Tierhorror


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Tierhorror

Beitragvon horror1966 » 21. Jan 2014 22:01

Teil 8:
Der Tierhorrorfilm


Filme, in denen Tiere die Verursacher für den entstehenden Horror sind, üben auf sehr viele Leute eine starke Faszination aus. Auch wenn in diesem Sub-Genre sehr viel Ausschuß produziert wird (wie aber in anderen auch), erfreut sich der Tierhorrorfilm sehr großer Beliebtheit bei den Fans.

Ganz egal, ob Hunde, Fische, Ameisen, Spinnen, Affen oder andere Tiere, irgendwie strahlen diese Filme eine aussergewöhnliche Faszination auf die meisten Zuschauer aus, vielleicht liegt es ganz einfach darin begründet, das hier einmal nicht irgendwelche Mutanten oder psychophatische Serienmörder die Täter sind. Dazu gibt es eine gewisse Schnittmenge mit dem Monsterfilm.

Auch der Tierhorrorfilm hat neben etlichen, wirklich schlechten Produktionen und viel Mittelmaß auch einige wirkliche Klassiker herausgebracht, die sich im Laufe der Jahre einen teilweise sehr hohen Kultstatus erworben haben und das auch vollkommen zu recht. Einige dieser Filme sollen hier aufgezählt werden, aber natürlich auch Filme, die nicht so großes Ansehen erworben haben, bis hin zu einigen wirklich schlechten Vertretern dieses Sub-Genres.

Zu einem der wohl größten Klassiker dieser Film-Sparte zählt wohl ganz eindeutig der 1933 erschienene Film "King Kong und die weiße Frau", der unter der Regie von Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack entstand. Der Film wurde am 2. März 1933 uraufgeführt. Hier wurde das erste mal ein Monster extra für den Film geschaffen und beruhte nicht wie zum Beispiel Dracula oder Frankenstein auf literarischen Vorlagen. Schon am ersten Wochenende spielte der Film rund 90.000 $ ein,was zur damaligen Zeit ein absoluter Rekord war. nebenbei hat dieses Werk durch seinen Erfolg die Produktionsfirma RKO vor dem Bankrott gerettet. Durch den enormen Erfolg des Films kam noch im gleichen Jahr eine Fortsetzung mit dem Titel "The Son of Kong" in die Kinos und im Jahr 1949 folgte ein weiterer Riesenaffenfilm mit dem deutschen Titel "Panik um King Kong", obwohl Kong hier gar nicht mitspielte.

Mittlerweile hat es das Original von 1933 schon zu 2 Neuauflagen gebracht, 1976 erschien das erste Remake, bei dem John Guillermin Regie führte und 2005 bescherte uns dann Peter Jackson seine Neuauflage von "King Kong". Jackson's Version des Films ist meiner Meinung nach die bessere Verion, allein schon aus dem Grund, das der Film in der zeitlich gesehen in der gleichen Epoche spielt wie das Original. In der 76 er Version hatte man die Gegenwart gewählt, was auf manch einen doch eher etwas befremdlich gewirkt hat.

In den 50 er Jahren entstanden einige B-Movies, in denen Insekten oder Spinnen zu riesenartigen Wesen ihrer Art mutierten und Jagd auf Menschen machten. Hier gibt es 2 Filme, die wohl besonders zu erwähnen sind und sich im Laufe der Jahre einen absoluten Kultstatus erworben haben. Zum einen handelt es sich um den 1954 erschienenen "Formicula" von Gordon Douglas, in dem Riesenameisen die gegend unsicher machen, der andere Titel ist "Tarantula" von 1955, der unter der Regie vom damaligen B-Movie König Jack Arnold stammt. Gerade letzgenannter Film, in dem es um eine Riesenspinne geht, ist wohl zu den absoluten Klassikern zu zählen und hat bis in die heutige Zeit nichts von seinem Charme verloren.

Ein weiterer Meilenstein im Bereich des Tierhorrors ist auch eines der Spätwerke von Alfred Hitchcock, nämlich "Die Vögel" aus dem Jahr 1963, in dem Menschen von ganzen Heerscharen von Vögeln angegriffen werden. Hitchcock hat in diesem Film keine eindeutige Erklärung dafür hinterlassen, aus welchem Grund dies eigentlich geschieht, sondern er ünerlässt es der Fantasie und der Interpretation des Zuschauers. Das ist ganz sicher auch einer der Gründe, warum dieser Film sich auch in der heutigen Zeit immer noch sehr großer Beliebtheit erfreut und aus dem Sub-Genre nicht wegzudenken ist.

