This is England 86 (Mini-Serie)


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This is England 86 (Mini-Serie)

Beitragvon horror1966 » 18. Okt 2013 15:10

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This is England "86" 1 & 2
(This is England "86")
mit Andrew Ellis, Andrew Shim, Chanel Cresswell, Danielle Watson, George Newton, Hannah Walters, Joseph Dempsie, Joseph Gilgun, Jo Hartley, Johnny Harris, Michael Socha, Perry Benson, Vicky McClure, Georgia Foote
Regie: Tom Harper / Shane Meadows
Drehbuch: Shane Meadows / Jack Thorne
Kamera: Keine Information
Musik: Keine Information
FSK 16
Großbritannien / 2010

Woody, Lol, Smell, Milky und die anderen sind inzwischen keine Teenager mehr. Aber viel hat sich eigentlich nicht geändert. Es gibt kaum Jobs und auch sonst ist nicht viel los in dem öden Städtchen. Alle sind auf der Suche nach Spaß, Liebe, Geld und einer Zukunft. Woody und Lol wollen eine richtig schräge Hochzeit feiern, was allerdings gründlich daneben geht, und als ihr Dad plötzlich wieder zuhause einzieht, steht die schöne, coole Lol vor einer harten Entscheidung. Denn es gibt etwas in ihrer Vergangenheit, über das sie noch nie gesprochen hat ...


Im Jahre 2003 erschien Shane Meadows Film "This is England", ein Werk über das eher trostlose Leben einer jugendlichen Skinhead-Gang die scheinbar keinerlei Zukunfts-Perspektiven hatte. Nun erzählt Meadows die Geschichte der Gang weiter, nur das die Geschichte 3 Jahre später angesiedelt ist und aus den Teenagern junge Männer und Frauen geworden sind, die sich allerdings immer noch mit den gleichen Problemen rumschlagen müssen. So gibt es also ein Wiedersehen mit den symphatischen Charakteren des Kinofilmes, denn die Darsteller sind glücklicherweise die gleichen geblieben, so das der Zuschauer auch sofort wieder einen Bezug zu ihnen herstellen kann. Gewählt wurde diesmal das TV-Format, so das man eine vierteilige Mini-Serie präsentiert bekommt. Der erste teil beginnt mit dem Ende des Kinofilmes und wirft den Betrachter danach in die Gegenwart, die zeitlich gesehen im Jahr 1986 spielt. Der mittlerweile 15-Jährige Shaun (Thomas Turgoose) kehrt wieder in den Kreis der Gruppe zurück, aus der er ja im gleichnamigen Film ausgeschieden war, doch in den ersten beiden Folgen der Mini Serie steht er längst nicht mehr so im zentralen Mittelpunkt, wie es im Kinofilm der Fall war.

Vielmehr drehen sich die beiden ersten Episoden insbesondere um die süße Lol (Vicky McClure), die fast von einer Lawine voller Probleme überrollt wird. Nicht nur, das ihre Hochzeit mit ihrem langjährigen Freund Woody platzt da dieser auf einmal kalte Füße bekommt, zu allem Überfluss zieht auch ihr Vater wieder zu Hause ein, was für Lol eine mittlere Katastrophe bedeutet, da sie mit ihrem Erzeuger ein schreckliches Geheimnis aus ihrer Kindheit teilt, von dem ansonsten lediglich 2 Personen wissen. Von Woody nicht für voll genommen kommt es dabei sogar zum sexuellen Betrug, flüchtet sie sich doch mit ihren Problemen in die Arme von Milky, der schon lange in sie verliebt ist. Doch obwohl hier einige Probleme sehr eindringlich behandelt werden, bieten dieersten beiden Episoden auch genügend Humor, der stellenweise sogar etwas skurril ausfällt, was dem Ganzen eine herrlich schräge Note verleiht.

