Countdown

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Countdown

Beitragvon horror1966 » 10. Jun 2017 14:48

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Countdown
(Countdown)
mit Nic Nemeth, Glenn Jacobs, Katharine Isabelle, Josh Blacker, Alexander Kalugin, Michael Kopsa, Alan O'Silva, Catherine Lough Haggquist, Jennifer Cheon, Luke Roessler
Regie: John Stockwell
Drehbuch: Michael Finch / Richard Wenk
Kamera: Cliff Hokanson
Musik: Claude Foisy
FSK 16
USA / 2016

Der Undercover Cop Ray Fitzpatrick (Wrestling-Star Dolph Ziggler) muss notgedrungen bei einem Einsatz seinen Kollegen anschießen, damit seine Tarnung nicht auffliegt. Sein Chef Cronin (WWE-Legende Kane) hat genug von dem Verschleiß an Partnern, und so muss Ray endgültig Dienstmarke und Waffe abgeben. Doch schon bald stehen seine Ex-Kollegen wieder bei ihm vor der Tür: Ein Psychopath hat einen kleinen Jungen an einen unbekannten Ort verschleppt und droht live im Internet, das Kind in die Luft zu jagen. Als die Lösegeldübergabe außer Kontrolle gerät, bleiben Ray und seiner Kollegin Julia nur noch wenige Stunden, um den Jungen zu retten. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt...


In den letzten Jahren ist es in Mode gekommen, das immer öfter diverse WWE Stars in B-Actionern ordentlich mitmischen. Auch in dem vorliegendem Beitrag "Countdown - Ein Bulle sieht rot" verhält sich das nicht anders und so kann man in der Hauptrolle den aufstrebenden WWE Star Dolph Ziggler alias The Show Off in der Rolle des Undercover - Cops Ray bei der Arbeit begutachten. In einer Nebenrolle ist dann auch gleich noch die Legende Kane (See no Evil) zu sehen, wobei dessen Spielanteile sich in einem eher überschaubaren Rahmen bewegen. Rein inhaltlich gibt der Film nicht sonderlich viel her, man bekommt eine schon oft verfilmte Thematik serviert. Diese ist jedoch streckenweise recht unterhaltsam in Szene gesetzt worden und so kann man dem Beitrag in Sachen Kurzweil relativ wenig vorwerfen.

Regisseur John Stockwell rückt seine Hauptfigur ganz eindeutig in den Vordergrund und präsentiert dem Zuschauer dabei eine Charakter-Beleuchtung, die einerseits ziemlich oberflächlich ausfällt und gleichzeitig auch noch mit unzähligen Klischees beladen ist. Ray ist der typische Draufgänger, der bei seiner Arbeit auch gut und gern einmal sämtliche Vorschriften und Gesetze außer acht lässt, um letztendlich zum Erfolg zu gelangen. Dieses Verhalten fällt ihm dann auch zwangsläufig auf die Füße und hat persönliche Konsequenzen, die ihn allerdings keineswegs davon abhalten, im gleichen Stil weiter zu verfahren. Ziggler interpretiert die Rolle recht gut und sammelt mit seiner draufgängerischen Art auch durchaus Sympathiepunkte. Das Schauspiel der Akteure ist generell angemessen, allerdings treten auch immer wieder diverse Phasen auf den Plan, in denen die Darstellungen ein wenig plump und hölzern wirken. Bei einem Film dieser Art kann man diesen Umstand jedoch etwas vernachlässigen, denn schließlich möchte man im Endeffekt lediglich gut unterhalten werden.

Das schafft "Countdown" dann im Prinzip auch ganz gut, auch wenn die Geschichte nicht unbedingt mit zahlreichen Höhepunkten gesegnet ist. Der geneigte Action-Fan dürfte dennoch größtenteils auf seine Kosten kommen, denn auch wenn es keine äußerst spektakuläre Sequenzen zu begutachten gibt kann sich die enthaltene Action sehen lassen. Mehrere kleine Schießereien und etliche Nahkämpfe werden sehenswert dargestellt und im Mittelpunkt steht ein um das andere Mal der gute Ziggler, der insbesondere in diesen Passagen zu gefallen weiß. Ein wenig mehr hätte man sich aber von Kanes Figur erwartet, denn wenn die WWE Legende schon mitwirkt, dann hätte man ihn auch gern in Aktion gesehen. Leider mimt er aber den typischen Schreibtischhengst, was für den ein oder anderen eventuell eine kleine Enttäuschung sein könnte.

Insgesamt gesehen offenbart sich hier also sicherlich kein Film mit substanziellem Nährwert oder gar Tiefgang, dafür bekommt der Betrachter aber solide B-Movie Filmkost angeboten, bei der es zumindest stellenweise auch ganz gut zur Sache geht. Einen extrem nachhaltigen Eindruck dürfte der Beitrag wohl nicht hinterlassen, aber für Freunde solider Actionfilme lohnt sich ein Blick allemal. Hätte man die Chose noch etwas spektakulärer ins Bild gesetzt und mit einigen echten Höhepunkten versehen, dann hätte "Countdown" sogar ein richtig gelungener Kracher werden können, aber auch in vorliegender Form siedelt sich das Werk zumindest im guten Durchschnittsbereich an.


Fazit:


Ein Meisterwerk ist an dieser Stelle ganz bestimmt nicht entstanden, aber es gibt unzählige andere Genre-Vertreter, die weitaus schlechter geraten sind. Auch ohne sensationelle Highlights bietet "Countdown" gute Unterhaltung und definiert sich in erster Linie über seinen Hauptdarsteller, der einen absolut ordentlichen Job abliefert.


6/10
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

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horror1966
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Re: Countdown

Beitragvon horror1966 » 11. Jun 2017 11:48

Kritik ist drin.
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

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horror1966
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