1972 erschien mit dem Film "Frogs-Killer aus dem Sumpf" von George McCowan ein Werk, in dem sich die Tierwelt in Form von Fröschen, Insekten, Vögeln und Schlangen gegen die Menschen wendet und sich für die Zerstörung ihres Lebensraumes rächt und die Menschen tötet. Ob dieser Film zu den großen Klassikern zu zählen ist, das muß jeder für sich selbst entscheiden, aber dieses ökologisch angehauchte Werk hat sicherlich seinen ganz eigenen Reiz und ist als besonders interessant anzusehen.

Im Jahr 1975 erschien dann ein Film, der heute zu den allergrößten Klassikern des Genres zu zählen ist, Regie führte ein gewisser Steven Spielberg und der Film heisst "Der weiße Hai" (Jaws). Nicht wenige Leute behaupten, das hier einer der besten und vor allem spannendsten Filme des Genres entstanden ist, der auch heute, nach über 30 Jahren immer noch die Massen fasziniert. In der damaligen Zeit hat dieses Meisterwerk so einigen Leuten den Badespaß verdorben. Leider wurde diesem Meilenstein zum 30 jährigen Jubiläum eine neue Synchronisation verpasst, die man sich meiner Meinung nach besser gespart hätte, da sie sich wirklich grausam und befremdlich anhört. Der Film zog auch 3 Fortsetzungen nach sich, von denen allerdings nur der zweite Teil "Der weiße Hai 2" (1978) einigermaßen zu überzeugen wusste, wohingegen man "Der weiße Hai 3-D" (1983) und vor allem "Der weiße Hai IV-Die Abrechnung" (1987) doch eher vergessen konnte, da die Filme noch nicht einmal ansatzweise an das Original herankamen.

1978 erschien dann der Film "Piranhas", in dem sich alles um die kleinen Killerfische dreht. Allerdings konnte dieser Film nie annähernd den Erfolg von "Der weiße Hai" erreichen, obwohl es hier recht spannend zur Sache geht und der Film in Fankreisen sehr beliebt ist.

Oft bekommt man den Tierhorrorfilm auch in Kombination mit sehr viel Humor zu sehen, sehr bekannte Vertreter dieses Mixes sind sicherlich Filme wie "Arachnophobia" (1990) oder "Arac Attack" (2002), bei denen selbst Leute mit einer ausgewachsenen Spinnenangst ihre Freude haben werden. Auch ein Film wie "Lake Placid" (1999), in dem ein Riesenkrokodil sein Unwesen treibt, ist mit sehr viel Humor angereichert, so das er schon fast weniger als Horrorfilm zu sehen ist.

Gerade Krokodile und Alligatoren sind sehr oft Thema von Tierhorrorfilmen, wobei die meisten Filme hier doch eher schlecht bis mittelmäßig sind. Doch auch hier gibt es Ausnahmen, wie vor allem die letzte Zeit bewiesen hat. So erschienen 2007 gleich 3 Filme, in denen diese Tiere die Hauptrolle spilten, nämlich "Die Fährte des Grauens", "Black Water" und "Rogue-Im falschen Revier". Diese Filme wissen doch durch eine recht gute, bedrohliche Atmosphäre und einen guten Spannungsbogen zu überzeugen.

Aber auch andere Reptilien, nämlich Schlangen sind sehr beliebt, wenn es um Tierhorror geht. So hat mittlerweile auch der Film "Anaconda" (1997) 2 Fortsetzungen nach sich gezogen und ein vierter Teil ist wohl auch schon im Anmarsch. Ob diese Filme allerdings qualitätsmäßig weit oben anzusiedeln sind, lasse ich mal dahingestellt. Ein wirklich bedrohlicher und sehr spannender Vertreter der "Schlangenfilme ist aber sicherlich "King Kobra" von 1981, der es doch schafft, dem Zuschauer den ein oder anderen Schauer über den Rücken zu jagen.

Man könnte hier noch unzählige Filme aufführen, ich hoffe jedenfalls, das ich die größten Klassiker und einige andere bekannte Filme erfasst habe, aber meiner Meinung nach sind das die Filme, die erwähnt werden sollten. Damit ist jetzt auch der Streifzug durch die Sub-Genres beendet und ich hoffe, das ich trotz einiger Kritik (die auch meist berechtigt war) einen interessanten Querschnitt erstellt habe.
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