So macht beispielsweise der pummelige Gadget seine ersten sexuellen Erfahrungen und gerät dabei an ein erheblich älteres Vollblutweib, das aussergewöhnliche Experimente mit ihm vollzieht. Diese sind zwar nicht im Bild zu sehen, aber allein schon die verballe Äusserung gegenüber seinen Freunden zaubert dem Zuschauer so manchen Schmunzler ins Gesicht, den man sich beim besten Willen nicht verkneifen kann. Man sieht also, das hier für jede Menge Abwechslung gesorgt ist, was schon fast zwangsläufig für erstklassige und sehr kurzweilige Unterhaltung sorgt. Ist es doch gerade die Mischung aus einem eher trostlosen Leben das die jungen Leute hier führen und das von einer erschreckend realistisch erscheinenden Tristesse geprägt ist und der Art, was sie trotzdem aus ihrer Situation herausholen, die der Serie einen ganz besonderen Charme verleihen. Als Zuschauer gerät man dabei phasenweise in ein wahres Wechselbad der Gefühle, denn einerseits möchte man das Leben der Protagonisten keinesfalls selber führen, andererseits ist es der starke Zusammenhalt der Gruppe und die gemeinsamen Aktionen, die jede Menge Lebensfreude versprühen, die sich anscheinend auch durch die größten Probleme nicht vertreiben lässt und immer wieder Hoffnungsschimmer auf eine bessere Zukunft aufkommen lässt.

Ich bin jetzt schon sehr gespannt, wie sich das Geschehen in Folge 3 & 4 weiterentwickelt, sind doch einige offenen Fragen aufgeworfen worden. Dabei steht für mich persönlich vor allem die Beziehung zwischen Woody und Lol im Focus der Ereignisse, aber auch die Probleme von Shaun dürften für weitere Spannung sorgen, ist er doch von zu Hause abgehauen, nachdem er seine Mutter mit seinem Chef im Bett erwischt hat. Man merkt also, das an dieser Stelle für genügend Zündstoff gesorgt ist, der in den letzten beiden Episoden sicherlich noch für explosive Stimmung sorgen wird. Letztendlich kann man aber auch jetzt schon durchaus behaupten, das Shane Meadows mit dieser Fortsetzung der Geschichte genau das Richtige Werk auf den Weg gebracht hat, denn wem schon der Kinofilm gefallen hat, der wird auch seine Freude an der Mini Serie haben, die sich zwar thematisch nicht unbedingt mit der Skinhead-Szene beschäftigt, dafür aber sehr eindringlich auf die Alltagsprobleme der Charaktere eingeht. Gerade die zeitliche Weiterentwicklung ist sehr interessant und auch die thematische Verlagerung der Ereignisse empfinde ich als äusserst gelungen, bietet sie doch einen nahezu idealen Kontrast zum gleichnamigen Film aus dem Jahre 2003. Die Tristesse-und Trostlosigkeit ist dabei auf jeden Fall geblieben, lediglich die Probleme der Charaktere sind jetzt etwas anders gelagert.


Fazit:


Shane Meadows hat mit dieser authentisch-und glaubwürdigen Weiterentwicklung seiner Geschichte absolut ins Schwarze getroffen und bietet dem Zuschauer einen sehr eindrucksvollen Einblick in das Leben der mittlerweile gereiften Charaktere, das mit Problemen gepflastert ist und kaum Hoffnung auf Besserung erkennen lässt. Die einzige Zuflucht ist dabei die Gruppe an sich, die jedem Einzelnen den Rückhalt bietet, den er in der eigenen Familie anscheinend nicht findet. Wenn Teil 3 & 4 sich qualitativ auf dem gleichen Level bewegen wie die ersten beiden teile, dann kann man eigentlich nur von einer äusserst gelungenen Produktion sprechen.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS 5.1, DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: 91 Minuten
Extras: Behind the Scenes, Outtakes, Trailer, Trailershow
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Re: This is England 86 (Mini-Serie)

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 8. Apr 2015 15:03

Da heute mein Zavvi BR Steel im Kasten war ,werde ich mir heute zum 1.Mal "This Is England" ansehen.
Den Film von 2003 ,nicht die Serie.
Bin ja nicht so der Serienfan ,is mir einfach zu anstrengend.
Hab auch mit "American Horror Story" seit längerem pausiert.
Wie viele Folgen hat die Serie hier denn?
Wird sie noch fortgeführt?
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