oder pfui is....
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Re: ES (2017)

Beitragvon DriesVanHegen » 8. Okt 2017 18:28

Auf die längere Heimkino-VÖ bin ich auch gespannt...und dann heißt es so oder erstmal bis 2019 warten :roll:
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Re: ES (2017)

Beitragvon dude-1984 » 16. Nov 2017 19:41

dude-1984 hat geschrieben:ich wart aufn längeren scheiben-release .....glaub erst wenn der 2. part raus is, wird sich ein gesamtbild ergeben das entweder hui oder pfui is....



konnt doch nich warten......

joa kein schlechter film , dennoch wirkt der 1. teil irgendwie schnell abgehandelt und auch meine erwartungen das doch mal anderes ausm buch übernommen wird , wurde ( kleine neuerungen ausgenommen ) fast nicht erfüllt. im grunde bekommt man altbekanntes geboten , nur besser verpackt . zum pennerwise .......wirkt natürlich schon auf die heutige zeit zugeschnitten , halt typischer neuzeitgrusel-finsterling und leider auch viel zu eingefercht in seinen möglichkeiten und screentime...da war curry ausm alten echt besser weila halt auch schauspielerisch ne ganz andere liga war. der heutige pennywise wirkt eher wie freddy krueger aus den späteren nightmare filmen.

mal hoffen das der DC noch kommen wird, war zumindest mir eine stelle im film aufgefallen die irgendwie nicht recht passte ( gipsarm mit signierung ) und hoffnung gibt das es mehr zusehen gibt ausm Klub der Verlierer.


vorerst ma so 7/10 mit ausrichtung nach oben wenn das werk komplett ist.
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Re: ES (2017)

Beitragvon DriesVanHegen » 16. Nov 2017 22:11

dude-1984 hat geschrieben:
dude-1984 hat geschrieben:ich wart aufn längeren scheiben-release .....glaub erst wenn der 2. part raus is, wird sich ein gesamtbild ergeben das entweder hui oder pfui is....

mal hoffen das der DC noch kommen wird, war zumindest mir eine stelle im film aufgefallen die irgendwie nicht recht passte ( gipsarm mit signierung ) und hoffnung gibt das es mehr zusehen gibt ausm Klub der Verlierer.


vorerst ma so 7/10 mit ausrichtung nach oben wenn das werk komplett ist.

Sah man nicht, wie er bei einer Prügel von Bowers und Co gebrochen wird?

Dass jetzt erstmal nur die KF rausgebracht wird, ist ja typisch Warner :evil:
Aber mit dem Heimkino warte ich lieber noch bis es ein Doppelpaket mit beiden Teilen gibt oder wenigstens die Langfassung vom ersten.
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Re: ES (2017)

Beitragvon dude-1984 » 21. Nov 2017 19:29

DriesVanHegen hat geschrieben:
dude-1984 hat geschrieben:
dude-1984 hat geschrieben:ich wart aufn längeren scheiben-release .....glaub erst wenn der 2. part raus is, wird sich ein gesamtbild ergeben das entweder hui oder pfui is....

mal hoffen das der DC noch kommen wird, war zumindest mir eine stelle im film aufgefallen die irgendwie nicht recht passte ( gipsarm mit signierung ) und hoffnung gibt das es mehr zusehen gibt ausm Klub der Verlierer.


vorerst ma so 7/10 mit ausrichtung nach oben wenn das werk komplett ist.

Sah man nicht, wie er bei einer Prügel von Bowers und Co gebrochen wird?

Dass jetzt erstmal nur die KF rausgebracht wird, ist ja typisch Warner :evil:
Aber mit dem Heimkino warte ich lieber noch bis es ein Doppelpaket mit beiden Teilen gibt oder wenigstens die Langfassung vom ersten.



meinte eigentlich das man gegen ende ja das "loser" ( wat die kaugummifotze ja im laden auf seinen gips schmierte ) mit überzeichneten s damits lover ergibt , sieht. davon wie dies passierte , sieht man ja nix.
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