Im Körper des Feindes

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Im Körper des Feindes

Beitragvon horror1966 » 12. Apr 2018 19:20

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Im Körper des Feindes
(Face/Off)
mit John Travolta, Nicolas Cage, Joan Allen, Alessandro Nivola, Gina Gershon, Dominique Swain, Nick Cassavetes, Harve Presnell, Colm Feore, John Carroll Lynch, CCH Pounder
Regie: John Woo
Drehbuch: Mike Werb / Michael Colleary
Kamera: Oliver Wood
Musik: John Powell
FSK 16
USA / 1997

Nach jahrelanger Jagd auf den Terroristen Castor Troy kann ihn FBI-Agent Sean Archer endlich stellen. Doch beim Zweikampf wird Troy verletzt und fällt ins Koma. Der Triumph wird zum Wettlauf mit der Zeit, als Archer erfährt, das Troy eine Bombe in L.A. versteckt hat. Außer Troys Bruder kennt keiner das Versteck und für Archer gibt es nur einen einzigen Weg, an diesen heranzukommen: Er muß in den Körper seines Todfeindes schlüpfen. Bei einer spektakulären Operation werden die Gesichter "vertauscht" - Archer wird zu Troy und Troy zu Archer. Doch der Terrorist erwacht aus dem Koma...


Der Name John Woo hat insbesondere unter des Actionfilmes einen mehr als guten Klang, wobei vor allem seine Werke des Hong Kong Kinos sich größter Beliebtheit erfreuen. Herausragende Beiträge wie beispielsweise The Killer, Hard Boiled, oder auch A Better Tomorrow gehen auf sein Konto, wobei sich aber auch viele seiner späteren Hollywood Filme jederzeit sehen lassen können. Unter diesen ist meiner Meinung nach der vorliegende Im Körper des Feindes aus dem Jahr 1997 absolut perfekt gelungen, denn in diesem brillanten Meisterwerk harmonieren sämtliche Zutaten absolut perfekt miteinander und ergeben in der Summe ein Gesamtbild, das man einfach nur als genial bezeichnen kann. Schon die beiden Hauptdarsteller sind mit John Travolta und Nicolas Cage extrem gut ausgewählt, denn die beiden mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen Ikonen liefern sich hier einen schauspielerischen Schlagabtausch, der sich in jeder Beziehung gewaschen hat. Man kann dabei wirklich nicht sagen welche Performance die bessere ist, da die Spielfreude der beiden Mimen aus jeder einzelnen Pore der Geschichte heraus tropft. Apropos Geschichte, die ist wirklich gut aufgebaut, enthält eine Menge Wendungen und wird zudem sehr flüssig und spannend erzählt. Ob die dargestellten Ereignisse dabei realistisch erscheinen sei einmal dahin gestellt, womit ich mich natürlich in erster Linie auf die in der Inhaltsangabe angesprochene Operation beziehen möchte.

Wie dem aber auch sei, die Chose ist extrem unterhaltsam und vollgepackt mit satten Action-Sequenzen. Vor allem bei diesem Aspekt lässt Woo es im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich krachen und dem Zuschauer offenbaren sich etliche spektakuläre Einstellungen, bei denen selbstredend auch das ein oder andere Mal ziemlich dick aufgetragen wird. Das macht aber überhaupt nichts, denn im vorliegenden Fall passt das einfach perfekt in das Gesamtbild hinein, außerdem möchte man bei Actionfilmen auch nicht zwangsweise eine Messlatte für den Realitätsgehalt anlegen. Man bekommt also bombastische Unterhaltung geboten, andererseits füllt Woo seine Erzählung aber auch mit jeder Menge Emotionen aus dem zwischenmenschlichen Bereich. Wenn einem das in manch anderem Genrevertreter eher störend erscheint, so wurde diese Zutat brillant in das Gesamtkonstrukt eingeflochten. Das Ganze wirkt extrem stimmig und ergibt in der Summe eine Mischung, die man im Endeffekt nur als absolut herausragend bezeichnen kann.

Im Körper des Feindes ist nahezu ein Paradebeispiel für einen modernen und in sich stimmigen Action-Thriller, in dem sämtliche Elemente perfekt aufeinander abgestimmt sind. Dennoch stechen einem zwei Dinge ganz besonders ins Auge, wobei an erster Stelle sicherlich das grandiose Action-Spektakel zu nennen ist das einem von John Woo präsentiert wird. Die entsprechenden Einstellungen sind absolut hochklassig und lassen jedem Fan des Actionkinos das Gerz höher schlagen. In den etwas ruhigeren Phasen des Filmes kommt dann das wirklich gute Schauspiel aller Akteure zum tragen, wobei Travolta und Cage als Hauptfiguren noch einmal gesondert erwähnt werden müssen. Die beiden zeigen sich absolut spielfreudig und in Höchstform, was den stattfindenden Schlagabtausch zu einem echten Erlebnis macht. Es wirkt so, als wenn sich beide gegenseitig zu totalen Höchstleistungen pushen und das kommt dem Werk insgesamt gesehen extrem zu Gute. Und so hat diese Produktion auch nach nunmehr über 20 Jahren rein gar nichts von ihrer Klasse und Faszination eingebüßte, denn noch immer bietet die Geschichte die gleiche Kurzweil wie damals.

Im nachhinein kann man ohne Weiteres behaupten, das mit Im Körper des Feindes ein absolut zeitloser Klassiker des modernen Actionkinos geschaffen wurde, an dem man immer wieder seine helle Freude hat. Das mag vielleicht nicht jeder so sehen, aber wer hochklassige Action im Verbund mit tollem Schauspiel und einer äußerst gelungenen Story liebt, der kommt an diesem Meisterwerk ganz einfach nicht vorbei. Auf gut 130 Minuten verteilt bekommt man alles geboten was das Herz begehrt und mehr kann man nun wirklich nicht verlangen. So mancher Beitrag der heutigen Zeit könnte sich hier eine ganz dicke Scheibe abschneiden, denn Woo hat eindrucksvoll vorgemacht, wie man qualitativ hochwertige Actionfilme perfekt in Szene setzt.


Fazit:


Für mich handelt es sich um eines der besten Werke das im Genre des Actionfilms je hervor gebracht wurde. Grandiose Darsteller, ein Action-Spektakel das seinesgleichen sucht und eine spannend erzählte Story ergeben ein Gesamtwerk das nur schwerlich zu toppen ist.


10/10
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Re: Im Körper des Feindes

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 12. Apr 2018 22:07

Sehr guter Film!
Würde ihm 9-10/10 geben !
Aber um das genau zu sagen,will ich mir ihn nochmal ansehen.
Das war ein sehr guter HOLLYWOOD John Woo !
Ich war damals traurig das er das HK Kino verließ,denn ich war riesiger „Heroic Bloodshed“ Fan.
LIEBER ASSI ODER PROLL ALS EIN VERBLENDETES HERDENTIER DER HYPOKRITEN!!!
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Re: Im Körper des Feindes

Beitragvon horror1966 » 16. Apr 2018 20:23

Kritik ist drin
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