Fear the Walking Dead (Staffel 3)


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Fear the Walking Dead (Staffel 3)

Beitragvon horror1966 » 5. Dez 2017 16:02

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Fear the Walking Dead
(Fear the Walking Dead)
mit Kim Dickens, Frank Dillane, Alycia Debnam-Carey, Mercedes Mason, Colman Domingo, Rubén Blades, Danay Garcia, Cliff Curtis, Daniel Sharman, Sam Underwood
Regie: Stefan Schwartz / Paco Cabezas / Courtney Hunt / u.A.
Drehbuch: Charlie Adlard / Dave Erickson / Robert Kirkman / u.A.
Kamera: Scott Peck / Christopher LaVasseur / u.A.
Musik: Paul Haslinger
keine Jugendfreigabe
USA / 2017

Die Gruppe der Überlebenden um Travis Manawa (Cliff Curtis) und Madison Clark (Kim Dickens) hat es über die mexikanische Grenze geschafft. Zurück in den USA werden sie jedoch von einer Gruppe brutalen Milizgruppe festgesetzt, die mit perfider Leidenschaft ihre Gefangenen meucheln. Angeführt wird die Truppe von Troy Otto (Daniel Sharman), dessen psychopathische Mordlust von seinem Bruder Jake (Sam Underwood) nur schwerlich in Zaum gehalten werden kann. Dennoch schließt man Frieden und Madison findet mit ihren Kindern Zuflucht auf der Ranch von Jeremiah Otto (Dayton Callie), dem Vater von Troy und Jake. Doch sicher ist es dort nicht. Denn Qaletqa Walker (Michael Greyeyes), ein Nachbar, erhebt Anspruch auf die Ranch. Zwischen den beiden Gruppen entflammt eine blutige Fehde, die auch vor Madison, Travis, Nick (Frank Dillane) und Alicia (Alycia Debnam-Carey) nicht Halt macht.


Die dritte Staffel der Vorgeschichte von "The Walking Dead" knüpft nahtlos dort an wo die vorherige Staffel endete. Leider verhält es sich noch immer so, das "Fear the Walking Dead" von vielen Leuten etwas stiefmütterlich betrachtet wird, wobei sich gerade in den vorliegenden 16 Episoden das Potential des Formates immer stärker zu erkennen gibt. Mittlerweile ist man auch mit den Hauptfiguren warm geworden, von denen sich vor allem die gute Madison immer mehr in den Vordergrund stellt. Man könnte in ihr ohne Weiteres den weiblichen Gegenpart von Rick aus TWD sehen, denn die gute Frau ist ständig darum bemüht die Menschen in ihrer Nähe zu schützen. Besonders auffällig ist in der dritten Staffel der Aspekt, das es im Prinzip relativ wenig an echter Zombie-Action zu sehen gibt, aber diese Auffälligkeit wertet das Geschehen auf keinen Fall ab. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn den Machern der Serie ist es fast spielerisch gelungen, jede einzelne Episode mit einem gekonnten Spannungsaufbau und immer wieder eingestreuten Wendungen auszustatten. Neue Figuren treten auf der Bildfläche auf und wie nicht anders zu erwarten, verabschieden sich mit der Zeit auch diverse Charaktere, indem sie beim Kampf gegen die Horden von Untoten ihr Leben verlieren.

Die neuen Gesichter werden sehr gut eingeführt und erfahren eine ausführliche Charakter-Skizzierung, so das der Zuschauer ziemlich schnell einen Bezug zu ihnen aufbauen kann. Das es sich dabei nicht nur um sogenannte Gutmenschen handelt dürfte jedem klar sein und gerade die etwas böseren und komplizierteren Charaktere würzen die Ereignisse ordentlich. Die Figur des Troy sei an dieser Stelle einmal stellvertretend genannt, denn obwohl der junge Mann ganz offensichtlich ein wenig psychopathisch veranlagt ist, zählt er in meinen Augen zu den absoluten Highlights. Insbesondere er ist auch mit dafür verantwortlich, das die Ereignisse einige böse Überraschungen zu Tage fördern. Ganz generell gestaltet sich die vorliegende Staffel äußerst abwechslungsreich, so wurden beispielsweise auch Solo-Episoden eingefügt, in denen es ausschließlich um eine Person dreht. Dadurch entstehen etliche Aha Momente und das Ganze trägt gleichzeitig auch dazu bei, die Gesamtzusammenhänge noch besser deutlich zu machen. Auch wenn sich selbstverständlich ein großer Haupterzählstrang durch das Format zieht werden immer wieder kleinere Nebenerzählstränge in Szene gesetzt, die später und letztendlich zu einem großen Ganzen zusammen laufen.

Wie schon in der Mutter-Serie verhält es sich auch bei "Fear the Walking Dead" so, das sich die Protagonisten zu keiner Zeit in völliger Sicherheit wiegen können. Dabei geht die Gefahr aber keinesfalls nur von den Zombies aus, denn auch untereinander kommt es immer wieder zu gefährlichen Spannungen. Das macht die Sache noch interessanter und man kann eigentlich nie im voraus sagen, wie sich die Story weiter entwickeln wird. So hält sich die aufkommende Spannung auch durchgehend sehr hoch, gleichzeitig ist natürlich auch die unvergleichbare Endzeitstimmung zu verspüren. Die Darsteller machen ihre Sache insgesamt äußerst gut, wobei vor allem die Hauptfiguren mit erstklassigen Performances aufwarten können. Doch auch die Nebenrollen sind gut besetzt und es überkommt einen niemals das Gefühl, das es sich hier lediglich um notwendige Staffage handeln würde.

In der Summe gesehen handelt es sich meiner Meinung nach um die bisher beste Staffel der Serie, wobei ich im Gegensatz zu vielen anderen Leuten auch schon die vorherigen sehr gut fand. Außerdem ist auch das Ende in der sechzehnten Episode gut gewählt, bleiben doch so einige Fragen offen und der Verbleib wichtiger Figuren des Formates wird nicht aufgeklärt. Das lässt genügend Freiraum für diverse Spekulationen und lässt gleichzeitig die Vorfreude auf eine Weiterführung der Serie ansteigen. Bleibt nur zu hoffen, das auch die noch folgenden Seasons über eine gleich bleibende Qualität verfügen, denn immerhin ist das Potential von "Fear the Walking Dead" noch längst nicht ausgeschöpft. Mittlerweile ist dieses Format auf einem ziemlich hohen Level angelangt und kann dieses auch durchaus gut halten. Man steht keineswegs mehr im Schatten von "The Walking Dead", denn längst hat man sich den nötigen Respekt verdient, um als eigenständige Serie angesehen zu werden.


Fazit:


Manch einer wird bestimmt wieder beklagen, das man sich mit der Zombie-Action ein wenig zu bedeckt hält. Ich selbst empfinde das gar nicht als negativ, denn schließlich wird hier eine verdammt spannende Story erzählt, in der niemals auch nur der Anflug von Langeweile aufkommt.


9/10
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horror1966
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Re: Fear the Walking Dead (Staffel 3)

Beitragvon horror1966 » 29. Dez 2017 13:42

Kritik ist drin.
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