A Good Man - Gegen alle Regeln

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A Good Man - Gegen alle Regeln

Beitragvon horror1966 » 3. Okt 2014 11:33

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A Good Man - Gegen alle Regeln
(A Good Man)
mit Steven Seagal, Ron Balicki, Radu Banzaru, Claudiu Bleont, Massimo Dobrovic, Bogdan Farkas, Elias Ferkin, Alina Ionescu, Tzi Ma, Dave Maynard, Ioana Moldovanu, Sofia Nicolaescu, Ovidiu Niculescu, Ana Adelaida Perjoiu
Regie: Keoni Waxman
Drehbuch: Keoni Waxman
Kamera: Nathan Wilson
Musik: Brian Jackson Harris / Justin Raines / Michael Wickstrom
keine Jugendfreigabe
USA / 2014

Nachdem sein Versuch, in einer momentan gesetzlosen Ex-Sowjetrepublik einen berüchtigten Waffen- und Drogenhändler auszuschalten, gründlich in die Hose ging, zieht sich Spezialagent Alexander vorgeblich aus dem aktiven Dienst zurück und tritt einen Posten an als Hausmeister und Handwerker in einem noblen Mietshaus in einer osteuropäischen Großstadt. Als finstere Gangster das Wohl einer auf seinem Stock wohnenden Kleinfamilie bedrohen, zeigt Alexander ihnen, was er gelernt hat. Prompt bekommt er es mit der ganzen Bande zu tun.


Lange ist es her das man Action-Ikone Steven Seagal in einem wirklich guten Actionfilm bewundern konnte. Nach dem Serien-Format "True Justice" ist der alte Haudegen nun einmal wieder in einem B-Movie zu sehen, der wie auch das TV-Format unter der Regie von Keoni Waxman entstanden ist. Die Geschichte bietet dabei nichts Neues und dient vielmehr als schon unzählige Male gesehene Rahmenhandlung, die zudem auch noch extrem vorhersehbar erscheint. Wie nicht anders zu erwarten mimt Seagal einmal mehr den stoischen-und wie immer unbesiegbaren Einzelkämpfer, der seine Gegner kompromisslos in die Schranken weist, ohne sich dabei großartig zu bewegen. Bei der mittlerweile vorhandenen Leibesfülle des Schauspielers wäre alles andere auch kaum möglich, denn irgendwie erinnert der Mime mittlerweile an einen aufgedunsenen Schwamm und sieht dabei auch nicht wirklich gesund aus. Gerade im Vergleich mit früheren Werken ist das Aussehen gerade für Fans ein Schlag in die Fresse, ist doch kaum noch etwas von dem beweglichen Kämpfer zu erkennen, der in seinen frühen Werken zumindest sehr gute Actionkost präsentiert hat.

Als Schauplatz des Geschehens dient aus Gründen der Sparsamkeit einmal mehr der Ostblock und auch die Besetzungsliste des Filmes deutet ganz eindeutig daraufhin, das man hier Darsteller aus verschiedenen ost-europäischen Ländern verpflichtet hat. Bekannte Gesichter sollte man also nicht unbedingt erwarten, denn es handelt sich doch eher um einen Cast der namenlosen-und jederzeit auswechselbaren Figuren, die nicht mehr als die nötige Staffage darstellen. Der 08/15 Plot bietet dann auch wenig Sehenswertes, denn bis auf einige kurze Nahkämpfe wird verhältnismäßig wenig geboten, was die Bezeichnung Action auch wirklich verdienen würde. Ehrlich gesagt machen sich mit der Zeit sogar diverse Ermüdungserscheinungen bemerkbar und man merkt immer mehr, wie sehr man doch dieser immer gleichen Szenarien langsam überdrüssig geworden ist. Mehr als deutlich ist auch die Handschrift von Waxman zu erkennen, was in diesem Fall allerdings nicht unbedingt als positive Randnotiz vermerkt werden sollte. Das Geschehen offenbart sich nämlich als absolut durchschaubar und von neuen Impulsen für das Genre ist weit und breit nichts zu erkennen.

Zudem wird man das Gefühl nicht los das die auf einen Bierdeckel passende Handlung künstlich gestreckt wurde, um das Szenario auf eine Laufzeit von knapp 90 Minuten zu bringen. Kein Wunder also, das sich fast zwangsläufig Längen erkennen lassen die das Ganze auch nicht unbedingt aufwerten. Zeigen Schauspieler wie Schwarzenegger oder Stallone immer wieder das man auch in einem betagteren Alter noch gute Filme produzieren kann, so bewegt sich Seagal doch ganz eindeutig schon seit längerer Zeit auf dem absteigenden Ast und kann dabei noch nicht einmal mehr annähernd an frühere Werke anknüpfen. Jede Film wirkt deckungsgleich und auch das schon von jeher begrenzte Talent an echtem Schauspiel fällt nun immer stärker ins Gewicht.

Trotz all dieser eher negativen Punkte bietet "A Good Man" zumindest teilweise noch unterhaltsame Kost, allerdings sollte man schon im Vorfeld die eigenen Erwartungen auf ein Minimum reduzieren. Denn selbst für einen billig produzierten B-Movie handelt es sich in vorliegendem Fall um absolute Durchschnittsware, die selbst die eingefleischten Seagal-Fans nur bedingt begeistern dürfte.


Fazit:


So sehr ich die frühen Filme eines Steven Seagal auch mag, so eintönig präsentieren sich seit einigen Jahren die Spätwerke. Immer wieder wird man dabei mit fast identischen Geschichten konfrontiert, die mittlerweile kaum noch einen Hund hinter dem Ofen hervor locken. Vielleicht wäre es endlich an der Zeit sich in den wohl verdienten Ruhestand zu begeben, denn mit Filmen wie "A Good Man" sind mittlerweile keine Lorbeeren mehr zu ernten.


5/10
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horror1966
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Re: A Good Man - Gegen alle Regeln

Beitragvon MiamiVIP » 5. Okt 2014 03:11

Ich hab mir ja schwer überlegt ob ich mir den überhaupt noch antue. Heute habe ich es getan und nur wieder das Übliche feststellen müssen. Überflüssiger Seagal Schrott vom Fließband. 4/10
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MiamiVIP
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